Eine hohe Beweglichkeit meint einer großen Bewegungsbereich in Teilen des Körpers oder im ganzen Körper. Die Beweglichkeit ist davon abhängig wie weit man Muskeln dehnen kann bei kleinen Bewegungen und wie gut die neuromuskuläre Kontrolle funktioniert.

Der Muskel ist aufgebaut wie ein still stehendes Zahnrad oder ein Reißverschluss. Kontrahiert er, ist der Muskel zusammengezogen und bewegt so durch die Sehnen, Knochen und Bänder das komplette Gerüst um ihn herum. Der Reißverschluss ist zu.

Der Muskel der Gegenbewegung ist dann gestreckt. Der Reißverschluss ist also offen.
Je weiter man den Muskel strecken kann, desto beweglicher ist man.

Das ist alles schön und gut. Warum man das im Turnen braucht, ist, denke ich, auch verständlich. Aber wozu braucht man das im Fußball und insbesondere im Tor?

Es gibt mehrere Aspekte, die für eine ausgeprägte Beweglichkeit im Tor sprechen.

  1. Es gibt Techniken, für die man eine gewisse Beweglichkeit braucht. Die sind von fußballerischer Natur und von torwarttechnischer Natur.
    • Das erste Beispiel ist der seitliche Abschlag. Ohne den entsteht ein großes Loch in der Spieleröffnung. Für den seitlichen Abschlag braucht man eine sehr gute Beweglichkeit.
    • Das zweite Beispiel ist der seitliche Block im 1gegen1. Auch der ist enorm wichtig für das 1gegen1 Verhalten. Für den seitlichen Block ist es auch sehr wichtig eine gewisse Beweglichkeit vorweisen zu können.
  2. Weiterhin ist die Beweglichkeit für die Verletzungsprävention wichtig. Bei nassem Rasen kann es oft sein, dass man mal wegrutscht. Das ist der Grund für etliche Muskelzerrungen. Diese kann man durch eine gute Muskelbeweglichkeit verhindern. Oft kommen solche Zerrungen auch bei ruckartigen Bewegungen. Bei einem Schuss zum Beispiel kann es passieren, dass aufgrund einer Unterenticklung und Verkürzung des hinteren Oberschenkels hier eine Verletzung auf tritt. Dies ist mit einer der häufigsten Verletzungen im Leistungssport Fußball. Eine weitere Verletzungsursache stellt die neuromuskuläre Kontrolle dar, die eigentlich Verletzungen verhindern soll. Doch auch hier kommen viele Verletzungen vor. Zum Beispiel im Fußgelenk. Angenommen der Sportler knickt nach außen um. Die neuromuskuläre Kontrolle macht, was sie macht und rettet das Außenband. Durch das ruckartige zumachen zur Fixierung der Position reißt dann aber das Innenband.

Man merkt, dass die Beweglichkeit in einem relativ starken Maße für einen Fußballer unabdingbar ist.

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