Über das Torwart-Training mit Oliver Kahn

 

Ein sehr schönes Video über das Training mit Oliver Kahn. Oli reflektiert dabei seine Entwicklung.

Man erkennt grundsätzlich im Video zwei Dinge.

  • Einerseits die große Leidenschaft und Liebe von Oliver zum Fußball.
  • Andererseits war er nicht torwarttechnische auf dem Niveau, was man heute von einem Profi-Keeper erwarten darf. Trotzdem funktionierte seine Technik. Der Beobachter sieht wie Kahn nach hinten springt und Bälle klatschen lässt.

Das Video ist aber auch eine gute Trainingsinspiration mit vielen modernen und guten Übungen.




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Was ist wichtiger – Schnelligkeit oder Technik?

 

 

Fußball ist ein sehr schnelle und technische Sportart. Beide Faktoren sind sehr wichtige Bestandteile. Trotzdem gibt es die Frage: Was ist wichtiger Technik oder Schnelligkeit?

Wenn man die Frage auf das Feld überträgt kann man positionsbezogen antworten. Auf den Flügeln ist es eher wichtig sehr schnell zu sein, als ein begnadeter Techniker. Im Zentrum ist es dann genau umgekehrt. Technik ist hier viel wichtiger als eine hohe Maximalgeschwindigkeit.

Übertragen auf die Position im Tor gibt es dieses Dilemma auch. Hier wird es aber nicht ein Zweikampf sondern ein Dreikampf. Zumindest kann man es so interpretieren. Die Technik ist nämlich in Torwarttechnik und Torspielertechnik zu unterteilen. Torwarttechnik ist das Handwerk der Torverteidigung also Hechten, Fangen, Fausten. Die Torspielertechnik ist das Handwerk zur Raumverteidigung. Als Beispiel Fußballtechnik, Abschläge oder allgemein Spieleröffnung und Flanken abfangen.

Jetzt also die Frage: was ist wichtiger, Torspielertechnik, Torwarttechnik oder Schnelligkeit?

Das ist eine Frage der Philosophie. Torspielertechnik gegen Torwarttechnik und Schnelligkeit.
Torwarttechnik und Schnelligkeit gehört zusammen, da man als Torwart schnell sein muss, da die Strecke weiter wird je weiter hinten man steht.

Der Torwart und der Torspieler haben beide Vor- und Nachteile.

Als Torwart geht man weniger Risiko ein, da man weiter hinten steht und so eigentlich kein Tor in Form eines Lupfers vom Mittelkreis. Das bedeutet eine geringere Chance auf ein Gegentor aus großer Distanz. Damit sind aber andere Risiken verbunden.

Der Torspieler entgeht Gegentoren in dem er Bälle abläuft, die hinter die letzte Kette gespielt werden. Während der Torwart oft keine Chance hat diese Bälle abzulaufen und sich so viele Gegentore fängt, kann der Torspieler hier an Gegentoren sparen.

Allerdings kann der Torspieler durch eine offensive Spielweise die offensive Schlagkraft erhöhen, da er eine Überzahl erzeugen kann.

Der Torwart kann aber nicht auf das Spiel Einfluss nehmen, da er zu weit hinten steht.

Man kann also sagen, dass beide Seiten Vor- und Nachteile haben. Ich denke, dass der Torspieler die bessere Alternative ist. Für den Torspieler ist Schnelligkeit auf jeden Fall sehr wichtig.




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Taktik im Jugendfußball: Hoch und weit bringt Sicherheit?

 

Dieses Sprichwort kennt eigentlich jeder Fußball-Fan. Die Spielen ja gar kein Fußball und stellen sich nur hinten rein. Nach dem Motto: Hoch und weit bringt Sicherheit.

Das und ähnliches hört man immer wieder auf Fußballplätzen. Der Gegner macht ein frühes eins zu null und mauert dann hinten das Tor zu und haut die Bälle weg. Warum das aber eher eine ineffektive Art ist, eine knappe Führung über die Zeit zu retten, möchte ich heute erörtern.

Warum wird diese Taktik des Fußballs überhaupt im Jugendfußball gespielt?

Das weiß keiner so richtig. Es gibt nur wage Vermutungen, die sich damit befassen. Ich denke, dass auf jeden Fall der professionelle Fußball eine große Rolle spielt. Dieser Fußball ist geprägt von Erfolgsdruck und Ergebnisdruck. Das heißt, das wichtigste im Profifußball ist keine Gegentore zu bekommen. Denn wenn man zu null spielt, nimmt man mindestens einen Punkt mit.

