4 Regeln zum Umgang des Trainers mit (schwierigen) Eltern

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Manchmal sind Eltern das Beste, was einem passieren kann. Sie kümmern sich um alles Mögliche und wollen immer nur das beste für ihr Kind. Das ist auch gut so. Leider eskaliert die Motivation der Eltern auf dem Fußballplatz in regelmäßigen Abständen. Eltern stehen am Spielfeldrand, teilweise sogar auf dem Spielfeld und diskutieren mit dem Schiedsrichter, dem Trainer oder der gegnerischen Mannschaft. Das sie so das Spiel kaputt machen merken diese Eltern gar nicht. Das liegt daran, dass Eltern oft einfach nur mitreden wollen oder ihr Kind falsch behandelt sehen. Viele sind Beinahe-Fußball-Profis, die Aufgrund eines Schnupfens nie gesichtet wurden. Die meisten Austicker haben keine Ahnung von Fußball und erzählen irgendwas, das sie irgendwann mal gehört oder gesehen haben. Sie glauben allerdings felsenfest, dass sie Experten sind. 

1. Kommunikation

Weil die meisten Eltern nicht wissen, was sie ihrem Kind mit so einem Verhalten antun, muss der Trainer ihnen das vermitteln. Besprich so etwas nie am Telefon. Mache dazu immer ein 4- oder 6-Augengespräch. An einem relativ abgeschlossenen Ort.

Punkte die man hier aufzuzählen kann, sind die Verunsicherung der eigenen Mannschaft durch die Anweisungen von Außen und somit eine schlechtere Gesamtleistung oder das Verwischen der taktischen Marschrute durch die Meinung mehrerer Elternteile. Auch das führt zu einer schlechteren Gesamtleistung. Wichtig im Gespräch ist, dass du dich als Trainer auch mit der Position des Gegenübers beschäftigst. Frage nach bis du das Problem des Elternteils verstanden hast und gebe erst dann deine Meinung dazu ab. 

Konzentriere dich auf das Thema und schließe alle anderen Themen von vorn herein aus. Da du es mit Selbstüberschätzung-Experten zu tun hast, werden diese sich sehr einfach angegriffen fühlen. Aus diesem Grund darfst du nie allgemeine Aussagen treffen. Reduziere dich auf Aussagen, die wie folgt aufgebaut sind:

  • Ich glaube / meine / denke / fühle
  • Das Kind xy wird meiner Meinung nach / nach Meinung von xy das so und so wahrnehmen.
  • Wenn ich mich richtig erinnere, sagt das Regelwerk dazu

2. Konsequenz

Es gibt leider Eltern, die die Botschaft des ersten Gesprächs nicht verstehen. Jetzt muss man als Trainer konsequent werden. Wenn der Elternteil das nicht versteht, spielt das Kind nicht. Da gibt es auch kein Mitleid und keine Nachsicht, egal wie wichtig das Kind für die Mannschaft ist. Das geht so lange, bis der Papa oder die Mama des Kindes verstanden haben, dass man es ernst meint. Wichtig ist hier Durchhaltevermögen und immer wieder die Erklärung, warum das Kind nicht spielt. Der Trainer verliert viel Glaubwürdigkeit und Autorität, wenn er die Konsequenz ohne Besserung im Verhalten aufhebt. 

3. Kollektivität

Kollektivität bedeutet nichts weiter als Gemeinschaftlichkeit. Es ist wichtig, dass sich die Eltern verstanden und wichtig fühlen. Deshalb sollte man als Trainer auf jeden Fall gemeinsame Sache mit den Eltern machen. Der Trainer sollte zum Beispiel die Organisation von Ausflügen, Materialbestellungen, Festen, Fahrgemeinschaften zu den Spielen und Arbeitseinsätzen an die Eltern übergeben. Wichtig ist dabei, dass eine Aufgabe immer nur an ein Elternteil übergeben wird. So sind die Eltern eingebunden und die Kinder glücklich.

4. Regelkatalog

Wenn die Eltern am Spielfeldrand wieder austicken kann der Trainer auch einen Regelkatalog ansetzten. Diesen kann er mit den Vereinsverantwortlichen und Elternvertretern ausarbeiten. Dieser Katalog muss nachvollziehbare Konzequenzen enthalten. Mögliche Konsequenzen sind Ausschluss des Kindes aus einer bestimmten Anzahl Trainingseinheiten bzw. Spielen oder zum Beispiel Geldstrafen zu Gunsten der Mannschaftskasse. 

