Was ist für den Torwart bzw. Torspieler wichtiger: Technik oder Stellungsspiel?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Im Fußball ist die Technik je nach Position mehr oder weniger leistungsbestimmend. Es gibt technisch sehr ausgeprägte Spielertypen und technisch weniger ausgeprägte Spielertypen. Diese weniger technischen Spieler müssen dann ihre weniger vorhandenen technischen Fähigkeiten mit anderen leistungsbestimmenden Faktoren kompensieren. Wenn der 6er zum Beispiel technisch schlecht ist muss er auf anderen Bereichen sehr stark sein, um einen Mehrwert für das Team zu haben und damit auch in der ersten 11 zu spielen. Bereiche die hierfür geeignet wären, sind zum Beispiel die defensive Zweikampfführung, sprich sehr viele Ballgewinne oder eine führende Art, was eine bessere Leistung, des gesamten Teams bedeuten würde.

Im Tor ist das ähnlich. Man kann entweder technisch sehr stark sein, um so aus einem Abdruck beispielsweise möglichst viel aus wenig Sprungkraft zu machen oder über die körperliche Seite kommen und trotz einer schlechten Technik durch eine ausgeprägte Sprungkraft weit zu springen. Klar ist, dass technisch gut oft mehr Vorteile bedeutet als athletisch gut.

Es soll aber in diesem Artikel gar nicht um den Vergleich Technik und Athletik gehen, sondern viel mehr von Technik und Taktik.

Technik hat für mich als Torspieler immer zwei Facetten. Die eine Seite nenne ich Torverteidigung, also Torwarttechniken Hechten, Fangen, Fausten,…. Neben diesem Bereich gehört auch die fußballerischen Fähigkeiten dazu. Raumverteidigung also Flanken abfangen zähle ich jetzt mal zur Torverteidigung.

Taktik, speziell Stellungsspiel hat auch zwei Bereiche für den Torspieler. Einmal das Stellungsspiel offensive und einmal defensiv. Soweit so klar. Man gewichtet also zwei Leistungsfaktoren im Torspieler und Torwartspiel nach ihrer Wichtigkeit.

Im Stellungsspiel offensiv kann der Torspieler nicht so viel falsch machen. Man sollte nur nicht viel zu weit vorne oder zu weit hinten stehen, da man sonst entweder Steilpässe oder Heber fängt. Außerdem sollte man bei gegnerischem Ballbesitz ungefähr auf einer Linie zwischen Ball und Tormitte stehen. Wenn man etwas am Spiel antizipiert (Link), also vorausschaut und sich dementsprechend positioniert, kann man hiervon entsprechend abweichen. Allerdings sollte die Grenze zwischen antizipieren und spekulieren nicht überschritten werden.

Die fußballerische Technik ist also für den Torspieler wichtiger. Wenn man seine Sache im Spielaufbau gut macht, sich oft anbietet und probiert das Spiel zu gestalten, kommt das Stellungsspiel fast schon von alleine. Die Technik führt dem richtigen Stellungsspiel. Wenn unter Druck der Ball wegspringt oder ein Fehlpass gespielt wird, ist die Folge oft ein sicheres Gegentor. Kleinere Fehler machen hier den großen Unterschied.

Im Tor ist das Stellungsspiel ein wichtigerer Faktor, denn das Stellungspiel bestimmt die Torabdeckung. Für mich gehört da auch das Timing zum Rauslaufen beim 1gegen1 (Link) oder bei Flanken mit dazu. Wenn man hier schlecht ist, hilft auch die beste Technik nur im begrenzten Maße.

Die Technik ist aber für mich auch im Tor wichtiger als das Stellungsspiel, denn was bringt es mir wenn ich richtig stehe, denn Ball aber aufgrund von mangelnder Technik trotzdem nicht halte. Mit einem guten Stellungsspiel und schlechter Technik kann sehr viel schief gehen. Zum Beispiel kann ein Ball durchrutschen, man fängt einen Ball nicht und der Nachschuss ist dann drin oder man springt einfach falsch ab und kommt gar nicht erst ran. Wenn man im Stellungsspiel sehr gut ist und schlecht in der Technik erreicht man Bälle nicht, weil man falsch steht aber das wars auch.