Das führt dann zu sehr nervösem Fußball im eigenen Sechzehner und drum herum. Viele Jugendtrainer gucken sich dann so einen nervösen Fußball an und verstehen aber nicht was dahinter steckt. Diese Profi-Mannschaften sind ungefähr gleich gut und spielen auf einem ähnlichen Niveau. Dieser nervöse Fußball wird nur vom unteren Leistungsdrittel der Profiligen praktiziert. Wenn man jetzt beispielsweise Real Madrid, Barcelona oder Manchester City anguckt merkt man recht schnell, dass auffallend wenig lange Bälle gespielt werden und wenn doch, dann als Seitenverlagerung.

Was sind die praktischen Folgen dieser Taktik?

Hoch und weit bringt Sicherheit, ist fast immer ein sicherer Ballverlust. Die Chancen einen ersten langen Ball zu behaupten liegen ungefähr bei zwei gleich guten Mannschaften bei ca. 30%. Die Chance, den Ball zurück zu gewinnen ist ebenfalls ungefähr 30%. Man schenkt den Ball also dem Gegner und er kommt schneller wieder zurück als als dir lieb ist. Das ist zumindest der Fall in höheren Jugenden.

Bei kleinen Kindern ist das Problem, das die 3D-Sicht noch nicht voll ausgebildet ist. Das heißt, dass Kinder Schwierigkeiten damit haben, Bälle oberhalb der Kopfhöhe einzuschätzen. Folglich rutscht ein Ball leichter mal durch oder ein Kind verschätzt sich, so das eine Torchance für den schnellen gegnerischen Stürmer entsteht. Dieses System ist dann vielleicht bis zur E-Jugend (U11) vielleicht auch noch in der U12 und U13 erfolgreich, ist ab da später ein Nachteil, da die Kinder das Falsche lernen.

Der Verbandsfußballlehrer Martin Hägele sagt zu “Hoch und weit bringt Sicherheit” immer, “man versucht, den Kindern das Fußballspielen abzugewöhnen”. Von Natur aus versuchen Kinder immer ballorientiert zu spielen. Und selbst bei den Erwachsen ist es so, rollt irgendwo ein Ball ins Aus, werden die Väter wieder zu Kindern und interessieren sich nicht mehr für ihre Position. Die gehen alle auf den Ball und nicht auf ihre Postition.

Ich persönlich meine sogar, dass Kinder genau in dem Alter mit dem Fußball am Häufigsten aufhören, wenn die Taktik “Hinten reinstellen und Mauern” nicht mehr funktioniert. Genau dann, wenn auf das große Feld gegangen wird, verliert der Fußball die meisten Spieler. Es gibt dafür sicher auch unterschiedliche Gründe. Einer der wichtigsten Gründe ist aber, meiner Meinung nach, der Grund, dass taktisch Gelerntes jetzt plötzlich nur noch zu Misserfolgen führt. Wer Kinder für Fußball begeistern will, darf nur ballorientiert spielen.

Wenn ein Jugendtrainer sich jetzt entschließt, ballorientiert zu spielen, wird er meist von umstehenden Eltern angefeindet, weil das System anfangs kein Erfolg haben kann. Die Kinder müssen ja die Technik und Ruhe noch lernen. Selbst einzelne gute Techniker in der Mannschaft führen nicht zum Erfolg, da die Gesamtmannschaft einen wesentllich höheren Einfluß hat.

Da die meisten anderen Jugendtrainer auf das “Erfolgssystem Mauern” setzen, wird man Anfangs ein paar schwere Spiele haben. Mit zunehmendem Alter hat aber die Mannschaft einen großen Trainings- und Erfahrungsvorsprung. Die Gegner haben immer weniger Erfahrung im ballorientierten System haben und werden deshalb schlechter sind. Damit hat sich das Erfolgssystem geändert.

Klar kann mit jedem System in jeder Jugend und Liga erfolgreich sein, aber die Chancen ohne “Hoch und weit bringt Sicherheit” erfolgreich zu sein, sind langfristig eben doch deutlich höher. Der lebende Beweis sind die aktuellen Führenden in




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Was ist besser: Torwart oder Torspieler?

