Wie wahrscheinlich / realistisch ist der Traum Fußballprofi zu werden?

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Die Chance Fußballprofi zu werden

Diese Frage stellen sich viele junge Kicker und deshalb bekomme ich diese Frage oft gestellt. Abgetan wird der Traum der Nachwuchskicker von den Erwachsenen dann meist mit der Bemerkung: “Du schaffst das eh nicht!“. Das ist allerdings eine unqualifizierte Aussage. Wie kann man jetzt die Wahrscheinlichkeit dafür berechnen. Dazu brauchen wir erst einmal ein Modell.

Die Annahmen

  • Die erste Annahme, die ich dazu tätige: Jeder Fußballer, der in den ersten drei Deutschen Ligen unter Vertrag steht, ist ein Profi.
  • Die zweite Annahme: Jeder Profi spielt von 20-30 Jahren.
  • Die dritte These ist: Jeder Bundesligaklub hat einen Profikader von im Durchschnitt 20 Spielern. Normalerweise sind es mehr, aber zwanzig vereinfacht mir viele Sachen.
  • Die vierte These: Unglückliche Zufälle wie Vereinswechsel oder Verletzungen gibt es nicht oder werden im Rahmen der gemachten Annahmen ausgeglichen.
  • Die fünfte These: Der DFB ist ein abgeschlossenes System und die Vereine füllen Profiplätze mit Jugendspielern auf.

Alle Annahmen sind prinzipiell natürlich in Frage zu stellen. Im Durchschnitt werden die Annahmen aber nicht schlecht sein.

Jede Mannschaft hat unterschiedlich alte Spieler. Eine Profikarriere dauert 10 Jahre. Das heißt es gibt in einer Mannschaft im Durchschnitt immer zwei Spieler des gleichen Jahrgangs. 2 haben noch 10 Jahre vor sich, 2 haben noch 9 Jahre vor sich und so weiter.

Das würde wiederum bedeuten, dass in jeder Saison jeder Verein 2 neue Spieler benötigt, weil 2 nach jeder Saison aufhören. Das klingt erstmal sehr gut, immerhin wären das 108 neue Profis pro Saison. Jetzt geht es aber darum, diese Lücke zu füllen und wer darauf wartet diese Lücke zu füllen.

Viele Bundesligaverein haben eine zweite Mannschaft. Jeder hat eine u19 Mannschaft. Diese beiden Mannschaften kommen natürlich als erstes in Betracht die Lücke zu füllen.

Wenn jede Position doppelt besetzt ist, gibt es vier Spieler aus der A- und der B- Jugend, die für den Profiplatz in Betracht kommen. Das heißt, dass diese Spieler eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit haben Profi zu werden. Diese Wahrscheinlichkeit wird kleiner, je jünger man ist. Hier bekommt man nämlich Konkurrenz aus dem Umland. Alle wollen bei den Profiklubs unterkommen.

Die Wahrscheinlichkeit

Der DFB hat aktuell 1.8 Millionen Spieler, die jünger als 19 Jahre alt sind registriert. Es gibt aber nur 54 Bundesligaklubs mit möglichen Startplätzen für die Profikarriere. Im oben genannten Modell konkurrieren diese 1.8 Millionen Spieler um 1080 Plätze in den U19 Mannschaften. Das ist eine Chance von 0,06% bzw. etwa einer von 1.700. Das ist sehr wenig.

Damit du die Wahrscheinlichkeit einschätzen kannst: Wer sein Leben lang jede Woche das Spiel 77 der Deutschen Lotto spielt, kommt auf eine Wahrscheinlichkeit auf einen Gewinn in der höchsten Spielklasse von etwa 50%. Lotto spielen ist also im Schnitt erfolgreicher.

Klar kann ein fleißiger Fußballer seine Chance durch die Arbeit an der eigenen Qualität erhöhen. Aber es ist dennoch sehr schwer. Die Konkurrenz ist riesig.

Wenn man aber geschafft hat in einen Profiklub zu kommen, ist die Wahrscheinlichkeit größer. Klar konkurrieren immer noch andere Spieler um den Platz in der nächst höheren Mannschaft. Aber die Zahl der ernst zu nehmenden Konkurrenten wird immer kleiner je älter man wird. Wenn man es geschafft hat in eine U19 oder U23 eines Bundesligaklubs zu kommen ist die Wahrscheinlichkeit 1/20, dass der richtige Spieler in der Profimannschaft ausfällt. Wenn überhaupt jemand ausfällt und dieser dann auch noch ersetzt werden.

Und um diese Stelle konkurrieren dann vier Spieler. Damit hat sich die Wahrscheinllichkeit in der U19 bzw. U23 auf ein achtzigstel verbessert. Das deckt sich auch mit meinen Beobachtungen. Bei Hertha BSC gibt es „die heilige Wand“. Dort hängen die Bilder von den potentiellen Profis. Die Wand bekommt keiner zu sehen, der nicht mit in den Entscheidungsprozess eingebunden ist. Für die ganze Jugendarbeit bei Hertha, und Hertha ist ein Klub, der Jugendarbeit sehr ernst nimmt, gibt es drei Plätze für Bilder von „Nachwuchsprofis“.