Allgemein kann man sagen, dass der Torspieler ein gewisses Maß an Technik braucht um zu bestehen. Wenn er jetzt technisch nicht der Edelste ist, kann er das natürlich immer durch Athletik und andere Faktoren in begrenztem Maße ausgleichen.




Share Button

Die Torwartsituation der deutschen National-Mannschaft

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Die Deutschen haben im Tor ein Luxusproblem, worum uns die Engländer beneiden. Neben den älteren Top-Generationen mit Neuer, Adler oder Leno gibt es auch schon eine jüngere Generation mit ter Stegen, Horn und Trapp, die langsam aber sicher den alten das Wasser abgräbt oder den Rang abläuft.

Mit ter Stegen hat die deutsche Nationalmannschaft einen sehr spielstarken Torspieler. Seine feldspielerische Technik ist herausragend. Das zeigt auch jedes Mal aufs neue seine herausragende Passquote. Bisher war seine Schwäche immer die Torverteidigung, dass hat er jetzt aber im mehr als nur im Griff, wie die letzten Spiele beweisen. Er wird noch sehr wichtig für die Nationalmannschaft.

Horn und Trapp sind da was die Nationalmannschaft betrifft in einer schlechteren Lage. Sie stehen im Schatten ter Stegens und auch im Verein läuft es gerade nicht so gut. Während Trapp bei Psg nicht spielt, ist Horn mit Köln Schlusslicht und Schießbude der Liga. Von beiden keine wirklich gute Bewerbung für einen Posten. Obwohl beide eigentlich extrem gut sind. Trapp hat in seinen letzten Spielen für PSG oft den Sieg fest gehalten und Konstanz in sein Spiel gebracht. Horn ist einer der Leistungsträger bei Köln und auf jeden Fall kein Grund für die momentan schwächelnden Kölner. Erst in der letzten Saison ist man auf ihn aufmerksam geworden durch die starken Leistungen in einer starken Kölner Saison.

Adler ist wohl der Pechvogel in der älteren Generation. Erst völliger Rückhalt von einer ganzen Nation und nach eine unglücklichen Verletzungsspanne von allen abgeschrieben. Bis vor kurzem war er aber wieder da mit starken Leistungen im Gepäck. Wäre da nicht die erneute Verletzung. Gute Besserung René Adler. Neuer ist bis dato die unumstrittene Nummer 1 im deutschen Kasten, wobei ter Stegen gerade Druck ausübt – vor allem weil Neuer gerade dauerverletzt ist.

Bernd Leno ist neben Adler auch ein Pechvogel im Nationaltrikot. Ein wirklich starker Torspieler mit guten Leistungen. Meiner Meinung nach hat er die beste Torwarttechnik in Deutschland. Trotzdem unterlaufen ihm ab und zu noch kleine Unsicherheiten, wobei er ja auch der jüngste von den genannten „Älteren“ ist und viel mehr zwischen den National-Torwart-Generationen steht. Das ist auch sein großes Pech. Wenn Neuer irgendwann seine Schuhe in der Nationalmannschaft an den Nagel hängt, ist die einzige logische Entschuldigung Leno zu umgehen und auf einen jungen Torspieler mit viel Potential zu setzten, um eine neue deutsche Nummer 1 aufzubauen.

Genau das erkennt man auch gerade. Hauptsächlich ter Stegen spielt gerade in der Nationalmannschaft. Leno muss sich also mit der Nummer 2 im Nationaltrikot zufrieden geben müssen.

Das Fazit lautet Luxusproblem. Keine andere Nation hat so viele Torspieler auf so einem hohen Niveau wie Deutschland. Wie man damit umgeht, kann ich nicht vorhersagen. Tatsache ist: Am Ende sollte sich Leistung durchsetzen und damit hoffentlich eine erfolgreiche Zukunft für unsere Mannschaft.




Share Button

Über das Torwart-Training mit Oliver Kahn

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ein sehr schönes Video über das Training mit Oliver Kahn. Oli reflektiert dabei seine Entwicklung.

Man erkennt grundsätzlich im Video zwei Dinge.

  • Einerseits die große Leidenschaft und Liebe von Oliver zum Fußball.
  • Andererseits war er nicht torwarttechnische auf dem Niveau, was man heute von einem Profi-Keeper erwarten darf. Trotzdem funktionierte seine Technik. Der Beobachter sieht wie Kahn nach hinten springt und Bälle klatschen lässt.