 

Die Frage kann und muss man an manchen Stellen umformulieren in: Sollte man eher wie ein Torwart oder ein Torspieler denken und handeln?

Diese Frage ist nicht leicht zu beantworten. Es ist im wesentlichen eine Bewertung von zwei Spielphilosophien im Bezug auf Effizienz und fußballerische Taktik. Praktisch kann man das nicht herausfinden, weil es zwei unterschiedliche Ideen folgt. Dazu wollen wir Gedankenexperimente bzw. Versuchskonzepte machen:

Auf der einen Seite macht keine Mannschaft einen taktischen Fehler und ist exakt gleich gut. Dieses Spiel muss zwingend eine Simulation sein, da es anders nicht möglich ist zwei Mixer gleich gute Teams zu stellen die nebenbei noch keinen einzigen Fehler machen. Diese Simulation würde Null zu Null ausgehen, da keine Mannschaft etwas riskieren würde, da ein Risiko gleichzusetzen ist mit einer Gefahr einen Fehler zu machen. Außerdem sind beide Systeme ursprünglich so konstruiert, dass der Gegner bei keinem einzigen Fehler der eigenen Mannschaft kein Tor schießen kann.

Auf der anderen Seite spielen zwei Mannschaften mit den zwei unterschiedlichen Philosophie gegeneinander. Diese beiden Mannschaften spielen mit der bestmöglichen Besetzung. Da kommen schon mehrere Probleme auf. Die bestmögliche Aufstellung ist auf beiden Seiten subjektiv. Das heißt, dass eine beste Mannschaft nicht existieren kann, da sich zu viele Experten uneinig sind. Andererseits hängt bei so einem Spiel sehr viel von der Vorbereitung und der Leistungsfähigkeit an dem festgelegten Tag ab.

Fußball ist eben ein komplexes Problem, das heißt, man kann nur mit Wissen keine Vorhersagen treffen. Es gibt etwas, das wird oft Glück oder Pech genannt. In Wahrheit sind es Unwägbarkeiten, die in der Situation richtig oder falsch entschieden werden.

Zwei Philosophie spielen gegeneinander. Ein Medienereignis wäre das alle Mal. Aber nur jeder für sich kann diese Frage beantworten.

Hier eine kleine Stütze von mir:

Die Philosophie des Torspieler erzwingt eine eher ballorientierte Spielweise. Racing im ersten Angriffsdrittel und lange Ballbesitzzeiten. Mannschaften die so spielen wären der FC Barcelona, Manchester City oder Bayern München.

Die Philosophie des Torwarts, so wurde Deutschland 74 Weltmeister. Mit Libero und traditioneller Manndeckung. Das wichtigste Spiel Elements war damals das Eins gegen Eins.

Man kann auf jeden Fall sagen, dass ich ein extrem in beide Richtungen heutzutage nicht durchsetzen wird. Aber man erkennt deutlich, dass die Tendenz auf top Niveau Richtung Torspieler geht.

Die Philosophie des Torwarts, würde sich in einem Spiel gegen die Philosophie ist Torspielers vermutlich hinten reinstellen müssen, um auf Konter zu warten. Nach dem Motto safety first, also zuerst kein Gegentor bekommen, dann sehen wir weiter. So wurde Griechenland Europameister. Während die Mannschaft das Torspieler das Spiel gestaltet nach dem Motto Angriff ist die beste Verteidigung.




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Bringt im Fußball Technik oder Taktik den Erfolg?

 

Was ist wichtiger, Technik oder Taktik? Das fragen sich viele Jugendtrainer. Die Frage ist auch absolut berechtigt. Schließlich erkennt man oft bei vielen Spielen, wie sich eine technisch starke gegen eine taktisch starke Mannschaft sehr schwer tut oder sogar verliert. Das ist oft eine sehr frustrierende Situation für die technisch stärkere Mannschaft.

Auch in der Bundesliga kann man etwas interessantes beobachten. Die Bayern sind sehr spielstark und technisch oft besser als ihre Gegner. Wenn man sich jetzt aber das letzte Spiel gegen Hoffenheim anschaut kann man erkennen, dass Hoffenheim taktisch besser war. So hat Hoffenheim das Spiel dann vermeintlich unverdient gewonnen.

