Warum du individuelle Spieler brauchst und wie du das im Training umsetzt

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Die Trainingseinheit ist elementarer Baustein im Trainingsplan des Trainers für den Athleten. In der Einheit kann der Trainer mit dem Sportler oder den Sportlern daran arbeiten, gewisse Ziele zu erreichen. Im Fußball wird das aber noch viel zu wenig genutzt um den Einzelnen zu fördern. Es wird oft viel zu sehr darauf geachtet, dass die Mannschaft funktioniert. Jeder einzelne Spieler wird als ein Mitglied der Mannschaft betrachtet und bekommt seine Rolle in der Mannschaft und seine Aufgaben auf dem Platz. Das ist natürlich gut so und alle 11 Spieler sollen Freunde sein bzw. mannschaftsdienlich spielen.

Eigene Stärken der Spieler werden da oft außen vor gelassen oder stark eingegrenzt. Wenn ein Spieler zum Beispiel über ein sehr starkes 1gegen1-Durchsetzungsvermögen verfügt, warum sollte man das dann nicht fördern und fordern? Das ganze ist im Mannschaftstraining schwerer umzusetzen als im Torspielertraining. Das liegt daran, dass man Trainingsschwerpunkte braucht um fokussiert trainieren zu können. Als einziger Trainer kann man aber nicht 11 verschiedene Übungen für 11 Spieler beaufsichtigen. Der Trainer und der Verein benötigen also die nötigen Mittel.

Als Torspielertrainer ist das bedeutend einfacher. Es gibt viel weniger Spieler, auf die eingegangen werden muss. Also gibt es auch weniger Trainingsschwerpunkte, die man ins Training einbauen muss. Das würde bedeuten, dass es viel mehr individuell spielende Torspieler in den Top-Ligen geben müsste. Individualität sieht man aber wenig. Viel mehr sieht man den Cut zwischen den Generationen.

Wie kann man jetzt aber das Training für den Torspieler so gestalten, dass auf die einzelnen Stärken eingegangen wird, die den Spielstil prägen?

Zuerst muss man diese Stärken erkennen und rausfiltern. Das kann der Trainer im 4-Augengespräch mit dem Torspieler ganz einfach herausfinden. Was ist deine größte Stärke? Was fällt dir am leichtesten? Was ist die Komponente, die dein Spiel am meisten prägt? Was würde dir am meisten weh tun, wenn man es dir im Spiel verbietet? Das sind Fragen, die in so einem Gespräch fallen können. Antworten können ganz allgemein Athletik oder Torverteidigung sein. Es geht aber auch spezifischer wie zum Beispiel meine Fußabwehr oder meine seitlichen Abschläge.

Wenn der Torwarttrainer diese Stärken rausgefiltert hat, kann man im Training darauf eingehen. Ich mach das so, dass ich in das Training rein gehe und 2 bis 3 Übungen vor dem Training entwickle. Wenn ich bei der Durchführung der Übungen merke hier und da tauchen noch verstärkte Schwächen auf variiere ich die Übungen so, dass ich darauf eingehen kann und diese Schwäche verbessern kann. Andersherum gilt das natürlich auch: Wenn ich eine Stärke finde, wird darauf natürlich auch eingegangen.

Das bedeutet, dass ich keinen festen Rahmen habe und so flexibel bin. So kann ich zu jeder Zeit auf meinen Sportler eingehen und ihn zu einem Individuum machen. Die Aufgabe des Trainers bezogen auf den Spieler ist meiner Meinung nach die Hinführung, Begleitung und Unterstützung zum eigenen Spielstil. Das gilt für jeden Feldspieler, aber auch für jeden Tormann. Man kann diesen Grundsatz aber auch auf die ganze Mannschaft übertragen: Der Trainier versucht die einzelnen Spieler zu einer Einheit zu vereinen und ihnen genau so viel Freiheit zu geben, dass jeder seinen Spielstil mannschaftsdienlich und erfolgsorientiert ausleben kann.

Aber warum ist Individualismus so wichtig im Fußball?

Das Problem von einheitlichen Systemen und Gleichheit ist, dass sie berechenbar sind. Bei guter Spielanalyse kann man ohne Probleme erkennen wie sich jeder Spieler verhält und verhalten wird. Das ist natürlich schlecht, denn die Spielweise ist nicht unbesiegbar und irgendwann findet ein Trainer die taktische Schwachstelle um gegen diese Mannschaft zu spielen und am Ende gewinnt jeder gegen diese Mannschaft. Dies konnten wir in der WM in Russland sehr gut beobachten.

