Training ist lernen, wiederholen und verbessern. Die Trainingsformen können mehr oder weniger komplex sein, als die im Spiel der Fall ist.

Bei der Kombination der unterschiedlichen Trainingsstile sollte bei einer mittelfristigen Trainingsphase von allem ein bisschen dabei sein. Es gilt der Grundsatz, je weiter der Torspieler in seiner Ausbildung fortgeschritten ist, um so wichtiger werden komplexe Trainingsformen. In der Umkehrung kann man auch sagen, je geringer der Ausbildungsstand ist, um so wichtiger ist die Fokussierung auf einfache Trainingsformen.

Gerade bei wenig ausgebildeten Torhütern ist es wichtig, dass der Tormann bzw. die Torfrau die Technik korrekt erlernt. Dafür ist eine hohe Zahl an Wiederholungen mit ständiger Korrektur notwendig. Auf zahlreichen Facebook-Videos sieht man hoch komplexe Übungsabläufe von Torleuten, die die Grundtechniken gar nicht richtig beherrschen. Bevor aber die Grundtechniken nicht beherrscht werden, ist ein weitergehendes Training nur bedingt zielführend. Komplexere Trainingsreize kann man aber in Maßen durch aus setzen. Hier sind weniger komplexe und detailorientierte Übungen Hauptschwerpunkt im Training.

Ist der Torspieler weiter gereift, muss die Komplexität gesteigert werden. Äußere Einflüsse wie Wetter können einen Bewegungsablauf begünstigen oder erschweren. Beides kann man für einen Trainingseffekt nutzen.

Ein Beispiel dafür außerhalb des Fußballs wäre der Sprint. Bergauf oder ein nasser Untergrund sind hinderlich für einen Lauf mit Bestzeit. Wo hingegen eine leicht federnde Laufbahn für eine Bestleistung sprechen. Ich denke dieses Beispiel, dass wahrscheinlich jeder schon mal erlebt hat, bestätigt diese These.

Wind kann bei der Technikentwicklung sehr stören. Beim Training von räumlichen Denken und Reaktion ist Wind beispielsweise förderlich.

Kann man diese Annahme auch auf den Fußball und besonders auf das Torwarttraining übertragen?

Nach meinem Erfahrungen ist das möglich.

Eine blendende Sonne oder extreme Windverhältnisse sind für ein Reflextraining optimal. Die Sonne blendet und schränkt so auf natürliche Weise das Sehvermögen des Keepers ein. Das sollte man allerdings nicht zu sehr aus provozieren, da es auch bleibende Sehschwächen verursachen kann.

Extremer Wind verfälscht die Flugkurve des Balls. Der Ball bricht sozusagen die physikalischen Gesetze. Das sorgt für eine Unberechenbarkeit der Flugkurve.

Auch hier heißt es nicht übertreiben, da bei solchen Übungen die Finger sehr gefährdet sind.

Regen oder Trockenheit beeinflussen den Grip der Handschuhe und den Ball. Diese Gegebenheiten eignen sich um Fangsicherheit und Stabilität zu trainieren.

Die Größe des Balls und der Luftdruck im Ball können Fanghaltung verbessern. Für die Entwicklung von fußballtechnischen Fähigkeiten sollte man eher einen leichteren und kleineren Ball nehmen. Die Leichtigkeit ist schonend für Gelenke und der geringe Umfang ist technisch anspruchsvoller.

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