Aktuell geht ein Video im Internet rum, bei dem Kasper Schmeichel vom Leistercity FC einen Ball zentral auf den Mann mit einer gewöhnlichen Technik fängt. Hier seht ihr das Video:

The Danish Catch

von | Mai 2, 2020 | Torspielertechnik

Zum Vergleich nochmal die herkömmliche Technik:

Es geht hier um eine Technik, die genutzt werden kann, wenn der Ball auf den Oberkörper geschossen wird. Ich wurde gefragt, was ich von dem Danish Catch halte und das will ich heute beantworten.
Als Erstes muss gesagt werden, dass der Danish Catch eine gute Alternative zur herkömmlichen Technik ist. Der ideale Torspieler hat für jede Situation die für sich optimale Lösung. Wenn ich meinen Händen nicht vertraue oder ich mich mit dieser Technik sicherer fühle, dann ist das in dem Moment die optimale Lösung für mich in einer Situation, bei der ein Schuss auf mein Oberkörper kommt.

Es gibt unendlich viele Situationen, die ein Torspieler lösen können muss. Daraus folgt, das der Torspieler ein breites Spektrum an Techniken abrufbar sein muss. Die Anzahl der Techniken, die verinnerlicht werden können sind durch bestimmte Faktoren, wie zum Beispiel die Zeit begrenzt. Nur einen Stamm von elementaren Techniken sollte der Torspieler automatisch abrufen können. Dazu gehören unter anderem die Techniken im Video. Die elementaren Techniken können dann auf die Spielsituation angepasst und angewandt werden.

Der Danish Catch kann also durchaus ein wichtiger Bestandteil in einem solchen Technikkatalog sein.

Was aber sind jetzt die Vor- und Nachteile.

Vorteile:

Die Fehleranfälligkeit dieser Technik ist geringer, weil die Fläche mit der der Ball gefangen werden kann deutlich größer ist. Der Ball kann mit den Arm-Innenseiten, der Hand und dem Oberkörper in eine Tasche gefangen werden. Die Fläche ist also größer und die Tasche ist formschlüssig geformt. Das bedeutet, dass der Ball in die Tasche reinpasst und wenn sie geschlossen wird, ist der Ball gefangen. Das ist also vergleichbar mit dem Ballfangen mit einer Handschuhgröße, bei der die Hände den Ball komplett umschließen.
Die Bewegung ist natürlich. Wenn der Ball auf die Brust aufprallt, geht automatisch der Oberkörper nach hinten und die Arme gehen nach vorne vor den Oberkörper. Bei dieser Technik muss also nur noch trainiert werden, die Arme in der richtigen Form vor den Körper zu bringen.

Nachteile:

Die Technik ist unflexibel. Das bedeutet, dass die Technik nur eine sehr geringe Fläche abdeckt. Im Spiel kommt es selten vor, dass der Torspieler diese Technik anwenden kann. Es ist also nicht wirklich sinnvoll für eine so seltene Situation extra eine eigene Technik zu trainieren.
Der Aufprall auf die Brust, der bei dem Danish Catch nicht zu verhindern ist, kann ab einer gewissen Schusshärte schmerzhaft sein. Das kann Einfluss auf die Technik haben und sie zum Beispiel verfälschen. Es werden dann Muster angenommen, die nicht mehr zielführend sind. Gerade bei Kindern sollte eine erlernte Technik nich mit Schmerzen verbunden werden.

Das Fazit

Die Technik ist eine gute Alternative zur herkömmlichen Technik des Dreiecksgriffs mit den Händen. Allerdings würde ich diese Technik nicht trainieren. Ich würde sie aber bei meinen Torspielern akzeptieren und unterstützen.

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