Ich hoffe dir ist klar geworden, dass die Wahrscheinlichkeit Profi zu werden extrem gering ist. Natürlich ist das Modell, dass ich aufgestellt habe nicht perfekt. Es gibt Profiklubs die mehr auf ihre Jugend setzten als andere. Je nach dem würde sich dann wieder die geschätzte Wahrscheinlichkeit verändern. Man kann also fest halten, dass man eine riesen Menge Glück braucht um Profi zu werden.




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Fragen an TorspielerTheo: Wie wird man ein Top-Torhüter?

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Frage: Wie wird man ein Top-Torhüter? Wie groß ist die Chance? Mein Sohn ist 13 und Torwart. Er spielt Bezirksliga, war zweimal in der Landesauswahl dabei. Wie kann man ihn mehr fördern? Ehrgeizig ist er. (Die Frage wurde gekürzt, um die Anonymität zu wahren.)

Antwort: 

Wie wird man ein Top-Torhüter? Für mich stellt sich die Frage, wie wird man ein Top-Torspieler, weil die Entwicklung immer mehr in die Richtung Torspieler geht. Bei den Fragen an die Torspielertrainer am Rande des Mercedes-Benz Junior Cups wurden die Entwicklungen immer mehr in Richtung Spieleröffnung und Raumverteidigung gesehen (Fragen an TorspielerTheo). Das wird meiner Meinung nach auch immer mehr Spielaufbau und Erzeugen von Überzahlsituationen sein.

Um zu klären was ist ein Top Torspieler / Torhüter / Torwart, muss uns zunächst klar sein, was wir darunter verstehen. Top bedeutet sehr gut. Dabei passen auch sehr gute Torspieler nicht zu jedem System. Es kann für einen Trainer durchaus Sinn machen, auf den schlechteren Torspieler zu setzen, weil dieser zum System oder zur Mannschaft besser passt.

Man kann den Begriff Top natürlich auch so sehen, dass man die bekannten Stars damit meint. Allerdings bin ich der Meinung, dass eben viele sehr gute Spieler den Sprung zum Star nie schaffen. Das liegt einfach auch daran, dass der Sprung ins Profigeschäft nicht nur Können sondern ganz viel Glück ist. Vielen ist das nicht klar.

Ob ein Kind in der U13- oder U15-Auswahl spielt, hat meiner Meinung nach noch gar nichts damit zu tun, ob es sich um einen potentiellen Profi handelt oder nicht. Natürlich wird an den Stützpunkten gesichtet und die Trainer dort geben sich Mühe. An fast allen Stützpunkt gibt es jedoch keinen Trainer, der wirklich etwas von den Torleuten versteht. Das wird bei den Landesauswahlen zwar tendenziell besser. Wer im Tor spielt hat eben einen schweren Stand.

Was man auch  sehen muss, die meisten wirklich guten Trainer halten sich nicht lange im DFB-Fördersystem auf. Die wechseln zu einem Top-Verein. Gründe sind, dort entsteht schneller ein Netzwerk und die Vereine zahlen besser.

Ich habe in der Vergangenheit viele Spieler gesehen, bei denen ich mich gefragt habe, warum ist ausgerechnet der in der Auswahl und warum der nicht. Wenn man das über Jahre hinweg beobachtet, stellt man fest, dass einen einige Spieler eben später überraschen. Die meisten aber verschwinden irgendwo. Tatsache ist, eine U13-Auswahl hat aus meiner Sicht gar keine Relevanz. Eine U15-Auswahl hat vielleicht eine Minimalchance einzelne Spieler auch in höhere Spielklassen zu bringen.

Wie groß ist die Wahrscheinlichkeit, das ein U13- oder U15-Spieler tatsächlich den Sprung in die 1., 2. oder 3. Liga schafft? Die Aussage ist etwas schwieriger. Was ist ein Erfolg? Geht es um ein Spiel oder geht es darum dort über Jahre im Stammkader zu spielen. Stand Juli 2017 gab es in Deutschland 54 Nachwuchsleistungszentren (NLZ). Jedes NLZ hat pro Jahrgang etwa 2 Torspieler. Da kommen jedes Jahr welche dazu und fallen welche weg. Ab der U17 ist dieser Austausch reduziert. Da kann man Aussagen treffen.

In den NLZ gibt es also ca. 108 Torspieler in einem Jahrgang. Bis in den Profibereich kommen vielleicht noch maximal 10 dazu, wofür natürlich andere wegfallen. Das wären 118 Torspieler. Die 1. bis 3. Liga hat 3 x 18 = 54 Mannschaften. Ein Torspieler, der sich etabliert hat, spielt im Schnitt 10 Jahre.

Damit werden jedes Jahr in Deutschland ca. 10 bis 11 neue Torspieler als Profis benötigt.

Das heißt, die Wahrscheinlichkeit für ein „U17-Talent“ in einem NLZ Profi zu werden beträgt maximal 10%. Ein Arzt würden dazu sagen „in seltenen Fällen“. Für ein U15-Talent würde ich von maximal 5% ausgehen. Der Rest scheitert im besten Sinne des Wortes.  Zu scheitern ist auch gar nichts schlimmes. Es ist eben ein Teil der Persönlichkeitsbildung.