Der Regelkatalog sollte meiner Meinung nach Regeln, wie zum Beispiel allgemeines Rauch und Trinkverbot auf dem Sportplatz, nur der Trainer bestimmt die Taktik und kritisiert die Spieler, oder der Rasen darf nur von Spielern und Trainern betreten werden. Bei einem solchen Regelkatalog ist es wichtig, dass sich alle daran halten, auch die Gastmannschaft inklusive der Eltern bei Spielen. Hier würde ich als Trainer einfach den Trainer der Gastmannschaft darauf hinweisen und um Verständnis bitten. 

Wenn man diese Regeln befolgt, behält man als Trainer Eltern in den Griff. Ich muss aber dazu noch einmal sagen, dass es auch sehr angenehme Eltern gibt, die diese Zusammenhänge verstehen und sich Vorbildlich verhalten. Diese sollte man unbedingt einbinden, um die schwierigen Eltern einzufangen.

Beispiel-Regelkatalog

  1. Im Mittelpunkt der Mannschaftsaktivitäten stehen die Kinder. Es geht um Fußball und nicht um Freizeitgestaltung für die Eltern.
  2. Die Kinder erscheinen zu jedem Training pünktlich 15 Minuten vor Trainingsbeginn. Trainingsbeginn ist auf dem Platz und nicht beim Umziehen in der Kabine.
  3. Kann ein Kind nicht zum Training kommen, entschuldigt es sich vor dem Training. Das Fehlen beim Training kann die Nichtberücksichtigung in der Aufstellung nach sich ziehen.
  4. Das Training wird vom Trainer / Co-Trainer geleitet. Wenn Eltern das Training unterstützen wollen, stimmen sie das bitte im Vorfeld mit dem Trainer ab.
  5. Feedback zum Training, zur Trainingsmethode, zum Verhalten von Kindern oder vom Trainer / Co-Trainer werden mit dem Trainer oder Co-Trainer besprochen. Kommt es hier zu keiner Lösung, kann mit dem Jugendleiter gesprochen werden. Unstimmigkeiten werden somit nur direkt mit den Betroffenen ausgeräumt.
  6. Die Spiel-Aufstellung wird vom Trainer / Co-Trainer bekannt gegeben und steht nicht zur Diskussion. In der Aufstellung werden Trainingseinsatz, Verhalten und Fähigkeiten der Kinder berücksichtigt.
  7. Taktische Weisungen kommen ausschließlich vom Trainer oder Co-Trainer.
  8. Eltern sind bei allen Spielen willkommen. Die Eltern feuern ihre Kinder an. Es unterbleibt jede Form von Aggression. Gegenüber unsere Gegnern verhalten wir uns sportlich fair. Wir sind gute Sieger und Verlierer.
  9. Schiedrichterentscheidungen stehen nicht zur Diskussion für die Eltern. Sollten wir der Meinung sein, dass eine Entscheidung nicht korrekt ist, werden der Kapitän oder der Trainer protestieren. 
  10. Wir sind unseren Kindern ein Vorbild. Das bedeutet auch, dass wir uns als gute Gastgeber oder gute Gäste präsentieren. Bei Veranstaltungen des Kinder- und Jugendfußballs wird nicht geraucht und kein Alkohol getrunken.
  11. An der Unterstützung des Vereins und der Mannschaftaktivitäten beteiligen sich alle Eltern gleicher Maßen.
  12. Verstöße von Eltern gegen den Regelkatalog werden mit einer Spende von 5€ an die Mannschaftskasse je Verstoß geahndet. Unabhängig davon steht es dem Trainer frei, ggf. das Kind der Sünders vom Training oder Spiel auszuschließen.
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😞Pech gehabt – Hand kaputt😞

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Liebe Community, ich bin ja in den letzten Monaten kaum dazu gekommen, etwas zu schreiben. Jetzt habe ich leider plötzlich mehr Zeit 😞. Ich habe mir meine Hand gebrochen. Genauer gesagt meinen Mittelhandknochen und noch genauer der vierte an der linken Hand. Das heißt ich muss jetzt erstmal eine Zwangspause vom Sport nehmen. Wie lange steht hier noch nicht fest, da ich operiert werden muss.

Es handelt sich nämlich um einen Spiralbruch. Der Bruch ist also nicht gerade durch sondern spiralförmig und der obere Teil des Knochens ist etwas abgerutscht. Diese Fehlstellung sollte behoben werden.

