Was ist eine Ablösesumme im Transfer von Fußballprofis?

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Heute also das letzte offene Thema aus meiner Befragung auf Facebook. Ich hatte gefragt, welche Themen euch interessieren. Diese habe ich mit diesem Artikel alle erledigt. Das Thema heute also

Was ist eine Ablöse?

Eine Ablösezahlung oder Ablöse ist eine Zahlung von jemandem, der etwas mit Restwert besitzt, an jemanden, der diesen Restwert kauft. Das gilt für Mietverträge, Grundstücksrechte, Werbeverträge und vieles andere.

Fußballprofis haben in der Regel zeitlich befristete Arbeitsverträge. Damit sind die Profis an die Vereine für die Dauer des Vertrags gebunden. Möchte ein Profi jetzt von einem Verein zu einem anderen wechseln, gibt es die Möglichkeiten

  • Der Vertrag ist ausgelaufen und der Profi kann ablösefrei zum neuen Verein wechseln.
  • Der Vertrag hat noch eine Restlaufzeit. Damit hat der Verein das Recht, auf die Leistung durch den Profi zu bestehen. Verzichtet er darauf, lässt er sich das durch die Zahlung einer Ablösesumme

Es gibt also ablösefreie Transfers und Transfers mit teilweise extrem hohen Ablösesumme.

Warum werden manchmal zu Ende des Vertrages noch Ablösen gezahlt?

In einem Profi-Vertrag werden viele Sachen geregelt. Es geht ja nicht nur um die Arbeit als Spieler sondern auch um Sponsorenverträge und alle möglichen anderen Verträge. Diese Verträge haben teilweise andere Laufzeiten. Mitunter wurde auch zum Beispiel die Werbung für ein bestimmtes Produkt in einem Vertrag ausgeschlossen. Mit dem Wechsel zum neuen Verein muss aber dieses Produkt beworben werden. Also muss der Werbepartner sich sein Recht abkaufen lassen.

Wer bekommt die Ablösesumme? Bekommt der Profi die Ablösesumme?

Nein, der Profi ist an der Ablösesumme in der Regel nicht beteiligt, wenn alles sauber abläuft. Mitunter gibt es aber verdeckte Beraterkonstellationen, die eine Beteiligung des Profis an der Ablöse sicher stellen.

In der Regel fließt das Geld vom Verein, zu dem der Spieler wechselt, zu dem Verein, von dem der Spieler kommt. An den Transfers sind in der Regel Berater beteiligt. Diese werden von den Vereinen bezahlt. Mitunter sind in den Ablösen auch Entschädigungen für Werbepartner enthalten.

Hat die Ablösesumme etwas mit dem Gehalt des Profis zu tun?

Nein, die Ablösesumme hat in keiner Weise etwas mit dem Gehalt des Profis zu tun. Viel wichtiger für die Ablösesumme ist der Werbewert der Spieler, die Notwendigkeiten und Wünsche des Vereins, der den Spieler haben will und die Verträge, die der Spieler in der Vergangenheit gemacht hat.

Warum sind die Ablösesummen so hoch?

Die Frage drängt sich auf. Warum soll es einem Verein 222 Millionen € wert sein, das Neymar kommt. Das kann sich wirtschaftlich nicht rechnen. Tatsache ist, die Top-Profis verdienen und kosten immer mehr. Das ist in allen anderen Bereichen (zum Beispiel Musik) auch so.

Statistik: Teuerste Fußballtransfers weltweit (Stand: 8. Januar 2018; in Millionen Euro) | Statista
Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Ich persönlich habe aber den Verdacht, dass die 222 Millionen € nie gezahlt wurden. Es ging hier wohl eher um eine Machtdemonstration der suppenreichen Clubs. Die wollten damit zeigen: Seht her, was wir hier machen können.