Mein Papa sagt dazu immer:

„Wer erfolgreich sein will, muss akzeptieren, dass er scheitern kann. Ein Erfolg ist nur dann ein Erfolg, wenn das Scheitern eine echte Option war.“

Mir sagte einmal ein Torwarttrainer aus einem NLZ, dessen Namen ich hier nicht nennen will:

„Wir spielen mit den Träumen der Kinder. Die meisten Träume platzen.“ Besser kann man das wohl nicht beschreiben.

Wie geht man jetzt damit um. Ich halte nichts davon, den Kindern zu erzählen, dass sie sowieso nie Profis werden. Wer soll träumen, wenn nicht die Kinder? Allerdings kann man eins sicher sagen, wer nur träumt, wird es nie schaffen. Wer aus seinem Traum ein Ziel macht, das heißt, wer hart arbeitet, Fußball lebt, Fußball denken kann, mit Menschen gut auskommt und Rückschläge ohne seelische Schäden übersteht, der kann es (in seltenen Fällen) schaffen.

Das sollte man den Kindern auch so sagen. Auf dem Weg zum Profi gibt es viele Rückschläge. Darunter leiden oft die Eltern mehr als die Kinder. Da müssen die Eltern dann durch. Bestärkt eure Kinder. Auch wenn es nichts wird, sie lernen wirklich wichtige Sachen für das Leben.

Was ich an dieser Stelle Eltern mit auf den Weg geben will: Richtet euer Leben nicht danach aus, dass die Kinder Fussball spielen. Helfen, unterstützen, trösten und und und was Fußballeltern alles so leisten, ist in Ordnung. Es geht aber immer um das richtige Leben und die Kinder und nie um den Traum.

Ich habe viele junge Menschen getroffen, deren Eltern hatten sich auf Grund der „Fußballkarriere“ des Kindes auseinander gelebt. Viele wollten nach der Scheidung ihrer Eltern kein Fußball mehr spielen. Vergesst, was euch Trainer in den NLZ sagen! Die haben ein momentanes Problem zu lösen und sind deshalb nicht unbedingt immer ganz ehrlich. Stellt euer Kind in den Mittelpunkt aber opfert die Familie nicht dem Eltern-Traum vom Fußballprofi.

Oft hat man bei Kindern und Jugendlichen dann Diskussionen zum Thema Schule. Diese werden abgewürgt mit „Ich werde sowieso Profi.“ Es macht auch keinen Sinn, dagegen anzugehen. Besser ist es, mit den Kindern über einen Plan B zu sprechen. Alle Ex-Profis, die ich kenne, haben am Ende ihrer Karriere irgend etwas gearbeitet. Wenn man jetzt also an ein Kind mit der Argumentation Schule nicht heran kommt, macht es Sinn, über die Zeit nach der Profi-Karriere zu sprechen. Ob das dann mit 19 oder 35 ist, ist ja egal. Damit hilft man dem Kind für das Leben. Vernünftige Schulnoten helfen auf jeden Fall auch, für ein Leben nach der Profilaufbahn.

Wie kann man jetzt einen ehrgeizigen jungen Fußballer sportlich fördern? Auch das ist nicht ganz einfach. Grundsätzlich braucht ein Torspieler immer mindestens einen, besser mehrere Torspielertrainer, die mit ihm arbeiten. Hinzu sollte ein intensives Training von Fußball stattfinden und das Kind sollte häufig spielen. Dabei ist zunächst gar nicht die Spielklasse relevant. Es geht um Praxis.

Mit 13 Jahren ist es unwahrscheinlich wichtig auf Rumpfstabilität zu achten. Ist die nicht vorhanden, rächt sich das später. Rumpfstabi wird für alle Torwarttechniken benötigt. Wenn ein Kind dann einmal 15 Jahre alt ist, muss es sich auch zunehmend mit Beweglichkeit (zum Beispiel Joga oder Turnen) und der professionellen Lebensweise sprich gesundes Essen und Regeneration beschäftigen. Das sind aber Themen, die gehören, wenn es irgend geht, in das Umfeld eines professionellen Trainers.

Zum Schluß zitiere ich Ilja Hofstädt (DFB-U17-Nationaltrainer und Torwartkoordinator bei Hertha BSC) unauthorisiert. Der sagte zu mir:

„Theo, warum willst du Profi werden? Werde Torwarttrainer! Das ist der schönste Beruf, den es gibt. Und da zählt Leistung wirklich.“

Recht hat er. Das ist doch ein guter Plan B, oder?




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Fragen an TorspielerTheo

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Heute einmal etwas Neues in der Kategorie „Fragen an TorspielerTheo“. Ich habe Fragen, die ihr mir gestellt habt, an die drei anwesenden Torwarttrainer auf dem Mercedes-Benz Junior Cup 2018 weitergegeben.

Die Fragen waren

  • Welche Trainingsempfehlungen würdest du jemandem geben, der in der Kreisliga spielt und keinen eigenen Torspielertrainer hat?
  • Was würdest du jemandem raten, der nicht in einem NLZ (Nachwuchsleistungszentrum) ist?