Vor allem für mich als Torspieler ist eine gut funktionierende Hand enorm wichtig, weshalb ich mich für die Operation entschieden habe. Diese folgt im Laufe der nächsten Woche. Bei dem Eingriff wird unter Vollnarkose ein Schnitt über dem Bruch gesetzt, um den gebrochenen Knochen freizulegen. Dann versucht der Handchiroge den Bruch zu fixieren und in die Ausgangslage zu bringen. Anschließend fixiert man die Knochenteile mit Drähten, Schrauben oder einer Platte. Das ganze entscheidet dann auch, wie lange ich außer Gefecht gesetzt werde. Die Platte und die Drähte müsste man nämlich wieder bei vollständiger Heilung entfernen, während die Schrauben drin bleiben können, so lange sie nicht stören.

Zwei Wochen nach der Operation darf ich keinen Sport machen, weil die Schnittnarbe sonst schwillt, aufplatzen oder sich infizieren könnte. Je nach dem wie es dann geht, gibt es danach dann Konditionstraining. Wenn der Bruch vollständig verheilt ist, fang ich in etwa 4 Wochen mit Wiederaufbautraining an. Bis ich wieder voll einsatzfähig bin wird es ca. 6-8 Wochen dauern😞.

Für euch heißt das, obwohl ich mehr Zeit habe, kann ich weniger machen. Es wird also noch weniger auf Torspielrtraining.de geben. Ich habe nur eine Hand zur Verfügung und alles dementsprechend dauert länger. Es wird sich zeigen, wie gut ich den Rhythmus für die nächsten Wochen mit Schule, Untersuchungen, Operation, Reha und Training hinbekomme, so dass ich am Ende noch hin und wieder Zeit habe, um Artikel zu schreiben. Ich werde euch auf jeden Fall auf dem laufenden Halten.

Ich bedanke mich im Voraus schon mal für euer Verständnis und eure Unterstützung durch diese schwere Zeit für mich.

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Das Warm up von Ederson

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Ederson, der frisch gebackene englische Meister mit einem sehr guten Warm Up vor dem Spiel.

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Theo ist wieder einmal zurück

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Hallo liebe Torspieler und Torspielerinnen, Torspielertrainer und Torspielertrainerinnen und alle die etwas mit dem Fußball-Tor zu tun haben. Hier mein erstes Lebenszeichen nach mehreren Wochen. Zu allererst muss ich mich bei euch entschuldigen. Es tut mir leid, dass ihr keine Artikel von mir bekommen habt und euch nicht auf diese freuen und diese lesen konntet. Es tut mir leid und ich bitte aufrichtig um Entschuldigung und gelobe Besserung.

Ich will euch erklären, warum ihr so lange nichts mehr von mir gehört habt.

1. Vereinswechsel

Zu erst die für einige etwas erfreuliche Nachricht. In der letzten Zeit habe ich mich sehr damit beschäftigt den Verein zu wechseln. Dieser Wechsel hat sehr viele Ressourcen abverlangt. Allen voran Zeit. Jetzt bin ich aber froh, dass ich in der nächsten Saison bei einem anderen Verein spielen werde. Das ist für mich und meine Entwicklung ein wichtiger Schritt, der für alle Beteiligten ein sehr befriedigendes Ergebnis ist. In diesem Rahmen will ich mich auch bei meinem alten Verein, dem FC Esslingen, bedanken. Vielen Dank für eine tolle Zeit und viel Unterstützung. Ich habe viele gute Freunde gefunden, die ich schmerzlich vermissen werde.

2. Die neue Datenschutz Grundverordnung

Die neue Datenschutz Grundverordnung ist eine Sache für sich. Sogar das Rechtschreibesystem auf meinem Handy sagt, dass das falsch ist. Ich bin kein Datenschutzexperte, aber mir wird das Ausmaß des ganzen an den etlichen E-Mails bewusst, die ich jeden Tag bekomme. Jedes System hat eine neue AGB, der man noch mal und nochmal zustimmen muss. Man wird sehen, was die neue Verordnung für eine Auswirkung auf Deutschland und dessen Wirtschaft haben wird.

Diese neue Verordnung ging nicht Spurlos an mir vorbei. Zum einen natürlich die ganzen Benachrichtigung, zum anderen aber natürlich auch wegen der Internetseite. Plötzlich funktionieren die Dinge nicht mehr so, wie sie sollen. Das ganze beansprucht nicht nur meine Nerven sondern auch mehr, als meine technischen Fähigkeiten zulassen. Mein Vater muss also herhalten und daran arbeiten, dass alles wieder funktioniert. Das ist nicht selbstverständlich, da er selbst nicht arbeitslos ist und den ganzen Tag nur darauf wartet, von mir beschäftigt zu werden. Auch hier noch mal auf diesem Weg vielen Dank dafür, Papa. Ich brauche also mehrere Updates für meine Seite, die auch mein Vater nicht hinbekommt. Ursprünglich war dafür eine mal die Spendenaktion gedacht, die ich vor einiger Zeit versucht habe. Diese sollte mir die Mittel bereitstellen diese Updates von Experten durchführen zu lassen. Da das aber nicht erfolgreich war müssen wir jetzt gucken, was wir machen. Diese Experten hätten aber auch durch die Datenschutz Grundverordnung keine Zeit meine Probleme zu bearbeiten.