Das Video ist aber auch eine gute Trainingsinspiration mit vielen modernen und guten Übungen.




Share Button

Was ist wichtiger – Schnelligkeit oder Technik?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

 

Fußball ist ein sehr schnelle und technische Sportart. Beide Faktoren sind sehr wichtige Bestandteile. Trotzdem gibt es die Frage: Was ist wichtiger Technik oder Schnelligkeit?

Wenn man die Frage auf das Feld überträgt kann man positionsbezogen antworten. Auf den Flügeln ist es eher wichtig sehr schnell zu sein, als ein begnadeter Techniker. Im Zentrum ist es dann genau umgekehrt. Technik ist hier viel wichtiger als eine hohe Maximalgeschwindigkeit.

Übertragen auf die Position im Tor gibt es dieses Dilemma auch. Hier wird es aber nicht ein Zweikampf sondern ein Dreikampf. Zumindest kann man es so interpretieren. Die Technik ist nämlich in Torwarttechnik und Torspielertechnik zu unterteilen. Torwarttechnik ist das Handwerk der Torverteidigung also Hechten, Fangen, Fausten. Die Torspielertechnik ist das Handwerk zur Raumverteidigung. Als Beispiel Fußballtechnik, Abschläge oder allgemein Spieleröffnung und Flanken abfangen.

Jetzt also die Frage: was ist wichtiger, Torspielertechnik, Torwarttechnik oder Schnelligkeit?

Das ist eine Frage der Philosophie. Torspielertechnik gegen Torwarttechnik und Schnelligkeit.
Torwarttechnik und Schnelligkeit gehört zusammen, da man als Torwart schnell sein muss, da die Strecke weiter wird je weiter hinten man steht.

Der Torwart und der Torspieler haben beide Vor- und Nachteile.

Als Torwart geht man weniger Risiko ein, da man weiter hinten steht und so eigentlich kein Tor in Form eines Lupfers vom Mittelkreis. Das bedeutet eine geringere Chance auf ein Gegentor aus großer Distanz. Damit sind aber andere Risiken verbunden.

Der Torspieler entgeht Gegentoren in dem er Bälle abläuft, die hinter die letzte Kette gespielt werden. Während der Torwart oft keine Chance hat diese Bälle abzulaufen und sich so viele Gegentore fängt, kann der Torspieler hier an Gegentoren sparen.

Allerdings kann der Torspieler durch eine offensive Spielweise die offensive Schlagkraft erhöhen, da er eine Überzahl erzeugen kann.

Der Torwart kann aber nicht auf das Spiel Einfluss nehmen, da er zu weit hinten steht.

Man kann also sagen, dass beide Seiten Vor- und Nachteile haben. Ich denke, dass der Torspieler die bessere Alternative ist. Für den Torspieler ist Schnelligkeit auf jeden Fall sehr wichtig.




Share Button

Taktik im Jugendfußball: Hoch und weit bringt Sicherheit?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Dieses Sprichwort kennt eigentlich jeder Fußball-Fan. Die Spielen ja gar kein Fußball und stellen sich nur hinten rein. Nach dem Motto: Hoch und weit bringt Sicherheit.

Das und ähnliches hört man immer wieder auf Fußballplätzen. Der Gegner macht ein frühes eins zu null und mauert dann hinten das Tor zu und haut die Bälle weg. Warum das aber eher eine ineffektive Art ist, eine knappe Führung über die Zeit zu retten, möchte ich heute erörtern.

Warum wird diese Taktik des Fußballs überhaupt im Jugendfußball gespielt?

Das weiß keiner so richtig. Es gibt nur wage Vermutungen, die sich damit befassen. Ich denke, dass auf jeden Fall der professionelle Fußball eine große Rolle spielt. Dieser Fußball ist geprägt von Erfolgsdruck und Ergebnisdruck. Das heißt, das wichtigste im Profifußball ist keine Gegentore zu bekommen. Denn wenn man zu null spielt, nimmt man mindestens einen Punkt mit.

Das führt dann zu sehr nervösem Fußball im eigenen Sechzehner und drum herum. Viele Jugendtrainer gucken sich dann so einen nervösen Fußball an und verstehen aber nicht was dahinter steckt. Diese Profi-Mannschaften sind ungefähr gleich gut und spielen auf einem ähnlichen Niveau. Dieser nervöse Fußball wird nur vom unteren Leistungsdrittel der Profiligen praktiziert. Wenn man jetzt beispielsweise Real Madrid, Barcelona oder Manchester City anguckt merkt man recht schnell, dass auffallend wenig lange Bälle gespielt werden und wenn doch, dann als Seitenverlagerung.