Tatsache ist, außer ein bisschen Prestige, einer saftigen Erhöhung der Trikotpreise und ein vielleicht etwas besserer Zugang zu Sponsoren bringt ein superteurer Einkauf nichts. Also kann man sich auch fragen, was ist der wirtschaftliche Grund? Darauf habe ich leider keine sinnvolle Antwort, außer dass vielleicht ein paar Scheichs zu viel Geld hatten. Das hätte man aber auch in sinnvollere Projekte (zum Beispiel Nachwuchsförderung) stecken können.




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Traumberuf Fußballprofi

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Ein Weg zum Fußball-Profi

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Bei Felix Passlack und Christian Pulisic hat der Sprung zum Fußball-Profi geklappt. Die beiden wurden von BVB-Trainer Thomas Tuchel in den Profi-Kader berufen. Die BVB Ideenfabrik beleuchten (vielleicht doch etwas zu positiv) mit U19 Trainer Hannes Wolf und Cheftrainer Thomas Tuchel den Weg der beiden aus der Dortmunder Jugend bis in den Profikader.




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Videoanalyse bei der U17 des BVB

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Von der Livebeobachtung über die Videoanalyse und der Grundordnung zum passenden System. Wie das ganze in der Praxis bei Borussia Dortmund aussieht seht ihr in diesem Video.




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Fragen an TorspielerTheo

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Heute einmal etwas Neues in der Kategorie “Fragen an TorspielerTheo”. Ich habe Fragen, die ihr mir gestellt habt, an die drei anwesenden Torwarttrainer auf dem Mercedes-Benz Junior Cup 2018 weitergegeben.

Die Fragen waren

  • Welche Trainingsempfehlungen würdest du jemandem geben, der in der Kreisliga spielt und keinen eigenen Torspielertrainer hat?
  • Was würdest du jemandem raten, der nicht in einem NLZ (Nachwuchsleistungszentrum) ist?

Die dritte Frage kennt ihr. Das ist meine Lieblingsfrage, die ich jedem stelle, der sich mit der Position im Tor auskennt.

  • Wie sieht dein Torspieler der Zukunft aus?

Die Antworten lest Ihr unten. Allen dreien sage ich  in eurem Namen herzlichen Dank für ihre Unterstützung.

Beim Turnier anwesend waren

  • Andre Wachter (VfB Stuttgart)
Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwartrainer der U19 des VfB Stuttgart und TorspielerTheo beim Mercedes-Benz Junior Cup 2018
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwartrainer der U19 des VfB Stuttgart und TorspielerTheo beim Mercedes-Benz Junior Cup 2018
  • Dominik Weber
Bild Dominik Weber, Torwartrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim und TorspielerTheo
Dominik Weber, Torwartrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim und TorspielerTheo beim Mercedes-Benz Junior Cup 2018
  • Ilja Hofstaat (Hertha BSC)
Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BFC und TorspielerTheo
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BFC und TorspielerTheo

Frage 1: Welche Trainingsempfehlungen würdest du jemandem geben, der in der Kreisliga spielt und keinen eigenen Torspielertrainer hat?

Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart

Andre Wachter: Das ist eine sehr gute Frage. Ich muss ganz ehrlich sagen, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Bei unseren VfB-Jungs bin ich als Trainer ja immer mit dabei.

Als Torwart ohne Torwarttrainer würde ich auf jeden Fall zuerst einmal schauen, dass vom Cheftrainer Torschussübungen auf den Torhüter umgesetzt werden, die auch sinnvoll sind. Bei Querpässen 5 Meter vor dem Tor mit Abschluss oder die klassische Serie, einer spielt an, ein anderer legt ab und einer haut von 16 Metern in den Winkel, bringen dem Torwart nichts. Dabei kann er nichts lernen.

Bild Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim
Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim

Dominik Weber: Eine Säule des Torwartspiels ist die Spieleröffnung. Man kann sich ohne Torwarttrainer selbstständig beidfüßig isoliert verbessern. Spieleröffnungen als Pass mit Annahme (direkt, zwei Kontakte) gegen eine Wand. Ferner kann man Abwürfe, Flugbälle und Abschläge ins Tornetz, in den Fangzaun oder in Zonen spielen. Um diese Bausteine dann spielnah umzusetzen, kann der Mannschaftstrainer den Torhüter in Passformen oder Spielformen integrieren. Somit ist auch der Mannschaftstrainer ein Torwarttrainer.