3. Veranstaltungen

Ich hatte die Möglichkeit an einigen megageilen Veranstaltungen teilzunehmen. Die Chance habe ich genutzt und deshalb habt Ihr nichts von mir gehört.

Torwarttrainer Lehrgang
Torwarttrainer Lehrgang

Da sich meine Situation noch nicht wirklich verbessert hat, werde ich in der nächsten Zeit erstmal nur maximal 3 Beiträge pro Woche veröffentlichen. Ich werde mich bemühen, dass diese euren Ansprüchen gerecht werden.

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Das Buch „Überflieger“

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Das Buch „Überflieger“ hat mein Vater von einem andalusischem Kollegen und Freund geschenkt bekommen, als dieser ihn in Stuttgart besucht hat. Ich habe mir das Buch dann irgendwann genommen und es gelesen.

Das Buch Überflieger von dem renommiertem Autor Malcolm Gladwell handelt vom Erfolg. Viel konkreter befasst es sich damit, warum manche Menschen erfolgreicher sind als andere. Das Buch thematisiert zwar nicht direkt den Fußball, die Prinzipien sind aber übertragbar.

Ein Bespiel dafür ist im Buch zum relativen Alter. Das relative Alter ist ein komplizierter Effekt, der sich auf den Geburtsmonat bezieht. Je früher man im Jahr geboren wird, desto besser ist das bezogen auf den Erfolg im Leben. Früher in einem Jahrgang Geborene sidn den später geborenen Kindern um ein paar Monate voraus und das reicht, um diesen bei Sichtungen koordinativ überlegen zu sein. Es scheint dann so als wären die Kinder besser, was aber nur zum Teil stimmt. Sie sind nicht besser sondern auf einer höheren Entwicklungsstufe, die jüngere Kinder aufgrund der fehlenden Monate noch nicht erreicht haben können. Also wird man ausgewählt und speziell gefördert, so dass der Unterschied zwischen den jungen und älteren Kindern immer größer wird.

Diesen Effekt erklärt Gladwell an Hand der Eishockey-Ligen und dem Fördersystem in Kanada. Das Ergebnis ist nach meinen Ausführungen klar. Fast alle Kinder der Eishockeyförderteams wurden im ersten Drittel des Jahres geboren. Das man das Prinzip des Buches Übertragen kann macht ein Beispiel besonders deutlich. Wie ihr wisst, war ich beim DFB-Torwart-Elite-Camp in Bad Gögging. Bei einem Blick auf die Teilnehmerliste ist mir auch hier der gleiche Effekt aufgefallen. Ich finde das sehr spannend.

Diagramm Geburtsmonat der aktuellen U-National-Torhüter des DFB (Stand: April 2018)
Geburtsmonat der aktuellen U-National-Torhüter des DFB (Stand: April 2018) – Es ist eine klare Häufung der frühen Monate (Januar – April) erkennbar.

Das Buch geht aber nicht nur um das Prinzip des relativen Alters. Neben dem relativen Alter ist eine Kernaussage die sogenannte 10.000-Stunden-Regel. Diese besagt: Wenn du in etwas richtig gut sein willst, musst du dich 10000 Stunden damit auseinandersetzen. Ein Tag hat 24 Stunden. Davon schläft man 10 Stunden, das heißt es bleiben 14 Stunden übrig. 8 Stunden ist man in der Schule oder in der Arbeit. Damit bleiben für den Erfolg 6 Stunden jeden Tag. Wenn man davon jetzt noch 2 Stunden für sonstiges wie Anreise, Essen etc. abzieht hat man 4 Stunden Zeit, um zu trainieren.

Wenn dieser Tagesablauf jeden Tag so durchgezogen wird braucht man 6,8 Jahre sprich 2.500 Tage. Um diese Größenordnung mal deutlich zu machen, man hätte jeden Tag 4 Stunden Training. Wenn man im Schnitt pro Tag 2 Stunden Training hat braucht man 13,6 Jahre. Wenn man das kurz überprüft. Die meisten Fußballprofis fangen mit 6 an und werden mit ca 19 Profi. Die Differenz sind 13 Jahre. Passt also.