Wenn man aber variabel aufgestellt ist und unterschiedliche Spielertypen im Team hat, ist man nicht oder weniger berechenbar. Man kann das Spielsystem auf seine Spieler anpassen und trotzdem variieren. Damit weiß der Gegner nie genau was auf ihn zukommt. Der einzelne Spieler unterscheidet sich von dem anderen, so dass es kein festes Muster gibt. Im Spiel folgen dann unerwartete Aktionen, die keiner kommen sehen hat. Das führt zur Torgefährlichkeit und taktischer Unordnung beim Gegner.

Share Button

Das fünfte Modul: Trainingsprogramm Koordination

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ich wurde gefragt, wie mache ich mir einen Trainingsplan? Wie kann ich mich vorbereiten? Dazu sind folgende Beiträge bis jetzt erschienen:

  1. Wie erstelle ich einen Trainingsplan?
  2. Die 6 wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für die Erstellung eines Trainingsplan mit Beispiel
  3. Das erste Modul: Trainingsprogramm Ausdauer
  4. Das zweite Modul: Trainingsprogramm Beweglichkeit
  5. Das dritte Modul: Trainingsprogramm Schnelligkeit
  6. Das vierte Modul: Trainingsprogramm Kraft
  7. Das fünfte Modul: Trainingsprogramm Koordination

 

Die Koordination ist die letzte konditionell Fähigkeit, die wir noch nicht behandelt haben. In dem Trainingsplan spielt die Koordination eine besondere Rolle. Das liegt daran, dass Koordination das Zusammenarbeiten zwischen Zentralnervensystem und Skelettmuskulatur beschreibt. Das bedeutet zum Beispiel neue Bewegungen werde schnell gelernt bzw. ökonomisch und harmonisch durchgeführt. Das ganze kann also nur schwer trainiert werden und ist während des Trainings relativ umanstrengend. Aus diesem Grund ist es Teil der aktiven Regeneration, die im Plan am Sonntag angesetzt ist.

Zur Koordination gehören weitere wichtige Fähigkeiten wie:

  • Rhythmisierungsfähigkeit: Rhythmus in Bewegungsablauf integrieren
  • Reaktionsfähigkeit: Signale oder Bewegungssituationen schnell erkennen und entsprechen handeln
  • Gleichgewichtsfähigkeit: halten und erzeugen des Gleichgewichtszustand in Ruhe oder Bewegung
  • Differenzierungsfähigkeit: zweckentsprechende Feinabstimmung zwischen Bewegungsphasen und Teilkörperbewegungen
  • Orientierungsfähigkeit: Bewertung der Lage des Körpers zu seiner Umgebung in Bezug auf Raum und Zeit

Als aktive Regeneration versteht man Maßnahmen, die eine schnelle Erholung unterstützen und beschleunigen. Das passiert in dem der Kreislauf gleich angekurbelt wird um die Muskulatur zu durchbluten, um Abfallstoffe abzutransportieren und Aufbaumaßnahmen der Muskulatur zu beschleunigen. Außerdem kann der Muskeltones gesenkt werden, da eine hohe Muskelspannung die Durchblutung behindert. Durch Trainieren der Faszien, also der Bindegewebe der Muskulatur kann ebenfalls die Regeneration beschleunigt werden, da diese die Verbindung des Muskels zur Außenwelt darstellt.

Wenn man jetzt den Trainingsplan durchgearbeitet hat und am Sonntag angekommen ist kann das Trainingsprogramm so aussehen:

aktive Regeneration:

  • Baden oder Schwimmen
  • Fahrrad fahren ohne größere Belastung
  • auslaufen
  • Massagen
  • Ausrollen mit der Blackrole

Koordinationstraining:

  • Koordinationsleiter mit komplizierten Schrittfolgen zB. 1-2-3-1-2-3/ 2-1-
  • 3-1-2-1-3-1Kontakte+ Oberkörperübungen wie Arme kreisen etc.
  • Liniensprünge (Linie, bei der man mit gewissem Rhythmus rechts und links von der Linie springt) zB. rechts-links-beide-links-rechts-beide Beine auf je einer Seite der Linie+ Oberkörperübungen wie Arme kreisen etc.
  • Drehungen, Rollen, Rad etc. mit anschließendem kurzem Sprint
  • Wackelbrett und balancieren
  • Fußballtennis
Share Button