Was sind die praktischen Folgen dieser Taktik?

Hoch und weit bringt Sicherheit, ist fast immer ein sicherer Ballverlust. Die Chancen einen ersten langen Ball zu behaupten liegen ungefähr bei zwei gleich guten Mannschaften bei ca. 30%. Die Chance, den Ball zurück zu gewinnen ist ebenfalls ungefähr 30%. Man schenkt den Ball also dem Gegner und er kommt schneller wieder zurück als als dir lieb ist. Das ist zumindest der Fall in höheren Jugenden.

Bei kleinen Kindern ist das Problem, das die 3D-Sicht noch nicht voll ausgebildet ist. Das heißt, dass Kinder Schwierigkeiten damit haben, Bälle oberhalb der Kopfhöhe einzuschätzen. Folglich rutscht ein Ball leichter mal durch oder ein Kind verschätzt sich, so das eine Torchance für den schnellen gegnerischen Stürmer entsteht. Dieses System ist dann vielleicht bis zur E-Jugend (U11) vielleicht auch noch in der U12 und U13 erfolgreich, ist ab da später ein Nachteil, da die Kinder das Falsche lernen.

Der Verbandsfußballlehrer Martin Hägele sagt zu „Hoch und weit bringt Sicherheit“ immer, „man versucht, den Kindern das Fußballspielen abzugewöhnen“. Von Natur aus versuchen Kinder immer ballorientiert zu spielen. Und selbst bei den Erwachsen ist es so, rollt irgendwo ein Ball ins Aus, werden die Väter wieder zu Kindern und interessieren sich nicht mehr für ihre Position. Die gehen alle auf den Ball und nicht auf ihre Postition.

Ich persönlich meine sogar, dass Kinder genau in dem Alter mit dem Fußball am Häufigsten aufhören, wenn die Taktik „Hinten reinstellen und Mauern“ nicht mehr funktioniert. Genau dann, wenn auf das große Feld gegangen wird, verliert der Fußball die meisten Spieler. Es gibt dafür sicher auch unterschiedliche Gründe. Einer der wichtigsten Gründe ist aber, meiner Meinung nach, der Grund, dass taktisch Gelerntes jetzt plötzlich nur noch zu Misserfolgen führt. Wer Kinder für Fußball begeistern will, darf nur ballorientiert spielen.

Wenn ein Jugendtrainer sich jetzt entschließt, ballorientiert zu spielen, wird er meist von umstehenden Eltern angefeindet, weil das System anfangs kein Erfolg haben kann. Die Kinder müssen ja die Technik und Ruhe noch lernen. Selbst einzelne gute Techniker in der Mannschaft führen nicht zum Erfolg, da die Gesamtmannschaft einen wesentllich höheren Einfluß hat.

Da die meisten anderen Jugendtrainer auf das „Erfolgssystem Mauern“ setzen, wird man Anfangs ein paar schwere Spiele haben. Mit zunehmendem Alter hat aber die Mannschaft einen großen Trainings- und Erfahrungsvorsprung. Die Gegner haben immer weniger Erfahrung im ballorientierten System haben und werden deshalb schlechter sind. Damit hat sich das Erfolgssystem geändert.

Klar kann mit jedem System in jeder Jugend und Liga erfolgreich sein, aber die Chancen ohne „Hoch und weit bringt Sicherheit“ erfolgreich zu sein, sind langfristig eben doch deutlich höher. Der lebende Beweis sind die aktuellen Führenden in




Share Button

Was ist besser: Torwart oder Torspieler?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Die Frage kann und muss man an manchen Stellen umformulieren in: Sollte man eher wie ein Torwart oder ein Torspieler denken und handeln?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es ist im wesentlichen eine Bewertung von zwei Spielphilosophien im Bezug auf Effizienz und fußballerische Taktik. Praktisch kann man das nicht herausfinden, weil es zwei unterschiedliche Ideen folgt. Dazu wollen wir Gedankenexperimente bzw. Versuchskonzepte machen:

Auf der einen Seite macht keine Mannschaft einen taktischen Fehler und ist exakt gleich gut. Dieses Spiel muss zwingend eine Simulation sein, da es anders nicht möglich ist zwei Mixer gleich gute Teams zu stellen die nebenbei noch keinen einzigen Fehler machen. Diese Simulation würde Null zu Null ausgehen, da keine Mannschaft etwas riskieren würde, da ein Risiko gleichzusetzen ist mit einer Gefahr einen Fehler zu machen. Außerdem sind beide Systeme ursprünglich so konstruiert, dass der Gegner bei keinem einzigen Fehler der eigenen Mannschaft kein Tor schießen kann.