Ein weiteres sehr faszinierendes Beispiel ist das, bei dem ein Engländer eine Fluggesellschaft vor der Insolvenz rettet. Besonders faszinieren ist hier warum diese Fluggesellschaft von der Insolvenz bedroht ist und wie er sie dann rettet. Das Problem der Fluggesellschaft war eine erhöhte Absturzrate aufgrund der kultureller Eigenheiten der Piloten. Die Fluggesellschaft war koreanisch. Dort und auch in vielen anderen Ländern ist die Distanz zu Autoritäten besonders hoch. Das führt dazu, dass die Co-Piloten den Piloten nicht auf Fehler hinweisen. Das heißt, dass die Situation nur von einem Piloten beurteilt wird. Bekanntlich sehen vier Augen mehr als zwei, wodurch die Fehlerhäufigkeit drastisch zunimmt, wenn der Co-Pilot nicht mitarbeitet. Gelöst wurde das Problem durch die Einführung von Englisch als Amtssprache im Cockpit. Die andere Sprache hat den Piloten die Möglichkeit gegeben, in eine neue Welt einzutauchen und seine kulturellen Herkunft zu entfliehen.

Kultur und deren Prägung auf eine Person geht aber noch viel weiter und kann im Zweifel entscheiden ob man Erfolg hat oder nicht. Die asiatische Kultur ist vor allem durch den Anbau von Reis geprägt worden. Bei einem Reisfeld korreliert die investierte Arbeit direkt mit dem Erwerb. Das heißt, dass je mehr man arbeitet, desto mehr Reis bekommt man am Ende auch. Außerdem gibt es auch in China traditionelle Standardabgaben. Das heißt man kann auch am Ende von der geleisteten Arbeit profitieren. So was prägt dann eine gesamte Kultur und sogar ein Land. Sprichwörter wie “Wer 365 Tage im Jahr vor Sonnenaufgang aufsteht, kann gar nicht anders als seine Familie reich zu machen“, belegen das. Wie schon gesagt ist die 10.000-Stunden-Regel sehr wichtig für den Erfolg. Für Asiaten ist also einfacher diese 10000 Stunden zu absolvieren, da sie kulturell schon vorgeprägt sind.

Die Sache mit der Kultur geht aber noch viel tiefer. Das komplette Sprachsystem ist in China zum Beispiel sehr unkompliziert. Während es in Deutschland etliche Ausnahmen gibt steckt hinter dem kompletten zählen in China ein einfaches System. Das Ganze heißt dann, dass chinesische Kinder mit 4 Jahren bis 40 zählen können, während deutsche Kinder noch zwei Jahre brauchen. In Deutschland sagt man zum Beispiel zwölf, während es in China zehn und zwei heißt. Dieser kulturell bedingte Vorteil sorgt dafür, dass chinesischen Kindern in der Schule weniger die Angst vor Mathe beigebracht wird, da alles so einfach ist. In Deutschland tritt dieser Effekt genau umgekehrt ein. Alles ist kompliziert, also habe ich kein Bock mehr auf Mathe. Gepaart mit der höheren Leistungsbereitschaft, ergibt das viel bessere chinesische Leistungen in Mathematik als in Deutschland.

Man erkennt schon, dass das Buch zwar nichts mit Fußball zu tun hat, aufgrund seiner Brillianz und seiner hervorragenden Erklärweise absolut lesenswert ist. Nach meiner Meinung ist diese Buch ein Meisterwerk und ein Muss für alle, die Erfolg haben wollen.

Hier könnt ihr das Buch bei Amazon bestellen




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Torlinientechnik in Aktion

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Die Technisierung im Fußball trifft nicht immer nur auf Zustimmung. Hier sieht man allerdings wie gut manche Sachen schon funktionieren und dem menschlichen Sehvermögen weit voraus sind.




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DFB Torwart Elite Camp April 2018 in Bad Gögging

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Seit Montag, 09.04.2018 bis heute war es wieder soweit. Es findet wieder ein Torwart Elite Camp des DFBs in Bad Gögging statt. Bei diesem Camp werden die Torspieler aus den U-Nationalmannschaften eingeladen, um mit ihnen an spezifischen Themen und der Vorbereitung auf die U-Weltmeisterschaften und die U-Europameisterschaften zu arbeiten.

Das Camp ist für den Torwartbereich des DFB und alle anderen, die etwas tiefer mit der Materie vertraut sind eine große Sache. Der DFB zeigt transparent seine favorisierten Übungen für den Topbereich und Trainingsmethoden sowie seine Philosophie. (Die Übungen sind alle nicht für den Leistungsbereich der unteren Ligen geeignet.) Es treffen die besten Trainer auf die besten Torhüter. Die machen dann noch ein gemeinsames Training. Allein deshalb sollte es also sehr interessant sein dieses Camp zu besuchen. Man sieht die besten Trainer in Aktion und kann sich bei denen alles anschauen und für den oberen Leistungsbereich abschauen was man will.