Das vierte Modul: Trainingsprogramm Kraft

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ich wurde gefragt, wie mache ich mir einen Trainingsplan? Wie kann ich mich vorbereiten? Dazu sind folgende Beiträge bis jetzt erschienen:

  1. Wie erstelle ich einen Trainingsplan?
  2. Die 6 wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für die Erstellung eines Trainingsplan mit Beispiel
  3. Das erste Modul: Trainingsprogramm Ausdauer
  4. Das zweite Modul: Trainingsprogramm Beweglichkeit
  5. Das dritte Modul: Trainingsprogramm Schnelligkeit
  6. Das vierte Modul: Trainingsprogramm Kraft
  7. Das fünfte Modul: Trainingsprogramm Koordination

 

Um viel Schnellkraft aufbauen zu können, braucht der Athlet neben anderen Voraussetzungen auch eine hohe Maximalkraft. Das hängt damit zusammen, dass bei einer hohen Maximalkraft viele Muskelfasern gebraucht werden. Je höher die Maximalkraft, desto mehr Muskelfasern können aktiviert werden. Wenn diese Fasern jetzt auch bei schnellkräftigen Bewegungen aktiviert werden können ist das umso besser. Aus diesem Grund wird im Leistungssport in der Vorbereitung zuerst Maximalkraft und dann Schnellkraft trainiert. In meinem Trainingskonzept habe ich das aus Zeitgründen parallel geplant. Das hat den Vorteil, dass den Muskelfasern sofort vermittelt wird, dass sie nicht nur stark sondern auch schnell sein müssen.

Kraft ist für den Fußball ein wichtiger konditioneller Leistungsfaktor, da er extrem vor Verletzungen schützt. Die willkürlich steuerbare Skelettmuskulatur liegt fast immer an einem Knochen. Das hat einen mechanischen Grund. Wenn der Muskel kontrahiert soll der Knochen bewegt werden. Da wäre es blöd, wenn der Muskel weiter weg liegt. Die Muskulatur ist mit drei Arbeitsweisen ausgestattet: konzentrisch, exzentrisch und statisch. Konzentrisch und exzentrisch sind dynamische Arbeitsweisen, die das Skelett bewegen. Dabei wird der Gelenkwinkel bei ersterem größer und bei der exzentrischen Arbeitsweise kleiner. Die statische Arbeitsform soll das Skelett ruhig halten. Sie ist wichtig für die Verletzungsprävention, da bei einem Traumata, also einer punktuellen Schlag kann, die Muskulatur durch statisches Kontrahieren den Knochen und den gesamten Bewegungsparat vor einer Verletzung schützen kann, indem sie die Gliedmaßen oder den Rumpf stabil hält und so den Schlag abfangen kann.

Auch die Rumpfstabilität ist sehr wichtig im Fußball. Hier die Artikel dazu:

Um die Kraft in allen Varianten effektiv zu trainieren, habe ich folgendes Trainingsprogramm erstellt. Das ganze wird so drei mal hintereinander durchgeführt. Wichtig ist bei allen Übungen ein langsamer, kontrollierter Bewegungsablauf und die Nutzung des kompletten Bewegungsradius. Das bedeutet, dass man bei Liegestützen mit der Brust den Boden berührt und bei hochkommen bis an den höchsten Punkt drückt.