Die dritte Frage kennt ihr. Das ist meine Lieblingsfrage, die ich jedem stelle, der sich mit der Position im Tor auskennt.

  • Wie sieht dein Torspieler der Zukunft aus?

Die Antworten lest Ihr unten. Allen dreien sage ich  in eurem Namen herzlichen Dank für ihre Unterstützung.

Beim Turnier anwesend waren

  • Andre Wachter (VfB Stuttgart)
Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwartrainer der U19 des VfB Stuttgart und TorspielerTheo beim Mercedes-Benz Junior Cup 2018
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwartrainer der U19 des VfB Stuttgart und TorspielerTheo beim Mercedes-Benz Junior Cup 2018
  • Dominik Weber
Bild Dominik Weber, Torwartrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim und TorspielerTheo
Dominik Weber, Torwartrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim und TorspielerTheo beim Mercedes-Benz Junior Cup 2018
  • Ilja Hofstaat (Hertha BSC)
Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BFC und TorspielerTheo
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BFC und TorspielerTheo

Frage 1: Welche Trainingsempfehlungen würdest du jemandem geben, der in der Kreisliga spielt und keinen eigenen Torspielertrainer hat?

Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart

Andre Wachter: Das ist eine sehr gute Frage. Ich muss ganz ehrlich sagen, damit habe ich mich noch nicht beschäftigt. Bei unseren VfB-Jungs bin ich als Trainer ja immer mit dabei.

Als Torwart ohne Torwarttrainer würde ich auf jeden Fall zuerst einmal schauen, dass vom Cheftrainer Torschussübungen auf den Torhüter umgesetzt werden, die auch sinnvoll sind. Bei Querpässen 5 Meter vor dem Tor mit Abschluss oder die klassische Serie, einer spielt an, ein anderer legt ab und einer haut von 16 Metern in den Winkel, bringen dem Torwart nichts. Dabei kann er nichts lernen.

Bild Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim
Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim

Dominik Weber: Eine Säule des Torwartspiels ist die Spieleröffnung. Man kann sich ohne Torwarttrainer selbstständig beidfüßig isoliert verbessern. Spieleröffnungen als Pass mit Annahme (direkt, zwei Kontakte) gegen eine Wand. Ferner kann man Abwürfe, Flugbälle und Abschläge ins Tornetz, in den Fangzaun oder in Zonen spielen. Um diese Bausteine dann spielnah umzusetzen, kann der Mannschaftstrainer den Torhüter in Passformen oder Spielformen integrieren. Somit ist auch der Mannschaftstrainer ein Torwarttrainer.

Eine weitere Grundlage des Torwartspiels ist die Athletik des Torhüters. Eine Grundfitness kann man sich selbst durch Läufe erarbeiten. Mit einer zusätzlichen Einheit im Fitnessstudio kann man seine Dynamik und Schnelligkeit verbessern.

Im torwarttaktischen Bereich kann man sich auch selbständig weiterentwickeln. Dafür würde ich mir Torhüter auf Top- Niveau anschauen. Wo steht ein Oliver Baumann bei einer Flanke? In welcher Stellung steht er da? Wo steht er bei einem Torschuss? Wo bietet er sich bei einem Rückpass an? Wie organisiert er sein Team?

Im technischen Bereich kann man sich dabei auch vieles abschauen. Wie verhält er sich im  „Eins- gegen Eins“? Wie sieht der technische Ablauf aus? Wie fängt er einen Ball der zentral oder seitlich kommt?

Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC

Ilja Hofstädt: Das kommt sicher darauf an, was derjenige will. Aber ganz ehrlich, ohne Torwarttrainer von der Kreisliga in eine wesentlich höhere Liga zu kommen, halte ich für unrealistisch. „Eigencoaching“ hat ganz klare Grenzen. Das gilt natürlich auch für die eigene Videoanalyse.

Als Torwarttrainer bist du dafür ausgebildet und hast die Erfahrung und um Bewegungsabläufe zu lehren, zu analysieren und die zu steuern. Gerade in den jungen Jahren ist es relativ schwierig, Defizite zu erkennen und zielgerichtet vorhandenes Potenzial zu heben.

Sicher gibt es Möglichkeiten über Video oder Facebook, wo viel angeboten wird. Gutes aber eben auch schlechtes. Ausschließlich damit kann man sich definitiv weiter entwickeln. In jedem Fall empfehle ich einem Kreisliga-Torwart sich einen Partner aus der Mannschaft (sei es ein Mitspieler oder auch der Co-Trainer) zu suchen, der die autodidaktisch erlernten torwartspezifischen Übungen auf Anweisung mit ihm in der Praxis umsetzt. An der „Beckenbauerwand“ alleine geht das nicht. Tatsache bleibt: Höhere Spielklassen ohne Torwarttrainer und regelmäßiges Torwarttraining geht nicht.

Frage 2: Was würdest du jemandem raten, der nicht in einem NLZ (Nachwuchsleistungszentrum) ist?

Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart

Andre Wachter: Erst einmal geduldig bleiben. Die Möglichkeit für eine Fußballlaufbahn besteht ja weiter. Grundsätzlich ist es ja auch eine Frage, auf welchem Niveau sich der junge Torspieler befindet. Die Kinder und Jugendlichen entwickeln sich ja erst. Es ist ja nicht so, dass es grundsätzlich nicht ausgeschlossen ist, dass einer mit 14 oder 15 noch nicht im NLZ ist, nicht irgend wann noch den Sprung nach oben schaffen kann. Vielleicht klappt es zur U17 oder U19 ins NLZ. Also erst mal geduldig bleiben und weiter arbeiten.

Bild Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim
Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim

Dominik Weber: Wer noch nicht in einem NLZ trainieren darf, muss einfach kontinuierlich weiterarbeiten. Weiterhin seine Stärken einbringen und seine Schwächen minimieren. Natürlich braucht man dazu auch eine Portion Glück um gesichtet zu werden. Um positiv aufzufallen schauen die Scouts auf verschiedene Punkte. Hält der Torhüter viele Bälle? Wie ist er fußballerisch? Wie ist seine Ausstrahlung? Wie verhält er sich gegenüber seinen Mannschaftskammeraden?

Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC

Ilja Hofstädt: Ich würde auf jeden Fall versuchen zu einem Verein zu gehen, der einen Torwarttrainer hat. Der Torwarttrainer muss sich mit dir als Torhüter kontinuierlich beschäftigen. Der muss deine Qualitäten erkennen, deine Stärken und deine Schwächen. Meine klare Empfehlung, gehe dahin, wo der Torwart gezielt gefördert wird. Gehe in einen Verein in dem mindestens einmal, besser zwei oder dreimal in der Woche Torwarttraining angeboten wird.

Frage 3: Wie sieht dein Torspieler der Zukunft aus?

Bild Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart
Andre Wachter, Torwartkoordinator und Torwarttrainer der U19 des VfB Stuttgart

Andre Wachter: Ich glaube die Position des Torhüters hat sich in der letzten Jahren schon extrem entwickelt. Ich denke, dies Entwicklung wird so anhalten. Ein Torspieler der Zukunft muss stark am Fuß sein, was in den letzten Jahren immer stärker aufgekommen ist. Jetzt zu erkennen ist auch schon, dass der Torhüter immer mehr den Raum verteidigt. Das klassische Flankenabfangen ist allen bekannt. Was aber zunehmend wichtiger wird sind Querpässe in den Strafraum oder Bälle vom 16er Eck. Aber auch in Zukunft wird das Tor verteidigen zu den wichtigsten Aufgaben des Torhüters dazu gehören. Die Spieleröffnung ist inzwischen schon auf einem sehr hohen Niveau. Ich denke, dass sich in den nächsten Jahren bei der Raumverteidigung noch viel entwickeln wird.

Bild Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim
Dominik Weber, Torwarttrainer der U19 der TSG 1899 Hoffenheim

Dominik Weber: Der Torspieler der Zukunft ist in den Torwarttechniken sehr sauber und fußballerisch beidbeinig sehr gut ausgebildet. Ferner hat er das Spiel verstanden und kann sich taktisch optimal anpassen. Er ist ein athletischer und dynamischer Typ, dem ich den Willen „Bälle zu halten“ in den Augen sehen kann.

Bild Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC
Ilja Hofstädt, Torwartkoordinator der Hertha BSC

Ilja Hofstädt: Der Torspieler der Zukunft hält alle Bälle und ist ein guter Fußballer. Das Spiel wird immer schneller. Ich glaube, dass du im kognitiven Bereich extrem fit sein musst. Du musst optimal Spielabläufe voraussehen.

Der heutige Torwart muss neben dem „reagieren“ immer mehr  ein proaktiver, best möglich antizipierender und agierenden Mitspieler sein.  Und dieser Prozess steht in direktem Zusammenhang mit der zunehmenden Schnelligkeit im Spiel.  Im athletischen Bereich sind eigentlich alle Top-Torspieler auf einem extrem hohen Niveau.

Es geht also darum, wer kann Situationen besser wahrnehmen, wer kann Situationen schneller entscheiden, wer kann besser Raum verteidigen, wer kann bessere Spieleröffnungen. Ich denke, dass der Torspieler der Zukunft extrem schnell im Erkennen von Situationen und extrem schnell im Entscheiden sein muss.

 




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Fragen an TorspielerTheo

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Hilfe, ich bin total die Niete im Fußball. Wie kann ich gut werden?

Ich bin total am Ende. Immer wenn wir draußen fussball spielen, bin ich der Schlechteste von allen. Sogar die Jüngeren haben mich eingeholt. Ich war und bin schon immer eine Niete im Fussball gewesen. Ich liebe aber Fussball, weil es einfach hammer ist. Nur es macht mir halt keinen Spaß mehr, wenn ich immer so schlecht bin. Was kann ich nur tun? Auch wenn du mir nicht glaubst, aber ich denke, dass wenn ich das nicht kann, mein ganzes leben irgendwie runtergezogen wird? Dieses Zusammengehörigkeitsgefühl zu den anderen Jungs geht dann weg und ich fühle mich nicht mehr den anderen verbunden und bin denen nicht mehr ebenbürtig. Das macht mich richtig fertig. Ich trainiere immer wieder, aber ich werde nicht besser. Bitte erzähl mir das Geheimnis wie man ein echt guter Fußballer werden kann…bitte!!! Ich bin bald 15 Jahre.