Nicht nur das man bei dem Elite Torwart Camp in Bad Gögging die Möglichkeit hat seinen eigenen Trainingsstil weiterzuentwickeln und seinem Trainingsarchiv die ein oder anderen Übungen hinzuzufügen. Man hat hat auch die Möglichkeit die vom DFB ausgewählten besten Torspieler ihrer Generation kennen zu lernen und ihnen beim Training zu zuschauen. Das kann sehr gut für das eigene Training sein. Man lernt das obere Leistungsende kennen und sieht wie es die Profis machen. Der Zuschauer lernt neue Techniken kennen und erkennt die ein oder andere Feinheit in den Bewegungsabläufen. Und zu sehen, wie das Torspieler machen, die ihren Lebtag nichts anderes machen kann da schon erleuchtend wirken.

Neben dem klassischen Fußballtraining gibt es außerdem noch Einheiten zum Thema Psychologie, Athletik und Koordination. Also alles was das Sportlerherz begehren kann.

Letztes Jahr gab es dieses Camp schon unter der Leitung von Marc Ziegler und dem U21 Torwarttrainer Klaus Tomforde. Andi Köpke war ebenfalls anwesend um sich anzusehen was auf ihn als Torwarttrainer der Nationalmannschaft zukommt.

Ich selbst habe dazu ja auch zwei Beiträge gepostet

Wie der Zufall so will, habe ich auch die Möglichkeit bekommen mir dieses Camp als Außenstehender mal anzusehen. Über meine Beobachtungen vor Ort werdet ihr noch mehr hören, denn ich habe viele spannende Interviews in Planung und werde ebenfalls ein oder zwei Artikel dazu posten.

Hier gibt es einige erste Impressionen zum Camp

 

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Interview Herrmann Haas, Torspielertrainer und Veranstalter von Keepermania

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Über die Person

Bild Hermann Haas, Veranstalter von Keepermania
Hermann Haas, Veranstalter von Keepermania

Herrmann Haas lebt in der Schweiz. Er hat die Torspielertrainer Ausbildung in der Schweiz bis zum höchstem Diplom (Niveau 3) absolviert. Das berechtigt bis zur höchsten Liga.

Beim FC Thun ist er nebenberuflich Torspielertrainer der U18 und U21. Das sind die regulären Altersklassen in der Schweiz. In Deutschland haben wir ja die U17 (B-Jugend), U19 (A-Jugend) und U21 als reguläre Altersklassen für die Ligen bzw. als Orientierungen in der Jugendarbeit. Mit den Torspielern des FC Thun trainiert er dreimal jede Woche. Daneben macht er einmal je Woche ein Training mit Nachwuchstorspielern in der Region.

Ich bin auf Herrmann wegen seines Turniers Keepermania aufmerksam geworden und habe ihn deshalb um ein kleines Interview gebeten.

Interview

Theo: Wie bist du auf die Idee Keepermania gekommen?

Herrmann: Keepermania ist ein Turnier Torspieler gegen Torspieler – 1 gegen 1. Die Tore sind 20 Meter auseinander. Auf die Idee bin ich in einem Training gekommen. Das machen wir manchmal zum Trainingsabschluss. Wir könnte da ein Turnier ausschreiben und ein gelungener Anlass unter Torspieler zu organisieren.

Ich hatte es mal versucht und hatte um 50 Teilnehmer im ersten Jahr. Letztes Jahr waren es über 70 Teilnehmer in 7 Kategorien nach Altersklassen.

Ich würde mich freuen mal Teilnehmer aus Deutschland zu begrüßen.

Theo: Wie bist du auf den Namen gekommen?

Herrmann: Ja, das ist eine kleine WM unter Torspielern. Es tönt doch besser weder Torspielerwettkampf oder so. Keepermania = Spektakel unter Torspielern.

Theo: Warum machst du das?

Herrmann: Zur Freude für die Jungs und Girls am Abschluss der Saison. Die Keeper sind den ganzen Tag unter sich. Von den Jungen bis zu den Älteren, Männer und Frauen. Da ergeben sich viele interessante Gespräche und es ist ein cooler Anlass. Ich bin immer für was Neues zu haben. Freude und Wettkampf sind dafür ein guter Anlass.

Theo: Wie sind die Regeln?