ÜbungAusgangslageDurchführungVarianten
LiegestützeOberkörper und Kopf bilden eine Linie, die parallel zum Boden verläuft, Beine gestreckt und zusammen, Zehenspitzen stehen auf Boden, Hände unter den SchulternOberkörper absenken in dem Arme möglichst parallel zum Körper abknicken, anschließend wieder hochdrückenUnterschiedliche Handposition, schlechter Untergrund, gegen Widerstand
Sit-upsRückenlage, Beine angewinkelt auf dem Boden aufstellen und nur mit Muskelkraft fixieren, Hände an die Schläfe und Ellenbogen seitlich weg vom Körper wegstreckenOberkörper zu Knien führen und anschließend wider absenkenRotation einbauen, Wiedestand
Back-upsBauchlage, Hände an Schläfe und Ellenbogen seitlich ausstrecken, Füße aufstellen und nicht vom Boden abheben lassenOberkörper bis zum höchsten Punkt anheben, und wieder absenkenRotation einbauen, Wiedestand
Side-upsseitliche Lage, unterer Arm liegt auf der oberen Schulter, oberer Arm liegt auf dem Körper, Beine am Boden leicht versetzt ablegen und mit einem beliebigen Gewicht fixierenOberkörper in senkrechte Position anheben, dabei auf komplett seitliche Ausführung achtenWinkel in der Hüfte variieren
PendelRückenlage, Arme seitlich ausstrecken, Beine im Kniegelenk mit 90 Grad beugen und anheben, so dass in der Hüfte auch ein rechter Winkel entstehtBeine in der Position langsam rechts und links ablegenBeine gestreckt ablegen
YWTBauchlage, Arme ausstreckenArme bilden nach einander ein Y,W und TWiderstand
BeckenhebenRückenlage, Beine ausgestreckt nach obenHüfte leicht aus dem Bauch anheben
Rückenlage, Beine anwinkeln und aufstellenGesäß anheben, so dass Oberkörper und Oberschenkel eine Linie bildenein Bein gerade nach vorne ausstrecken während die Übung durchgeführt wird
UnterarmstützLiegestütze-Position mit abstützen auf dem Unterarmdiese Stellung haltenArm und gegenüberliegendes Bein anheben, etc.
SeitstützUnterarmstütz-Position, ein Arm hochführen, Blick zur Seitediese Stellung haltenBein anheben, Bein nach vorne und hinten führen, Hüfte schwingen
UnterarmstützUnterarmstütz-Position umgedreht, Blick nach obendiese Stellung haltenBein anheben, Hüfte schwingen
seitliches Beinhebenseitliche LageBein zum höchsten Punkt seitlich anhebenWiederstand
frontales BeinhebenRückenlageBein zum höchsten Punkt frontal anhebenWiederstand
rückwärts BeinhebenBauchlageBein zum höchsten Punkt frückwärts anhebenWiederstand
Wadenheben einbeinigaufrechter StandKörper aus Streckung des Fußgelenks anhebenGewichte
Kniebeuge einbeinigaufrechter StandKörper durch abknicken eines Beines so tief wie möglich absenken und wieder hochdrückenGewichte
Bein beugeneinbeiniger Stand, Oberkörper und Bein bilden eine Linie, die ca. im 45 Gradwinkel zum Boden stehtBein in der Luft zum Gesäß führenGewichte
Share Button

Welcher Sportler verdiente 2017 am meisten?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Neymar, Ronaldo und Messi verdienen als Fussballer am besten. Gegen den frühere amerikanische Boxweltmeister Floyd Mayweather Jr. sehen sie aber auch ein wenig ärmlich aus. Dieser ist zum vierten Mal in sieben Jahren der bestverdienenste Sportler des Rangliste des Forbes Magazins.

In die Zahlen fließen Gehälter, Preisgelder und Zusatzzahlungen genauso mit ein wie Werbeeinnahmen, Antrittsgelder und Lizenzeinnahmen, welche von Branchenprofis geschätzt werden.

Eine Frau taucht in der Liste übrigens nicht auf.

Infografik: Die bestverdienenden Sportler 2017 | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Share Button

Das dritte Modul: Trainingsprogramm Schnelligkeit

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ich wurde gefragt, wie mache ich mir einen Trainingsplan? Wie kann ich mich vorbereiten? Dazu sind folgende Beiträge bis jetzt erschienen:

  1. Wie erstelle ich einen Trainingsplan?
  2. Die 6 wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für die Erstellung eines Trainingsplan mit Beispiel
  3. Das erste Modul: Trainingsprogramm Ausdauer
  4. Das zweite Modul: Trainingsprogramm Beweglichkeit
  5. Das dritte Modul: Trainingsprogramm Schnelligkeit
  6. Das vierte Modul: Trainingsprogramm Kraft
  7. Das fünfte Modul: Trainingsprogramm Koordination

 

Schnelligkeit ist wohl die wichtigste Konditionsfähigkeit für den Fußballtorwart. Klar spielen Kraft, Ausdauer, Koordination und Beweglichkeit auch eine große Rolle, aber im Endeffekt kann man den Mangel aller dieser Fähigkeiten durch Schnelligkeit wett machen. Wenn man zum Beispiel keinen Ball fangen kann, was eine Fähigkeit im koordinativen Bereich beschreibt, und diesen immer nach vorne abklatschen lässt, kann man trotzdem das Gegentor verhindern, indem man schnell wieder auf den Beinen ist und eventuell den Ball vor dem Gegner abfängt. Das bedeutet, dass Schnellkraft eine besondere Rolle im Training des Torwarts spielen muss.