Antwort: Das hört sich nicht so toll  an. Vielleicht vorweg: Es gibt Menschen, die werden es nie lernen. Für die ist Fußball eben leider nichts. Einfaches Beispiel: Ein Mensch, der Erwachsen 1,60 groß ist, nicht räumlich sehen kann und untersetzt gebaut ist, wird niemals Torwart in der ersten Liga werden. Dafür kann er nichts. Dafür kann der Sport eben auch nichts.

Wenn du unbedingt besser werden willst, finde ich das gut. Du solltest sicher trainieren. Beim Training geht es eben nicht darum, dass du irgend etwas trainierst. Erstens musst du das Richtige trainieren und zweitens musst du intensiv trainieren.

Zur Intensität habe ich einen Artikel geschrieben, den du hier nachlesen kannst. Ich schätze, dass du beim Training sehr lasch arbeitest, weil du es eben nicht so gut kannst. Mache intensiv mit.

Damit du aufholst, musst du auch das Richtige trainieren. Das kann ich jetzt nicht beurteilen. Du kannst aber mal deinen Trainer oder deine Freunde fragen, was du nicht richtig kannst. In der Regel sind das

– Koordination

– Ballgefühl

– Schussstärke

– Schussgenauigkeit

– Rumpfstabilität

Wenn die Rumpfstabs und die Koordination nicht vorhanden sind, bekommst du das andere auch nicht hin. Das solltest du also unbedingt für dich alleine trainieren.

Was du auch noch machen kannst, such dir eine Wand oder besser eine Ecke, wo du den Ball gegen beide Wände im Wechsel spielen kannst und hau den Ball 1.000mal am Tag in unterschiedlichen Techniken dagegen. Denk daran, du hast 2 Beine und die müssen beide trainiert werden!

Wenn du Rumpfstabs, Koordination und Ball-gegen-die-Wand-hauen 3 Monate lang machst und im Mannschaftstraining richtig mitarbeitest, bist du in 3 Monaten deutlich besser. Versprochen! Dann musst du deine Schwächen analysieren und an den Schwächen weiter arbeiten, die dich am meisten behindern. Also pack es an!




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Wie wird das Wort Torspieler ins Englische übersetzt?

Die Antwort auf diese Frage, ist gar nicht so einfach. Für den Torwart beziehungsweise den Torhüter gibt es die Übersetzung Keeper bzw. Goalkeeper. Der die Bezeichnung Torspieler hat keine wirkliche Übersetzung.

Die Übersetzung für das englische Wort Keeper ist Wächter, Wärter, Hüter. Ein Goalkeeper ist also der Torwart bzw. der Torhüter. Das sprachliche Bild ist ein beiden Fällen gleich. In die Bezeichnungen wird zwar von einigen eine Differenz hinein interpretiert. Ein Deutschlehrer würde aber wohl sagen, es ist beides identisch.

Für den Begriff Torspieler werden jetzt unterschiedliche Vorschläge gemacht. Die Bezeichnung Goal Player ist aber keine Bezeichnung für Torspieler. Im Englischen heißt der Feldspieler Fielder. Die stumpfe Übersetzung des Wortes Torspieler würde demnach Goal Fielder heißen. Das ist aber wohl nicht wirklich das, was damit gemeint ist.

Mit unter gibt es auch Aussagen, wonach die Übersetzung Sweeper Keeper heißt. Das ist nicht korrekt. Sweeper Keeper ist eine Kehrmaschine. Diese Wort nähert sich zwar schon dem Sinn an. Es nutzt das Synonym für den Libero. Damit bildet es schon eher den Sinn des Torspielers ab, der gemeint ist. Allerdings hat diese Wortkombination dann im englischen eher nichts mehr mit dem Goal Keeper zu tun.

Weiterhin gibt es tatsächlich die englische Wortkombination des Flying Keeper. Das ist aber auch nicht ganz der Sinn, der mit dem Begriff Torspieler transportiert werden soll. Damit wird zwar gesagt, er darf sich auch vom Tor entfernen. Allerdings muss aus dem Wort geschlossen werden, der Tormann bzw. die Torfrau befindet sich nicht dort wo er bzw. sie sein muss oder muss aushelfen, wo es gerade Probleme gibt. Der Sinn des Wortes Torspieler ist ja, dass dieser, wenn es die spielerische Situation erfordert, vor der Verteidigung spielen muss. Er ist auch kein Notfall-Assitent.

Praktisch ist das Wort Torspieler ja eine Wortschöpfung aus Tor-Wart (Wärter, vergleichbar Hauswart bzw. Hausmeister) und Feld-Spieler. Es geht hier also darum eine Philosophie deutlich zu machen. Der Torspieler ist fest mit der Philosophie des ballorientierten Spiels (BOS) verbunden. Ich denke, das kann keine Übersetzung leisten. Aus diesem Grund würde ich das Wort gar nicht übersetzen.