In der Jugend und auf dem Kleinfeld kann man eindeutig sagen, dass Technik wichtiger ist. Die technisch besseren Spieler setzen sich immer durch. Das liegt daran, dass das Spielfeld so klein ist, dass jeder Spieler nur einen geringen Aktionsradius zur Verfügung hat. Den Aktionsradius definiere ich unter Spielfeldfläche durch Spieler. Daraus lässt sich die Zeit schließen, die jeder Spieler maximal hat bevor ihn der Gegner in einen Zweikampf verwickelt. Bei technisch guten Mannschaften laufen solche Spiele im Vergleich relativ schnell.

Wenn eine technisch gute Mannschaft auf einem kleinen Jugendfeld spielt, läuft das Spiel also relativ schnell. Außerdem zahlen sich technische Fehler aufgrund des kleinen Aktionsradius sofort aus. Die taktisch bessere Mannschaft würde also nur kurze Ballbesitzzeiten haben und so probieren mit meist ungezielten langen Bällen und Fernschüssen überhaupt einigermaßen mit zu halten.

Auf dem Großfeld sieht das Ganze dann schon etwas anders aus. Dadurch, dass die technisch schlechte Mannschaft mehr Zeit hat, kommen die langen Bälle gezielter. Dadurch erhöht sich die Torgefährlichkeit automatisch. Nebenbei können sie jetzt auch eine gewisse Körperlichkeit einbringen und da die Laufwege länger sind, kann man mehr falsch machen.

Die Techniker hätten zwar wieder mehr Ballbesitz aber einerseits würde sich diese Phase verkürzen und andererseits wurde den Taktikern das Leben mit der Einführung von Abseits deutlich einfacher gemacht. Außerdem ist es schwerer einen Spieler im größeren Raum zu verteidigen. Gleiches gilt für eine Mannschaft.

Das Fazit besagt also: Je älter die Jugend und je größer das Feld desto taktischer wird das Spiel. Die Technik bleibt dabei konstant.

Allerdings bestimmt die genaue Ausrichtung des Kurses der Spielstil. Man kann mit der Tendenz zur mehr Technik oder zur mehr Taktik erfolgreich sein.

Übertragen auf den Keeper gilt das Gleiche.




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Warum ist der Torwart immer ein bisschen komisch?

 

Im Fußball ist der Torhüter eine sehr wichtige Persönlichkeit auf dem Platz. Er sollte eine Führungsperson sein. Wenn es drauf ankommt, soll er keine Gegentore kassieren. Aber auch neben dem Platz soll er eine Führungsrolle übernehmen.

Weiterhin machen die Regeln den Keeper zu einem Einzelkämpfer im Team. Er ist etwas besonderes. Es heißt aber, dass auch neben dem Platz der Torwart eine besondere Persönlichkeit ist. Das wird bestätigt durch Türhüter wie Oliver Kahn. Einer von vielen, bei dem sich die Öffentlichkeit gefragt hat: Hat der noch alle Tassen im Schrank?

Nun fragen sich gerade die Torfrauen und Tormänner: Warum sind die Torleute alle ein bisschen verrückt.

Die Ursachen dazu findet man im Spiel.

Der Torspieler ist eine Führungsperson. Das heißt, er muss sich gegenüber der kompletten Mannschaft durchsetzen können. Das fordert eine gewisse Schlagfertigkeit und Intelligenz, aber auch eine gewisse Arroganz und Ignoranz gegenüber anderen Meinungen.

Die Position im Tor ist die komplexeste. Es gibt ja auch den Spruch: “Je weiter der Spieler vom Tor entfernt ist, desto dümmer ist er.” Das muss selbstverständlich nicht immer gelten. Es gibt sicher auch hoch intelligente Stürmer und Mittelfeldspieler. Auch hier erfordert das Spiel eine hohe Intelligenz.

Jeder Fehler den der Keeper macht kann man zählen. Beim Stürmer werden die Erfolge gezählt. Deshalb dürfen sich Torspieler sich nicht zu viel Gedanken machen, was andere über die Nummer 1 denken. Die Torhüter und Torhüterinnen müssen sich über die Konsequenzen ihres Handelns in sehr distanzierter Form bewusst sein. Im Tor spielt man eben anders, als man sich hinterher analysiert.