Eine weitere Grundlage des Torwartspiels ist die Athletik des Torhüters. Eine Grundfitness kann man sich selbst durch Läufe erarbeiten. Mit einer zusätzlichen Einheit im Fitnessstudio kann man seine Dynamik und Schnelligkeit verbessern.

Im torwarttaktischen Bereich kann man sich auch selbständig weiterentwickeln. Dafür würde ich mir Torhüter auf Top- Niveau anschauen. Wo steht ein Oliver Baumann bei einer Flanke? In welcher Stellung steht er da? Wo steht er bei einem Torschuss? Wo bietet er sich bei einem Rückpass an? Wie organisiert er sein Team?

Im technischen Bereich kann man sich dabei auch vieles abschauen. Wie verhält er sich im  „Eins- gegen Eins“? Wie sieht der technische Ablauf aus? Wie fängt er einen Ball der zentral oder seitlich kommt?

Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC

Ilja Hofstädt: Das kommt sicher darauf an, was derjenige will. Aber ganz ehrlich, ohne Torwarttrainer von der Kreisliga in eine wesentlich höhere Liga zu kommen, halte ich für unrealistisch. „Eigencoaching“ hat ganz klare Grenzen. Das gilt natürlich auch für die eigene Videoanalyse.

Als Torwarttrainer bist du dafür ausgebildet und hast die Erfahrung und um Bewegungsabläufe zu lehren, zu analysieren und die zu steuern. Gerade in den jungen Jahren ist es relativ schwierig, Defizite zu erkennen und zielgerichtet vorhandenes Potenzial zu heben.

Sicher gibt es Möglichkeiten über Video oder Facebook, wo viel angeboten wird. Gutes aber eben auch schlechtes. Ausschließlich damit kann man sich definitiv weiter entwickeln. In jedem Fall empfehle ich einem Kreisliga-Torwart sich einen Partner aus der Mannschaft (sei es ein Mitspieler oder auch der Co-Trainer) zu suchen, der die autodidaktisch erlernten torwartspezifischen Übungen auf Anweisung mit ihm in der Praxis umsetzt. An der „Beckenbauerwand“ alleine geht das nicht. Tatsache bleibt: Höhere Spielklassen ohne Torwarttrainer und regelmäßiges Torwarttraining geht nicht.

Frage 2: Was würdest du jemandem raten, der nicht in einem NLZ (Nachwuchsleistungszentrum) ist?

Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart

Andre Wachter: Erst einmal geduldig bleiben. Die Möglichkeit für eine Fußballlaufbahn besteht ja weiter. Grundsätzlich ist es ja auch eine Frage, auf welchem Niveau sich der junge Torspieler befindet. Die Kinder und Jugendlichen entwickeln sich ja erst. Es ist ja nicht so, dass es grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist, dass einer mit 14 oder 15 noch nicht im NLZ ist, nicht irgend wann noch den Sprung nach oben schaffen kann. Vielleicht klappt es zur U17 oder U19 ins NLZ. Also erst mal geduldig bleiben und weiter arbeiten.

Bild Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim
Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim

Dominik Weber: Wer noch nicht in einem NLZ trainieren darf, muss einfach kontinuierlich weiterarbeiten. Weiterhin seine Stärken einbringen und seine Schwächen minimieren. Natürlich braucht man dazu auch eine Portion Glück um gesichtet zu werden. Um positiv aufzufallen schauen die Scouts auf verschiedene Punkte. Hält der Torhüter viele Bälle? Wie ist er fußballerisch? Wie ist seine Ausstrahlung? Wie verhält er sich gegenüber seinen Mannschaftskammeraden?

Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC

Ilja Hofstädt: Ich würde auf jeden Fall versuchen zu einem Verein zu gehen, der einen Torwarttrainer hat. Der Torwarttrainer muss sich mit dir als Torhüter kontinuierlich beschäftigen. Der muss deine Qualitäten erkennen, deine Stärken und deine Schwächen. Meine klare Empfehlung, gehe dahin, wo der Torwart gezielt gefördert wird. Gehe in einen Verein in dem mindestens einmal, besser zwei oder dreimal in der Woche Torwarttraining angeboten wird.

Frage 3: Wie sieht dein Torspieler der Zukunft aus?

Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart

Andre Wachter: Ich glaube die Position des Torhüters hat sich in der letzten Jahren schon extrem entwickelt. Ich denke, dies Entwicklung wird so anhalten. Ein Torspieler der Zukunft muss stark am Fuß sein, was in den letzten Jahren immer stärker aufgekommen ist. Jetzt zu erkennen ist auch schon, dass der Torhüter immer mehr den Raum verteidigt. Das klassische Flankenabfangen ist allen bekannt. Was aber zunehmend wichtiger wird sind Querpässe in den Strafraum oder Bälle vom 16er Eck. Aber auch in Zukunft wird das Tor verteidigen zu den wichtigsten Aufgaben des Torhüters dazu gehören. Die Spieleröffnung ist inzwischen schon auf einem sehr hohen Niveau. Ich denke, dass sich in den nächsten Jahren bei der Raumverteidigung noch viel entwickeln wird.

Bild Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim
Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim

Dominik Weber: Der Torspieler der Zukunft ist in den Torwarttechniken sehr sauber und fußballerisch beidbeinig sehr gut ausgebildet. Ferner hat er das Spiel verstanden und kann sich taktisch optimal anpassen. Er ist ein athletischer und dynamischer Typ, dem ich den Willen „Bälle zu halten“ in den Augen sehen kann.

Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC

Ilja Hofstädt: Der Torspieler der Zukunft hält alle Bälle und ist ein guter Fußballer. Das Spiel wird immer schneller. Ich glaube, dass du im kognitiven Bereich extrem fit sein musst. Du musst optimal Spielabläufe voraussehen.

Der heutige Torwart muss neben dem „reagieren“ immer mehr  ein proaktiver, best möglich antizipierender und agierenden Mitspieler sein.  Und dieser Prozess steht in direktem Zusammenhang mit der zunehmenden Schnelligkeit im Spiel.  Im athletischen Bereich sind eigentlich alle Top-Torspieler auf einem extrem hohen Niveau.

Es geht also darum, wer kann Situationen besser wahrnehmen, wer kann Situationen schneller entscheiden, wer kann besser Raum verteidigen, wer kann bessere Spieleröffnungen. Ich denke, dass der Torspieler der Zukunft extrem schnell im Erkennen von Situationen und extrem schnell im Entscheiden sein muss.

 




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Wie wird der Titel Welttorhüter vergeben?

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Eine Frage, die sehr viele Torspieler beschäftigt, ist die des Besten der Welt. De Gea, Neuer oder doch Buffon. Diese Frage beschäftigt die Medien. Einen Beitrag zu diesem Thema habe ich ja auch schon mal in der Buchbesprechung „Die 100 besten Torhüter“ veröffentlicht. Außerdem Pflege ich ja eine Statistik Liste der Welttorhüter.

Es gibt zwei Organisationen die jeweils einen Welttorhüter ausrufen. Der eine Verband ist die FIFA. Der zweite Verband ist International Federation of Football History & Statistics kurz IFFHS.

Die IFFHS ehrt jährlich seit 1987 den besten Torhüter der Welt. Laut eigenen Angaben nehmen Fachredaktionen und Experten aus 70 Ländern von allen fußballspielenden Kontinenten teil. Seit 2012 wird auch die Welttorhüterin gewählt. Dieser Titel ist allerdings höchst umstritten den es ist nicht bekannt wer wählt oder wer dahintersteckt.