Dafür, dass Worte nicht übersetzt werden, gibt es zahlreiche Beispiele. Das englische Wort live hat im deutschen keine Entsprechung. Es wird einfach behandelt, als wäre es deutsch. In den USA verwendet man das deutsche Wort Kindergarten, wie ein englisches Wort. Kindergarten ist eine Philosophie, die es im Englischen nicht gibt.

Ich würde das Wort also erläutern. Hier ein Beispiel:

I’m a Torspieler. Torspieler is a German word. It is a kind of the position Goalkeeper following the philosophy of ball-oriented match philosophy.




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Frage: Warum wird der Torspieler vor dem Anpfiff gefragt ob er bereit ist?

Antwort: Diese Frage erreicht mich sehr oft und ich hoffe ich kann sie zum Verständnis aller mit meinem vorhandenen Wissen beantworten.

Der Torwart ist seit Anbeginn des Fußballs eine besondere Person von besonderer Bedeutung. Heute vielleicht mehr wie in den Anfangsjahren des Fußballs.

Mit dem ersten Niederschreiben des Regelwerks wurde der Torwart natürlich auch berücksichtigt. Er durfte und darf den Ball in einem bestimmten Bereich mit der Hand spielen. Der Torwart muss von den anderen Spielern und dem Schiedsrichter farblich klar zu unterscheiden sein. Der Keeper darf als einziger zusätzliche Schutzausrüstung tragen. Kurz der Torspieler war schon recht früh regeltechnisch eine einzige Ausnahme.

So kommt es auch, dass das Spiel nicht ohne den Torwart beginnen oder fortgesetzt werden kann. Wenn er ein Problem hat muss das Spiel unterbrochen werden. Auch wenn nur ein Schnürsenkel auf ist. Wenn sich der Torspieler verletzen sollte wird er so lange behandelt, bis er weiter spielen kann oder ausgewechselt wird.

Die meisten Schiedsrichter wollen das Spiel möglichst lange laufen lassen. Also fragen die Schiedsrichter die Torhüter, ob sie fertig und bereit sind, um eine direkte Unterbrechung des Spiels durch den Torwart nach Anpfiff zu verhindern.

Ein Beispiel:

Der Schiedsrichter pfeift das Spiel an. Ein vielversprechender Angriff der Mannschaft A läuft auf das Tor zu. In einer Situation, die zur Torchance hätte werden können merkt der Schiedsrichter, dass mit dem Torspieler etwas nicht stimmt. Er bindet sich die Schuhe. Also muss der Schiedsrichter das Spiel unterbrechen. Natürlich ärgerlich für beide Mannschaften, denn aus der guten Torchance für Mannschaft A kann sich auch eine gute Konterchance für Mannschaft B entwickeln.

Es ist also im Sinne der Gründlichkeit, wenn der Schiedsrichter beide Torleute fragt ob sie bereit sind. Diese Geste der Fürsorge ist allerdings nicht im Regelwerk verankert. Es ist also keine Pflicht, den Torwart zu fragen.

 




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Fragen an TorspielerTheo

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Kann ich noch Profi werden?

Frage: Hallo ich heiße Armin. Ich bin 14 Jahre alt und mein Traum ist es ein Profi Fußballer zu werden aber viele sagen ich werde es nicht Schaffen wegen meinem Alter?

Frage: Bin 14 Jahre und wollte fragen wenn ich jetzt mit Fussball anfange kann ich noch Profi werden? Ich habe früher gespielt ab 10 Jahre aufgehört?

Antwort: Prinzipiell kannst du es schaffen. Es ist nichts unmöglich. Du hast jetzt aber ein paar Jahre Trainingsrückstand. Wenn du es schaffen willst, musst du zunächst hart an deiner Technik arbeiten.

Hart arbeiten heißt, wirklich jeden Tag intensiv Technik und Koordination trainieren.

Darüber hinaus musst du versuchen, so viel wie möglich zu spielen. Taktik und Antizipation lernt man beim Spiel und nicht beim Zuschauen. Das bedeutet, du brauchst einen Verein, bei dem du möglichst viele Spiele hast.

Beschäftige dich mit theoretischen Überlegungen zum Fußball. Was passiert, wenn dies und das gemacht wird? Warum wird etwas so gemacht? Dabei geht es nicht um das unqualifizierte Gequatsche von Sportmoderatoren sondern um Sporttheorie. Die musst du verstehen, um den Rückstand aufzuholen.

Und zu guter letzt brauchst du viel Glück. Selbst von den Spielern, die in den U17-Manschaften der Nachwuchsleistungszentren spielen, schafft es nicht einmal jeder 10. in den Profibereich zu wechseln. Die Chancen sind also recht gering. Meiner Meinung nach lohnt es sich aber.




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Fragen an TorspielerTheo: Motivation

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Häufig erreicht mich die Frage: Ich kann mich nicht mehr für Fußball motivieren. Was soll ich tun?

Hier dazu meine Meinung in ganz kurzer Form. Dazu zunächst ein kleiner Ausflug in die Theorie.

Motivation gibt es in zwei Arten.

  • intrinsische Motivation und
  • extrinsische Motivation

Intrinsische Motivation ist dabei eine Motivation aus sich selbst heraus. Man macht etwas, weil man Bock darauf hat. Nur bei diese Motivationsart kann man seine maximale Leistung abrufen.