Herrmann: Gespielt wird in den Kategorien A= Aktive und A Jugend, B = B Jugend, immer nach JG 2 zusammen und F = Frauen. Kat. A, B, C, F, 30+ spielen auf 7 Meter Tore. Kat. D und E spielen auf 5 Meter Tore.

Spielzeit beträgt für alle 2 Minuten und werden von der Jury an und abgepfiffen. Der Spieler der als erster aufgeführt ist, hat der Zaun im Rücken, spielt Richtung Dorf und hat Anspiel. Die Mittellinie ist markiert und darf nicht übertreten werden. Es darf mit dem Fuss gespielt oder mit der Hand geworfen werden.

Abschlusszeit innert 5 Sekunden, um ein Zeitspiel zu vermeiden. Wenn der Ball das Spielfeld verlässt, wird es auf dieser Seite fortgesetzt wo der Ball über die Linie geht.  Wird der Ball von einem Torspieler abgewehrt und geht auf die Gegenseite, kann dieser das Spiel fortsetzen.

Theo: Was muss man machen um sich bei dir anzumelden?

Herrmann: Dafür gibt es eine Internetseite (Keepermania). Folgende Angaben werden benötigt: Name, Vorname, Geburtsdatum, Kategorie, E-Mail, Natel (Natel = Mobiltelefonnummer), Verein. Und schon bist Du dabei. Der Spielplan wird den Teilnehmern etwa 10 Tage vor dem Anlass per E-Mail zugesendet.

Theo: Wie hoch sind die Kosten?

Herrmann: 40 (Schweizer) Franken pro Keeper. Darin ist ein Burger zum Mittagessen enthalten.

Theo: Was haben die Spieler davon?

Herrmann: Ein Tag Freude und Spaß, ein Event unter Torspieler und Torspielerinnen.

Für die ersten 4 pro Kategorie gibt es Preise. Torspieler von Nah und Fern die sich an diesem Anlass kennen lernen. Vielleicht Freunde für immer.

Theo: Was bringt dir dieses Event?

Herrmann: Ein Tag Fun mit Gleichgesinnten. Die ganze Vorbereitung und Organisation darf man gar nicht rechnen. Ich mache dies für die Jugend als Freizeitbeschäftigung.

Natürlich habe ich auch Helfer und Sponsoren. Danke auch an alle Helfer! Ohne sie geht nichts! Un natürlich danke ich auch allen Sponsoren.

Ich freue mich auf zahlreiche Teilnehmer und einen unfallfreien Tag

Theo: Danke für das Interview.




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Ergebnis und Rückblick zur Crowdfunding-Aktion

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Liebe Community, nach Ostern und Ostern-Camps bin ich jetzt wieder da. Als erstes werde ich mein Top-Thema der letzten Wochen reflektieren. Ich habe versucht, die Finanzierung der notwendigen Arbeiten zur Fortführung und Weiterentwicklung des Web-Magazins torspielertraining.de über ein Crowdfunding zu finanzieren. Leider bin ich damit ziemlich knapp gescheitert. Es kamen über 1.000€ zusammen. Das ist relaxtiv viel und viel mehr, als mir viele vorher gesagt haben. Es hat aber nicht gereicht und so geht das Geld an die Unterstützer zurück.

Ich danke alle, die nicht nur diskutiert haben, sondern einfach ein paar Euro spenden wollten.

Vielen Dank an alle Unterstützer!

Jetzt gab es Ratschläge, ich soll doch mitnehmen, was gekommen ist. Dagegen habe ich mich klar ausgesprochen. Das Geld hatte einen klar benannten Verwendungszweck. Dieser war mit dem Betrag nicht umsetzbar. Also kann ich das Geld nicht annehmen. Es geht ja darum, dass Ihr etwas davon habt und nicht, dass ich ein paar Euros bekomme.

Rückwirkend kann ich Folgendes zu der Aktion sagen

  1. Es gibt eine relativ starke Unterstützung für mich und die Plattform. Es gab eine Person, der war die Unterstützung sagenhafte 400€ wert!
  2. Crowdfunding ist ein Mittel zur Finanzierung von Fußball-Projekten.
  3. Die Crowdfunding-Plattform kicker-crowd.de ist auch noch beim Lernen, wie man richtiges Crowdfunding macht.
  4. Ich habe in der Abwicklung Fehler gemacht, aus denen ich gelernt habe.

Über die Unterstützung habe ich mich gefreut. Es gab aber auch viele Hinweise, dass man das nicht so macht und dass man nicht um Geld bittet. Auf meine Fragen hin, was man denn besser macht und wie man die Finanzierung sonst angehen sollte, habe ich aber keine Antworten bekommen. Ich denke, die Diskussion war von soviel Unsicherheit geprägt, wie Sie auch bei mir vorhanden war. Ich habe es aber versucht und kann jetzt zumindest dazu Hinweise geben, wie man es wirklich besser macht.