Auf der anderen Seite spielen zwei Mannschaften mit den zwei unterschiedlichen Philosophie gegeneinander. Diese beiden Mannschaften spielen mit der bestmöglichen Besetzung. Da kommen schon mehrere Probleme auf. Die bestmögliche Aufstellung ist auf beiden Seiten subjektiv. Das heißt, dass eine beste Mannschaft nicht existieren kann, da sich zu viele Experten uneinig sind. Andererseits hängt bei so einem Spiel sehr viel von der Vorbereitung und der Leistungsfähigkeit an dem festgelegten Tag ab.

Fußball ist eben ein komplexes Problem, das heißt, man kann nur mit Wissen keine Vorhersagen treffen. Es gibt etwas, das wird oft Glück oder Pech genannt. In Wahrheit sind es Unwägbarkeiten, die in der Situation richtig oder falsch entschieden werden.

Zwei Philosophie spielen gegeneinander. Ein Medienereignis wäre das alle Mal. Aber nur jeder für sich kann diese Frage beantworten.

Hier eine kleine Stütze von mir:

Die Philosophie des Torspieler erzwingt eine eher ballorientierte Spielweise. Racing im ersten Angriffsdrittel und lange Ballbesitzzeiten. Mannschaften die so spielen wären der FC Barcelona, Manchester City oder Bayern München.

Die Philosophie des Torwarts, so wurde Deutschland 74 Weltmeister. Mit Libero und traditioneller Manndeckung. Das wichtigste Spiel Elements war damals das Eins gegen Eins.

Man kann auf jeden Fall sagen, dass ich ein extrem in beide Richtungen heutzutage nicht durchsetzen wird. Aber man erkennt deutlich, dass die Tendenz auf top Niveau Richtung Torspieler geht.

Die Philosophie des Torwarts, würde sich in einem Spiel gegen die Philosophie ist Torspielers vermutlich hinten reinstellen müssen, um auf Konter zu warten. Nach dem Motto safety first, also zuerst kein Gegentor bekommen, dann sehen wir weiter. So wurde Griechenland Europameister. Während die Mannschaft das Torspieler das Spiel gestaltet nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung.

Share Button

Bringt im Fußball Technik oder Taktik den Erfolg?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Was ist wichtiger, Technik oder Taktik? Das fragen sich viele Jugendtrainer. Die Frage ist auch absolut berechtigt. Schließlich erkennt man oft bei vielen Spielen, wie sich eine technisch starke gegen eine taktisch starke Mannschaft sehr schwer tut oder sogar verliert. Das ist oft eine sehr frustrierende Situation für die technisch stärkere Mannschaft.

Auch in der Bundesliga kann man etwas interessantes beobachten. Die Bayern sind sehr spielstark und technisch oft besser als ihre Gegner. Wenn man sich jetzt aber das letzte Spiel gegen Hoffenheim anschaut kann man erkennen, dass Hoffenheim taktisch besser war. So hat Hoffenheim das Spiel dann vermeintlich unverdient gewonnen.

In der Jugend und auf dem Kleinfeld kann man eindeutig sagen, dass Technik wichtiger ist. Die technisch besseren Spieler setzen sich immer durch. Das liegt daran, dass das Spielfeld so klein ist, dass jeder Spieler nur einen geringen Aktionsradius zur Verfügung hat. Den Aktionsradius definiere ich unter Spielfeldfläche durch Spieler. Daraus lässt sich die Zeit schließen, die jeder Spieler maximal hat bevor ihn der Gegner in einen Zweikampf verwickelt. Bei technisch guten Mannschaften laufen solche Spiele im Vergleich relativ schnell.