Extrinsische Motivation ist eine Motivation von außen. Man macht etwas, weil die Eltern oder wer auch immer Bock darauf haben, dass man das macht.

 

Man spielt nur guten Fußball um Spaß zu haben. Umgekehrt wenn man Spaß haben will spielt man guten Fußball.

Ist diese Aussage nicht zutreffend sollte man sich die Frage stellen, warum man fußballerisch da steht wo man steht. Wollte das zum Beispiel der Vater oder ich. Dies ist eine Frage, die sehr wichtig ist. Wenn andere wolle, dass ich etwas tue, werde ich früher oder später mit Motivationsproblemen zu kämpfen haben.

Wenn man die Frage beantwortet, immer noch Fußball spielt, weil es Spaß macht, ist das sehr gut. Das bedeutet das man zumindest bis vor kurzem Spaß am Fußball hatte.

Ist der Spaß verklungen kann das viele unterschiedliche Gründe haben. Wenn man wieder Fußball mit Spaß spielen will, muss man diese Gründe aus der Welt schaffen.

Das heißt, liegt es am Trainer, den Mitspielern oder am Verein, guckt man das man die Mannschaft oder den Verein wechselt. Das dauert zwar. Aber es ist dann unausweichlich. Der Trainer oder ungeliebte Mitspieler gehen ja vielleicht auch von alleine. Dann kann man das Problem auch aussitzen.

Wenn man keinen Spaß mehr am Fußball hat -unabhängig von irgendwelchen Gründen- muss man eben nochmal bei Null anfangen. Also erinnert man sich daran, wie man zum Sport gekommen ist. Vielleicht das man mal im Stadion oder hat mit Freunden gekickt hat. Diese Freude kann man dann probieren wieder auferstehen zu lassen. Man spielt ein bisschen Fußball mit Kumpels oder man geht ins Stadion. Man beschäftigt sich also mit Fußball just for fun.

Wenn man danach immer noch keine Lust mehr auf Fußball hat, kann man sich Gedanken um einen Sportartenwechsel machen. Mitunter ist Fußball eben doch das Falsche.

Aber man muss sich auch bewusst machen, wenn man Spaß am Fußball hat, ist es naheliegend, dass man keine Lust auf zum Beispiel Ausdauertraining hat. Macht man dies aber nicht, wird man schlechter und das wirkt sich auf den Spaßfaktor negativ aus.

Hier muss man sich bewusst machen, dass man das braucht um besser zu werden.

Wenn man nicht der Beste werden will, hindert niemand einem daran, nicht mit zu laufen. Mit den Konsequenzen muss man halt dann selbst leben. Man spielt nicht und wenn dann nur für 10 Minuten, weil man danach nicht mehr kann.




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Fragen an TorspielerTheo

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Wie werde ich im Fußball bekannter?

Hey, ich habe mal eine frage, unzwar wie kann ich bekannter werden das irgendwie scouts auf mich aufmerksam werden, ich spiele in der Innenverteitigung bei einem etwas unbekannteren verein (ssv stötteritz) und spiele meiner Meinung nach und auch der Meinung nach meiner trainers und meiner mitspieler gut aber weiß nicht wie ich höher kommen soll also wie ich das ganze angehen soll, kannst du mir da helfen?

Antwort: Grundsätzlich passiert nichts auf der Welt von alleine. Vergiss, dass der Super-Scout um die Ecke kommt, dich sieht und du bist berühmt und erfolgreich. Das muss primär von Dir ausgehen.

In der Region Leipzig gibt es ja mehr Vereine. Schau auf Fußball.de, welcher Verein in der Nähe in der nächst höheren Spielklasse spielt. Da findest du den Trainer der Mannschaft raus und fragst den, ob du mal zum Training kommen kannst.

Wenn du wirklich gut bist, kennt der dich wenigstens vom Erzählen. Wenn er dich nicht kennt, ist das auch kein Beinbruch. Du machst das Training und schaust, ob die Mannschaft passt. Wenn das der Fall ist, kannst du vielleicht wechseln.

Aber fange bitte nicht an, jedes halbe Jahr zu wechseln. Das führt zu negativ-Bewertungen durch die Trainer. Du brauchst im neuen Verein auch noch einmal mindestens ein halbes Jahr, bis du in der neuen Mannschaft drinnen bist.

Für einen Wechsel ist da auch nicht mit einem Training und einem Verein erledigt. Du musst das Gefühl haben, dass der Wechsel wirklich für dich und die neue Mannschaft nützlich ist und es allen damit gut geht. Das heißt schon mal 5 Vereine mit je 2 bis 5 Trainings.

Tatsache ist, es liegt an dir und an keinem anderen, den Wechsel vorzubereiten. Ob es dann bei deinem Wunschverein klappt, ist mehr oder weniger Zufall. Es wird aber nicht klappen können, wenn du es nicht versuchst.




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Fragen an TorspielerTheo

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Zu meinem Video Zentrale Bälle auf den Mann gab es Fragen. Wie wird der Ball gefangen? Warum so? Wie kann ich Handkraft trainieren? Die Antworten gibt es in diesem Video.




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