Schnelligkeit ist dabei von mehreren Faktoren abhängig:

  • Maximalkraft und Muskelquerschnitt
  • Koordination (intra- und intermuskulär)
  • Reizgeschwindigkeit
  • Vorspannung der Muskulatur/Körpertemperatur
  • FT-Phaseranteil
  • Größe der motorischen Einheit
  • anatomische Bedingungen

Bei optimalen Voraussetzungen kann die maximale Schnelligkeit erreicht werden. Schnelligkeit wird nur bei vollständiger Erholung effektiv trainiert. Am besten gegen leichte Widerstände, mit leichter Führung und unter normalen Umständen.

Die Bewegungsabläufe des Torwarts sind größten Teils azyklisch. Das bedeutet, das die Bewegungsabläufe nicht immer wiederkehrend sind. Man kann die Bewegungsabschnitte in der Regel in drei Phasen unterteilen. Danach ist die Bewegung beendet. Das bedeutet, dass man im Schnelligkeitstraining für den Keeper immer mit azykische Bewegungen arbeiten muss. Dafür möchte ich folgendes Trainingsprogramm vorschlagen.

ÜbungErklärung 
Arm-upsBreitbeiniger Stand in aufrechter Position, Arme im 180 Gradwinkel ausgestrecktArme seitlich am Körper so schnell wie möglich hoch führen
Arm-downsBreitbeiniger Stand in aufrechter Position, Arme im 180 Gradwinkel ausgestrecktArme seitlich am Körper so schnell wie möglich runter führen
schnelle Rotation des OberkörpersBreitbeiniger Stand in aufrechter Position, Arme im 180 Gradwinkel ausgestreckt, Oberkörper um 90 Grad eindrehen, so dass die Armachse im rechten Winkel zur Beinachse stehtim Oberkörper so schnell wie möglich rotieren, so dass der andere Arme in der Ausgangsposition ist
Asymmetrische Übing
Oberkörper streckenaufrechter Stand, der Oberkörper wird nach vorne gebeugt, so dass in der Hüfte ein rechter Winkel entstehtOberkörper maximal schnell in aufrechte Position bringen
Hand seitlich zum Knöchel führenAufrechte Position, breitbeiniger StandHand wird so schnell wie möglich seitlich am Körper zum Knöchel geführt, während der Oberkörper dem Arm folgt und ebenfalls seitlich am Oberkörper runter geführt wird.
Seilspringen
counter-movement-jumpsaufrechter StandSprung mit Ausholbewegung
squad-jumpstiefe HockeSprung ohne Ausholbewegung
SkippingsFußgelenkslauf
KniehebelaufKnie im Laufen abwechselnd zur Brust führen
AnfersenFersen im Laufen zum Po führen
Hopserlauf reaktivSprungbewegung, ein Bein wird mit nach oben gezogen(Schwungbein), kurzer Bodenkontakt max. hoch
Hopserlauf Sprungvolle Sprungbewegung, ein Bein wird mit nach oben gezogen, langer Bodenkontrakt, max. hoch
long-jumpSprungbewegung max weit, ein oder beidbeinig
side-stepsseitliche Schrittfolge(Auftaktschritt, Kreuzschritt)
Share Button

😞Pech gehabt – Hand kaputt😞

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Liebe Community, ich bin ja in den letzten Monaten kaum dazu gekommen, etwas zu schreiben. Jetzt habe ich leider plötzlich mehr Zeit 😞. Ich habe mir meine Hand gebrochen. Genauer gesagt meinen Mittelhandknochen und noch genauer der vierte an der linken Hand. Das heißt ich muss jetzt erstmal eine Zwangspause vom Sport nehmen. Wie lange steht hier noch nicht fest, da ich operiert werden muss.

Es handelt sich nämlich um einen Spiralbruch. Der Bruch ist also nicht gerade durch sondern spiralförmig und der obere Teil des Knochens ist etwas abgerutscht. Diese Fehlstellung sollte behoben werden.