Wenn eine technisch gute Mannschaft auf einem kleinen Jugendfeld spielt, läuft das Spiel also relativ schnell. Außerdem zahlen sich technische Fehler aufgrund des kleinen Aktionsradius sofort aus. Die taktisch bessere Mannschaft würde also nur kurze Ballbesitzzeiten haben und so probieren mit meist ungezielten langen Bällen und Fernschüssen überhaupt einigermaßen mit zu halten.

Auf dem Großfeld sieht das Ganze dann schon etwas anders aus. Dadurch, dass die technisch schlechte Mannschaft mehr Zeit hat, kommen die langen Bälle gezielter. Dadurch erhöht sich die Torgefährlichkeit automatisch. Nebenbei können sie jetzt auch eine gewisse Körperlichkeit einbringen und da die Laufwege länger sind, kann man mehr falsch machen.

Die Techniker hätten zwar wieder mehr Ballbesitz aber einerseits würde sich diese Phase verkürzen und andererseits wurde den Taktikern das Leben mit der Einführung von Abseits deutlich einfacher gemacht. Außerdem ist es schwerer einen Spieler im größeren Raum zu verteidigen. Gleiches gilt für eine Mannschaft.

Das Fazit besagt also: Je älter die Jugend und je größer das Feld desto taktischer wird das Spiel. Die Technik bleibt dabei konstant.

Allerdings bestimmt die genaue Ausrichtung des Kurses der Spielstil. Man kann mit der Tendenz zur mehr Technik oder zur mehr Taktik erfolgreich sein.

Übertragen auf den Keeper gilt das Gleiche.




Share Button

Warum ist der Torwart immer ein bisschen komisch?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Im Fußball ist der Torhüter eine sehr wichtige Persönlichkeit auf dem Platz. Er sollte eine Führungsperson sein. Wenn es drauf ankommt, soll er keine Gegentore kassieren. Aber auch neben dem Platz soll er eine Führungsrolle übernehmen.

Weiterhin machen die Regeln den Keeper zu einem Einzelkämpfer im Team. Er ist etwas besonderes. Es heißt aber, dass auch neben dem Platz der Torwart eine besondere Persönlichkeit ist. Das wird bestätigt durch Türhüter wie Oliver Kahn. Einer von vielen, bei dem sich die Öffentlichkeit gefragt hat: Hat der noch alle Tassen im Schrank?

Nun fragen sich gerade die Torfrauen und Tormänner: Warum sind die Torleute alle ein bisschen verrückt.

Die Ursachen dazu findet man im Spiel.

Der Torspieler ist eine Führungsperson. Das heißt, er muss sich gegenüber der kompletten Mannschaft durchsetzen können. Das fordert eine gewisse Schlagfertigkeit und Intelligenz, aber auch eine gewisse Arroganz und Ignoranz gegenüber anderen Meinungen.

Die Position im Tor ist die komplexeste. Es gibt ja auch den Spruch: „Je weiter der Spieler vom Tor entfernt ist, desto dümmer ist er.“ Das muss selbstverständlich nicht immer gelten. Es gibt sicher auch hoch intelligente Stürmer und Mittelfeldspieler. Auch hier erfordert das Spiel eine hohe Intelligenz.

Jeder Fehler den der Keeper macht kann man zählen. Beim Stürmer werden die Erfolge gezählt. Deshalb dürfen sich Torspieler sich nicht zu viel Gedanken machen, was andere über die Nummer 1 denken. Die Torhüter und Torhüterinnen müssen sich über die Konsequenzen ihres Handelns in sehr distanzierter Form bewusst sein. Im Tor spielt man eben anders, als man sich hinterher analysiert.

Außerdem machen Torspieler und Torspielerin alles, um das Team im Spiel zu halten. Das heißt, kein Gegentor zu bekommen. Dazu gehört auch, dass ein Torwart sich aus nächster Nähe voll abschießen lässt. Wer beim Fußball im Tor spielt, darf also gar keine Angst vor dem Ball haben. Das ist eine Sache, an denen die meisten Feldspieler verzweifeln. Feldspieler haben in der Regel schon Angst, wenn sie sich in die Mauer stellen sollen.

Als Torspieler bzw. Torspielerin ist man der letzte Fels in der Brandung. Man ist manchmal ganz einsam auf dem Platz und oft der Depp der Nation und manchmal auch der Held der Helden.

Das fordert einen ganz speziellen Charakter.