Eine wesentliche Erkenntnis für mich war, Crowdfunding ist eine Finanzierungsform, die für Fußballprojekte geeignet ist. Sie ist gerade für lokale Projekte, wie Vereinsfinanzierung, sehr sinnvoll. Crowdfunding für überregionale Projekte, wie die Finanzierung von torspielertraining.de, ist schwieriger. Bei überregionalen Projekten fühlen sich weniger Menschen verantwortlich. Da geht es oft um Sympathie und Antipathie. Zum Beispiel schrieb mir ein Fan von torspielertraining.de, er gibt nichts, weil das heißt ja Torwart. Torspieler gibt es für ihn nicht. Das ist natürlich ein schlagendes Argument, welches andere vielleicht genau anders herum formulieren würden.

Trotzdem glaube ich, kann man auch überregionale Projekte wie torspielertraining.de mit Crowdfunding finanzieren. Es gibt dazu aber in Deutschland bisher wenig Erfahrung. Ein Aspekt ist die Ausrichtung von Kicker-Crowd. Als Problem auf der Seite von kicker-crowd habe ich folgende Punkte festgestellt:

  • Wer spenden will, muss bei Kicker Crowd auf einen Button „In den Warenkorb“ klicken. Die Unterstützer wollen aber nichts kaufen. Die wollen vielleicht nur 1-2€ abgeben und dann wieder ihre Ruhe haben. Da die Unterstützer dann verwirrt sind, brechen sie ab und sind weg. Das sollte durch Kicker Crowd geändert werden.
  • Viele Unterstützer sind eben Fußballer und keine Rechtsanwälte. Wie der Ablauf des Spendens ist, wird auf der Seite Kicker Crowd nicht richtig dargestellt. Da wäre ein Erklärvideo oder etwas Ähnliches gut. Das habe ich aber auch nicht gut gemacht. Ich habe dann zwar noch ein Video als Erklärung gemacht. Das hat aber auch nicht zu mehr Verständnis geführt. Da würde ich mir auf jeden Fall etwas von Kicker Crowd wünschen.
  • Dann ist für viele das ständige Neuladen der Seite Kicker Crowd nervend. Jemand, der vielleicht morgens schnell in der S-Bahn unterstützen will, kommt nicht dazu, weil, wenn er alles eingetragen hat, die Seite neu läd und alle Eintragungen weg sind.

In der Abwicklung habe ich auch einige Fehler gemacht. Damit euch so etwas bei euren eigenen Projekten nicht auch passiert, will meine Fehler mit den Verbesserungen hier auch aufschreiben.

  • Wichtig im Vorfeld ist, dass der genaue Ablauf verstanden wird. Dazu macht es Sinn, wichtige Menschen und Menschen, die keine Erfahrungen mit elektronischem Bezahlen und Internet mit einzubinden. Wenn diese den Ablauf nicht verstehen, kann die Aktion kaum erfolgreich werden.
  • Ganz wichtig ist, dass die Multiplikatoren gleich zum Anfang mit einem kleinen Beitrag als Unterstützer auftauchen. Es hilft nicht, wenn diese Geld einsammeln und es ganz zum Schluss einzahlen. Wichtig ist das Bekenntnis der wichtigen Unterstützer ganz zum Anfang. Auf das Signal warten viele andere.
  • Es macht keinen Sinn, ganz zu Anfang der Aktion eine große anonyme Menge anzusprechen. Die Menge reagiert erst, wenn erkannt wird, dass es schon viele Unterstützer gibt. Vor der Aktion sollte man die Schlüssel-Unterstützer einbinden. Danach sollten das Umfeld persönlich angesprochen werden. Whatsapp-Gruppen sind der Tod. Es muss jeder einzeln angesprochen werden. Erst wenn es bereits eine offensichtliche breite Unterstützung gibt, kann man die „unbekannte Masse“ ansprechen. Die reagiert dann auch.
  • Nur weil es Menschen gibt, die eine solche Aktion ablehnen, ist die Aktion nicht schlecht. Es gibt viele Gründe, dagegen zu sein. Das kann natürlich Neid, Mißgunst oder prinzipielles Dagegen sein. Häufig gibt es aber auch durchaus sinnvolle Gründe, die nicht offensichtlich sind. Wenn jemand sagt, er unterstützt lieber das Kinderhospiz, ist das durchaus positiv.




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Schöne Ostern

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Wenn sich zwei Trainer frohe Ostern wünschen




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