Vor allem für mich als Torspieler ist eine gut funktionierende Hand enorm wichtig, weshalb ich mich für die Operation entschieden habe. Diese folgt im Laufe der nächsten Woche. Bei dem Eingriff wird unter Vollnarkose ein Schnitt über dem Bruch gesetzt, um den gebrochenen Knochen freizulegen. Dann versucht der Handchiroge den Bruch zu fixieren und in die Ausgangslage zu bringen. Anschließend fixiert man die Knochenteile mit Drähten, Schrauben oder einer Platte. Das ganze entscheidet dann auch, wie lange ich außer Gefecht gesetzt werde. Die Platte und die Drähte müsste man nämlich wieder bei vollständiger Heilung entfernen, während die Schrauben drin bleiben können, so lange sie nicht stören.

Zwei Wochen nach der Operation darf ich keinen Sport machen, weil die Schnittnarbe sonst schwillt, aufplatzen oder sich infizieren könnte. Je nach dem wie es dann geht, gibt es danach dann Konditionstraining. Wenn der Bruch vollständig verheilt ist, fang ich in etwa 4 Wochen mit Wiederaufbautraining an. Bis ich wieder voll einsatzfähig bin wird es ca. 6-8 Wochen dauern😞.

Für euch heißt das, obwohl ich mehr Zeit habe, kann ich weniger machen. Es wird also noch weniger auf Torspielrtraining.de geben. Ich habe nur eine Hand zur Verfügung und alles dementsprechend dauert länger. Es wird sich zeigen, wie gut ich den Rhythmus für die nächsten Wochen mit Schule, Untersuchungen, Operation, Reha und Training hinbekomme, so dass ich am Ende noch hin und wieder Zeit habe, um Artikel zu schreiben. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden Halten.

Ich bedanke mich im Voraus schon mal für euer Verständnis und eure Unterstützung durch diese schwere Zeit für mich.

Share Button

Tappen des Sprunggelenks

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Drei-Streifen Tape für das Sprunggelenk aus der Reihe medizinische Erstversorgung im Amateursport mit DFB Physio Klaus Eder.

Share Button

Torwarttraining mit Fokus auf Kräftigung, Technik und Ballangriff

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Heute ein sehr gutes Video zum Torwarttraining mit Fokus auf Kräftigung, Technik und Ballangriff. Der Torwart heißt in Österreich Tormann bzw. Torfrau. Dem entsprechend heißt der Produzent dieses Videos Tormannschule Weber.

Share Button

Das zweite Modul: Trainingsprogramm Beweglichkeit

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ich wurde gefragt, wie mache ich mir einen Trainingsplan? Wie kann ich mich vorbereiten? Dazu sind folgende Beiträge bis jetzt erschienen:

  1. Wie erstelle ich einen Trainingsplan?
  2. Die 6 wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für die Erstellung eines Trainingsplan mit Beispiel
  3. Das erste Modul: Trainingsprogramm Ausdauer
  4. Das zweite Modul: Trainingsprogramm Beweglichkeit
  5. Das dritte Modul: Trainingsprogramm Schnelligkeit
  6. Das vierte Modul: Trainingsprogramm Kraft
  7. Das fünfte Modul: Trainingsprogramm Koordination

 

Die Beweglichkeit ist für den Torspieler ein sehr wichtiger Faktor. Er kann so schnell sein wie er will, wenn er einen kleinen Bewegungsradius hat. Das ist auch die Definition für Beweglichkeit: Aktionen, mit großem Bewegungsradius durchführen zu können. Die Beweglichkeit teilt die Sporttheorie wie alle konditionellen Faktoren in zwei große Gruppen. Die eine Seite besteht aus der allgemeinen Beweglichkeit, die andere aus der speziellen Beweglichkeit. Die allgemeine Beweglichkeit besteht aus allgemeinen Bewegungen mit großem Radius wie zum Beispiel ein großer Schritt. Der lange Block beim 1:1 gehört dagegen zur spezifischen Beweglichkeit.

Wie kann man jetzt die Beweglichkeit trainieren?

Es muss immer in die Richtung gehen, dass der Athlet dem Körper zeigt, dass das Muskel-Sehnen-System zu kurz ist und dehnbarer werden muss. Das kann man zum Beispiel durch passiv-statisches Dehnen (Stretching) oder durch aktiv-dynamisches Dehnen erreichen.

