Es gibt Themen, um die möchte ich mich eigentlich drücken. Jetzt sind viele meiner Facebook-Fans Frauen und Mädchen. Und Frauen können unangenehme Fragen stellen. Was hältst du von Frauenfußball, ist noch die einfache Frage. Warum ist das Spielniveau bei Frauen schlechter, ist eine Frage, die deutlich schwieriger ist. Mit der Antwort auf die Frage kann man nur verlieren.

Weil insbesondere die Gründe scheinbar doch viele interessieren, will ich es hier mal vorsichtig versuchen und hoffe, dass ich damit keinen Shitstorm lostrete. Ich will euch versprechen, ich versuche nicht frauenfeindlich zu sein. Das bin ich nicht und will es auch nicht sein.

Dieser Beitrag soll eine sachliche Analyse der möglichen Gründe für ein Leistungsunterschied beim Fußball zwischen Männern und Frauen sein.

 

Der Körper

Es ist essenziell, das man beim Fußball den Ball mit der Brust annehmen kann. Da sehe ich den ersten Nachteil für Frauen, da es bestimmt eine schmerzhafte Angelegenheit sein muss, wenn der Ball auf die Brust kommt. Als Schiedsrichter bei Frauenspielen habe ich immer wieder beobachtet, dass Frauen bei einer Brustannahme die Hände vor die Brüste nehmen. Was im Männerfußball ein klares Handspiel wäre. Beim ersten mal habe ich noch überlegt, ob ich das pfeifen muss. Inzwischen ignoriere ich das. Ich weiß aber nicht, ob das regelkonform ist.

Außerdem scheint es so zu sein, dass das Mittel der Frauen ein anderes Muskel-Fett-Verhältnis haben als Männer und dass bei beiden Geschlechtern Muskelgruppen unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Das kann ebenfalls ein Nachteil sein.

Der höhere Körperfett-Anteil der Frauen führt dazu, dass diese bei gleicher Muskelmasse mehr Körpergewicht bewegen müssen oder wie es meistens ist, dass diese für die Körpermasse weniger Muskelmasse zur Verfügung haben.

Für das Fußballspielen sind bestimmte Muskelgruppen besonders wichtig. Sind diese weniger ausgebildet, ist das Ergebnis ein schlechterer Fußballer oder eine schlechtere Fußballerin. Ein Beispiel dafür scheint der Sprint zu sein. Der Abstand zwischen Männern und Frauen beträgt circa eine Sekunde (Quelle: Wikipedia). Da in diesem Bereich Männer und Frauen die gleichen Trainingsmöglichkeiten haben, ist es sehr wahrscheinlich, dass dieser Abstand am Körper liegt.

Die Möglichkeiten

Fußball spielen aus Sicht der Gesellschaft die Jungs und Männer. Deshalb werden Frauen oft in der Ausbildung benachteiligt oder ihnen bleibt der Zugang zu besseren Vereinen und damit besserem Training verwehrt. Das ist ein sehr großer Nachteil den die fußballbegeisterten Frauen leider haben.

Der Zugang zu besseren Mannschaften ist wichtig. Auf der einen Seite ist das Training oft (nicht immer) besser. Auf der anderen Seite lernt man Vieles im Fußball nur beim Spielen. Damit ich etwas taktisches lerne, muss ich Fehler machen. Diese Fehler kann ich aber nur mit einem Team und einem Gegner machen, die auch das taktische Verständnis haben. Und Taktik lernt man nicht nur in der Theorie. Ein großer Teil der das taktische Verständnis ist eben das Spielen.

Durch eine Verweigerung vieler Vereine Frauen mitspielen zu lassen bleibt auch die Chance auf hochklassige Spielpraxis aus. Das bedeutet, dass Frauen in den Trainingsmöglichkeiten schlechtere Chancen haben und oft benachteiligt werden.

Das die Vereine sich dazu oft weigern hat auch ganz einfache Gründe. Spiele werden von Mannschaften oder Teams gewonnen. Eine Mannschaft wird in der Kabine nach dem Spiel gemacht. Hier werden die Siege gefeiert und die Niederlagen verarbeitet. Bei einer gemischten Mannschaft mit Frauen und Männern gibt es hinterher Gruppenduschen? Da wird dann vielleicht doch zu wenig an Fußball gedacht.

Was ich auch immer mit beobachte, wenn Spieler ihre Freundinnen oder „Wunsch“-Freundinnen dabei haben, sind sie nur mit Selbstdarstellung beschäftigt. Dann wird kein Fußball gespielt, sondern gebalzt. Das ist auch nicht gut, für die Qualität des Fußballs.

 

Das ist meine Analyse. Ich will damit niemanden angreifen oder diskriminieren. Ich hoffe aber, dass ich damit die Fragen zum Frauenfußball beantwortet habe.

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