Um Torwart zu werden gehört eben nicht nur ein bisschen Technik dazu. Im Gegenteil man muss intelligent und clever sein, man muss emotional, abgeklärt und rational sein, man muss sich mutig dem Gegner entgegenstellen. Kurz: Man muss anders sein. Ohne ein bisschen Fanatismus geht Torspieler oder Torspielerin sein eben nicht.




Share Button

Anlaufen – Das machen Stürmer so nur einmal

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Es wird zunehmend auch in Zone 1, das heißt vor dem gegnerischen Tor, gepresst. Um den Torwart unter Druck zu bringen, wird der Torwart angelaufen. Die Stürmer haben da die Erwartungshaltung, dass der Torwart unter Druck einen Fehler macht und den Ball verliert.

Pech nur wenn der Torwart eine Torspieler ist. Dann lässt sich er sich vom Gegner nicht unter Druck setzen. Alle Chancen liegen beim Torspieler. Lasse die Stürmer mit einer Finte ein oder zweimal ins Leere laufen und du wirst als Torspieler nicht mehr angelaufen.

Auf Youtube heißt das Video, „Wenn Torhüter denken, sie wären Feldspieler…“. Der richtige Titel für das Video ist, „Wenn Torhüter Torspieler sind“. 😉

Fazit: Fußball spielen macht im Tor am meisten Spaß, wenn man Fußball spielen kann. Also Training, Training, Training.




Share Button

Gibt es einen perfekten Körperbau für einen Torspieler?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Viele Trainer haben ein Bild von einem Torspieler. Wer nicht so aussieht, trotzdem aber im Tor spielen will bekommt nicht gerade gute Karten mit auf den Weg.

Das ist auch völlig in Ordnung solche Vorurteile zu haben, da die meisten Trainer eben keine Vorstellung von den Aufgaben des Torspielers haben. Die Frage ist ob das auch zielführend ist auf diese Vorurteile zu vertrauen.

Der Körperbau ist zum großen Teil von den erblichen Bausteinen abhängig. Er kann aber durch Muskel- oder Fettzuwachs individuell gestaltete werden. Je nachdem wie die Belastung Tag für Tag aussieht, passt sich der Köper an die Bedingungen an.

Wenn man sich zum Beispiel Sprinter ansieht, erkennt man ganz klar einen deutlichen Unterschied zu einem Kugelstoßer. Während der Sprinter meist Hühnerbeine mit ausgeprägten Schultern hat, besitzt ein Kugelstoßer eine große Masse mit extremer Ganzkörpermuskulatur.
Man erkennt, dass sich der Körper auf die unterschiedlichen Anforderungen mit speziellen Anpassungen reagiert.

Nun gibt es unterschiedliche Torspielertypen mit unterschiedlichen Spielstilen.

  • Es gibt den altmodischen sicheren Torwart.
  • Es gibt den modernen sicheren Torspieler.
  • Es gibt auch den modernen risikofreudigen Torspieler.

Die Spielweise in den Typen unterscheidet sich ebenfalls zwischen den einzelnen Keepern. Daraus folgen unendlich viele Spielertypen.

Und daraus kann man ableiten, dass es unterschiedliche perfekte Körper für die einzelnen Spielstile gibt. Aber da es unendlich viele Interpretationsmöglichkeiten von der Position Tor gibt, muss es auch unendlich viele perfekte Körper für die Stile geben.

Da ähnlich viele Spielstile unter den Trainern verbreitet sind, gibt es also für jeden Spielstil einen perfekten Torspieler mit einem perfekten Körperbau. Jeder Trainer hat also seinen eigenen perfekten Körper des Torspielers.

Jetzt kommt die Frage auf ob die Vorurteile auch auf den perfekten Körperbau des jeweiligen Spielstils zutrifft.

Diese Frage kann ich nicht zu 100% beantworten. Aber es ist nur logisch das es einige Glückstreffer gibt. Außerdem nehme ich an, dass die Wahrscheinlichkeit auf einen Glückstreffer bei guten Trainern größer wird.

Das Fazit ist also nicht immer nur äußerlich bleiben. Der Charakter beziehungsweise das Können ist das was zählt. In jedem Fall sind Körpergröße und schlacksige Bewegungslegastenie keine finalen Kriterien für den perfekten Körperbau des Torspielers.




Share Button