Der zweite Verband ist die FIFA. Das ist der offizielle Titel der erst seit 2017 verliehen wird. Hier wählt ein Expertengremium aus Ex-Stürmern und Ex-Keepern den Besten der Welt.

Wie ich bei der Buchbesprechung zum Buch „Die 100 besten Torhüter“ schon gesagt habe ist es sehr schwer einen Besten zu nennen. Das ist Geschmacksache. Jeder Torspieler passt zu einem bestimmten Spiel-System oder einer Spielphilosophie. Das heißt es gibt für jedes System einen optimalen Torwart oder Torspieler. Mann kann nicht einfach sagen es gibt einen perfekten Torspieler oder Torwart für alle Systeme und Philosophien.

Einen Torspieler für jede einzelne Philosophie zu wählen wäre kompliziert beziehungsweise unmöglich. Die Masse der Medienkonsumenten würde dies auch nicht verstehen.

Auch wenn dieser Titel natürlich unter den professionellen Keepern sehr begehrt ist sollte man ihn trotzdem mit Vorsicht genießen. Gewählt wird nämlich der, der augenscheinlich am meisten Anteil an einer guten und vor allem erfolgreichen Saison hatte. Paraden sind hier ein ausschlaggebender Faktor.

Wenn zum Beispiel ein hochklassiger Torspieler in einem vom Abstieg bedrohten Verein spielt, kann der nicht Welttorhüter werden. Auch wenn er die meisten Torschüsse abwehrt. Alles kann man nicht halten.

Ein Torschuss heißt immer, dass der Torspieler einen Fehler gemacht hat. Denn er hätte seinen Vorderleuten Anweisungen geben müssen, die diesen Torschuss verhindern. Hat er aber nicht gemacht, weshalb er eingreifen muss und seinen eigenen Fehler korrigieren muss. Für den Außenstehenden sieht es dann so aus, als hätte der Keeper klasse gehalten.

Ein Qualitätsmerkmal eines guten Keepers ist also seine Führungspersönlichkeit. Er kann also theoretisch gar kein Welttorhüter werden, da der führende Torwart nur wenige Bälle auf das Tor bekommt und sich so auch weniger profitieren kann.

Das Fazit ist einfach. Es wird nicht der Beste gewählt, sondern der augenscheinlich Beste mit den meisten Paraden. Sicher spielt die öffentliche Meinung auch eine große Rolle und es wird bestimmt auch Ausnahmen geben.




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Wie kann man eine Halbzeitansprache gestalten?

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Wenige Minuten bleiben dem Trainer zwischen den beiden Spielhälften für die Team-Ansprache. In dieser kurzen Zeit ein Resümee zusammenfassen und eine Analyse für die nächste Halbzeit präsentieren ist nicht einfach. Wie die Halbzeitanalyse aussieht und wie man die Spieler am besten auf die zweite Spielhälfte vorbereitet, erklärt Daniel Farke, Trainer der U23 vom BVB.




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Video zum Mercedes-Benz Junior Cup 2018

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Regio TV hat zum Mercedes-Benz Junior Cup 2018 eine Sondersendung gemacht. Hier könnt ihr diese Sendung sehen.




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Mercedes-Benz Junior Cup in Sindelfingen

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Liebe Community, ich habe euch die letzten Tage ein wenig vernachlässigt. Erst  war ich in Braunschweig und habe mit Sebastian Mundruc gearbeitet. Danach war ich beim Mercedes-Benz Junior Cup in Sindelfingen. Auf Facebook habe ich dazu ein bisschen gepostet.

Der Mercedes-Junior Cup

Der Mercedes-Junior Cup ist ein A-Jugend-Hallenturnier (A-Jugend ist die U21) auf Kunstrasen im Glaspalast in Sindelfingen. Es findet seit 1991 statt und besteht aus zwei Teilen. Das Turnier besteht aus dem Turnier der Azubis der Daimler-Werke und aus einem Turnier von „Profi“-Mannschaften.