Wie man an den Beispielen schon gesehen hat gibt es aktiv und passives, sowie statisch und dynamisches Dehnen. Aktiv bedeutet, dass es aus eigener Muskelkraft geschieht. Der Antagonist kontrahiert um den Agonisten zu dehnen. Antagonist und Agonist sind das Muskelpaar, das gegeneinander arbeitet. Der eine beugt ein Gelenk, während der andere für das Strecken verantwortlich ist.

Passiv bedeutet genau das Gegenteil. Hier dehnt man den Agonisten mit Hilfe von äußeren Umständen wie zum Beispiel der Schwerkraft.

Statisch bedeutet, dass der Muskel über einen gewissen Zeitraum gleich gedehnt wird. Der Athlet macht eine Dehnübung und hält diese für ein paar Sekunden ohne sie aufzulösen.

Dynamisch ist wieder das genaue Gegenteil. Hier wird aus der Bewegung heraus gedehnt. Vor einem Wettkampf sollte man eher aktiv dynamisch dehnen, weil so der Muskeltonus relativ weit oben bleibt, was wichtig für den Wettkampf ist. Um den Muskeltonus nach der Belastung wieder nach unten zu treiben eignet sich am Besten die passiv statische Methode.

Wenn man jetzt Beweglichkeit trainieren will muss man sich bewusst machen, welche Muskelgruppen man trainieren will. Als Torspieler braucht man eine gute allgemeine Beweglichkeit und eine gute spezielle Beweglichkeit. Hier meine Übungsvorschläge:

ÜbungenBeschreibungen Ausgangslage/ statisches DehnenBeschreibung Dynamisches Dehnen
SkorpionBauchlage mit 90 Grad ausgestreckten ArmenFuß berührt bzw. versucht die gegenüberliegende Hand zu berühren
SkorpionRückenlage mit 90 Grad ausgestreckten ArmenFuß berührt bzw. versucht die gegenüberliegende Hand zu berühren
HürdensitzOberkörper in aufrechte Position, rechtwinklig zum Boden, ein Bein gerade nach vorne ausgestreckt, anderes Bein im 90 Gradwinkel zur Seit ausgestreckt mit einem rechten Winkel im KniegelenkOberkörper abwechselnd zu den Beinen führen( Bauchnabel zu den Knien)
KniestandKniestand, ein Bein nach vorne ausstrecken, Zehenspitzen anziehenBauchnabel zum Knie führen.
Seitlicher BlockKniestand, ein Beim zur Seite rausstrecken, Zehenspitzen anziehenPo heben und senken
„Hund“Kniestand mit weit gespreizten Beinen, Knie möglichst weit von einander entfernt, Waden parallel zueinanderHüfte nach hinten Wippen
Seitlicher Block 2.0Kniestand, ein Bein seitlich aufstellen , so dass der Winkel zwischen beiden Oberschenkeln möglichst groß istIn Länge ziehen und Wippen
GrätscheFüße so weit auseinander wie möglich, Beine gestrecktHüfte nach vorne drücken, Oberkörper nach unten führen, Bauchnabel zu Knien führen
DreieckssitzAusfallschritt, vorderes Bein zum Dreieck formen und ablegenBauchnabel zum Knie
Vorderer OberschenkelKniestand, vorderes Bein nach vorne aufstellen, hinteren Fuß zum Po ziehenHüfte nach vorne schieben
SolohandshakeStand, Hände hinter dem Rücken berühren, ein Arm von oben führen anderen Arm von unten
RückenBreiter Kniestand, Oberkörper nach vorne ablegen, Hüfte nach vorne schieben, Kopf bleibt wo er ist(abrollen)Hüfte Wippen
VierfüßlerstandEin Arm möglichst weit zwischen Oberschenkel und anderem Arm weg ziehenOberkörper Wippen
Share Button

Spieleröffnung über den Torwart bzw. Torspieler

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Die Bedeutung der Spieleröffnung für den über den Torwart bzw. Torspieler wird allgemein unterschätzt. Ein Grund dafür ist, das bei vielen Torspielern die fußballerische Erfahrung fehlt und dem entsprechend die Trainer froh sind, wenn der Ball hinten raus kommt.

Welche Gedanken man sich zur Spieleröffnung vom Torspieler aus machen kann, seht ihr im Video vom Taktikfreak Coach Munier Raychouni.

Share Button