In diesem Jahr waren als „Profi-Mannschaften“ dabei

  • VfB Stuttgart
  • Hertha BFC
  • Vikingur Reykjavik
  • Grashopper Club Zürich
  • TSG 1899 Hoffenheim
  • FC Bayern München
  • 1- FC Köln
  • Panathinakios Athen

Hier meine Zusammenfassung zum Turnier:

Meiner Meinung nach waren die Finalisten Hertha und Hoffenheim die besten Mannschaften. Die schönsten Spiele waren Hertha vs. Hoffenheim und Bayern vs. Stuttgart.

Zum besten Torhüter wurde Emil Andri Auðunsson gewählt. Ich finde es schade. Die Wikinger aus Reykjavik haben zwar den kämferischsten Fußball geboten, für den Island bei der letzten EM bekannt geworden ist. Ich sehe das aber eher als Trostpreis. Die Mannschaft, die als schlechsteste abscheidet und von weit her kommt, bekommt zum Trost den Titel „Bester Torhüter“. Das beobachte ich leider bei zahlreichen Turnieren. Damit wird die Position des Torspielers entwertet.

Emil Andri Auðunsson ist ein echter Torhüter. Sein Spiel ist sicher nicht schlecht. Er steht aber nicht annähernd auf dem Leistungsniveau von Jerome Weisheit vom VfB, Isa Dogan von der TSG oder Nikolaos Christogeorgos von Panathinaikos Athen. Das war aus Torwartsicht die Topgruppe der Torwarte.

Bild Isa Dogan, Tor U19 TSG Hoffenheim
Isa Dogan, Tor U19 TSG Hoffenheim

Mein Favorit war Tor war Isa Dogan von der TSG Hoffenheim. Allerdings ist die Bezeichnung Torwart für alle treffend. Der einzige, der einen Ansatz von Torspieler gezeigt hat, war Jerome Weisheit vom VfB. Er ist auch der einzige Tormann, der ein Tor im Turnier geschossen hat. Allerdings die Bezeichnung Torspieler hat keiner der Tormänner im Turnier verdient.

Bild Jerome Weisheit, Tor U19 des VfB Stuttgart
Jerome Weisheit, Tor U19 des VfB Stuttgart

Enttäuscht hat mich auch die Tatsache, dass selbst Vereine wie Hoffenheim oder Stuttgart bei Rückständen einen Feldspieler auf der Torposition bringen müssen. Das kann nicht zielführend sein. Ich denke, dass der deutsche Fußball auf der Torposition mehr ballorientiert werden muss.

Insgesamt ist das Niveau der Tormänner jedoch sehr hoch gewesen. Die wesentlichen Probleme sind fussball-technische Qualität in Drucksituationen, Entscheidungsqualität bei hoher Spielgeschwindigkeit und Spielaufbau. Diese Probleme treten natürlich gerade bei Hallenturnieren mit häufigen Auswechslungen zu Tage. Es sind aber Schwachpunkte, die der DFB erkannt hat und an denen in der Ausbildung im Topbereich gearbeitet wird.

Was mir auch aufgefallen ist, ich habe in den Azubi-Mannschaften von Daimler keine Frau gesehen. Zwar habe ich nicht alle Mannschaften gesehen. Ich denke aber, dass die Daimler-Verantwortlichen im Sinne der selbst gesetzten Leitlinien darüber nachdenken sollten, ob es nicht die eine oder andere Auszubildende am Turnier teilnehmen könnte. Die Förderung von Mädchen und Frauen haben sich DFB und Daimler ja auf die Fahnen geschrieben.

Das Turnier hat Hertha gewonnen. Meinen herzlichen Glückwunsch an die Berliner.

Bild Siegerehrung Mercedes-Benz Junior Cup 2018
Siegerehrung Mercedes-Benz Junior Cup 2018: Die Mannschaft der Hertha BSC darf verdient über den Sieg des Turniers jubeln. Zweiter wurde die TSG 1899 Hoffenheim (links) und Dritter der VFB Stuttgart (rechts).




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Top Skills im Fußball

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