Außerdem machen Torspieler und Torspielerin alles, um das Team im Spiel zu halten. Das heißt, kein Gegentor zu bekommen. Dazu gehört auch, dass ein Torwart sich aus nächster Nähe voll abschießen lässt. Wer beim Fußball im Tor spielt, darf also gar keine Angst vor dem Ball haben. Das ist eine Sache, an denen die meisten Feldspieler verzweifeln. Feldspieler haben in der Regel schon Angst, wenn sie sich in die Mauer stellen sollen.

Als Torspieler bzw. Torspielerin ist man der letzte Fels in der Brandung. Man ist manchmal ganz einsam auf dem Platz und oft der Depp der Nation und manchmal auch der Held der Helden.

Das fordert einen ganz speziellen Charakter.

Um Torwart zu werden gehört eben nicht nur ein bisschen Technik dazu. Im Gegenteil man muss intelligent und clever sein, man muss emotional, abgeklärt und rational sein, man muss sich mutig dem Gegner entgegenstellen. Kurz: Man muss anders sein. Ohne ein bisschen Fanatismus geht Torspieler oder Torspielerin sein eben nicht.




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Anlaufen – Das machen Stürmer so nur einmal

 

Es wird zunehmend auch in Zone 1, das heißt vor dem gegnerischen Tor, gepresst. Um den Torwart unter Druck zu bringen, wird der Torwart angelaufen. Die Stürmer haben da die Erwartungshaltung, dass der Torwart unter Druck einen Fehler macht und den Ball verliert.

Pech nur wenn der Torwart eine Torspieler ist. Dann lässt sich er sich vom Gegner nicht unter Druck setzen. Alle Chancen liegen beim Torspieler. Lasse die Stürmer mit einer Finte ein oder zweimal ins Leere laufen und du wirst als Torspieler nicht mehr angelaufen.

Auf Youtube heißt das Video, “Wenn Torhüter denken, sie wären Feldspieler…”. Der richtige Titel für das Video ist, “Wenn Torhüter Torspieler sind”. 😉

Fazit: Fußball spielen macht im Tor am meisten Spaß, wenn man Fußball spielen kann. Also Training, Training, Training.




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Gibt es einen perfekten Körperbau für einen Torspieler?

 

Viele Trainer haben ein Bild von einem Torspieler. Wer nicht so aussieht, trotzdem aber im Tor spielen will bekommt nicht gerade gute Karten mit auf den Weg.

Das ist auch völlig in Ordnung solche Vorurteile zu haben, da die meisten Trainer eben keine Vorstellung von den Aufgaben des Torspielers haben. Die Frage ist ob das auch zielführend ist auf diese Vorurteile zu vertrauen.

Der Körperbau ist zum großen Teil von den erblichen Bausteinen abhängig. Er kann aber durch Muskel- oder Fettzuwachs individuell gestaltete werden. Je nachdem wie die Belastung Tag für Tag aussieht, passt sich der Köper an die Bedingungen an.

Wenn man sich zum Beispiel Sprinter ansieht, erkennt man ganz klar einen deutlichen Unterschied zu einem Kugelstoßer. Während der Sprinter meist Hühnerbeine mit ausgeprägten Schultern hat, besitzt ein Kugelstoßer eine große Masse mit extremer Ganzkörpermuskulatur.
Man erkennt, dass sich der Körper auf die unterschiedlichen Anforderungen mit speziellen Anpassungen reagiert.

Nun gibt es unterschiedliche Torspielertypen mit unterschiedlichen Spielstilen.

  • Es gibt den altmodischen sicheren Torwart.
  • Es gibt den modernen sicheren Torspieler.
  • Es gibt auch den modernen risikofreudigen Torspieler.

Die Spielweise in den Typen unterscheidet sich ebenfalls zwischen den einzelnen Keepern. Daraus folgen unendlich viele Spielertypen.

Und daraus kann man ableiten, dass es unterschiedliche perfekte Körper für die einzelnen Spielstile gibt. Aber da es unendlich viele Interpretationsmöglichkeiten von der Position Tor gibt, muss es auch unendlich viele perfekte Körper für die Stile geben.

Da ähnlich viele Spielstile unter den Trainern verbreitet sind, gibt es also für jeden Spielstil einen perfekten Torspieler mit einem perfekten Körperbau. Jeder Trainer hat also seinen eigenen perfekten Körper des Torspielers.

Jetzt kommt die Frage auf ob die Vorurteile auch auf den perfekten Körperbau des jeweiligen Spielstils zutrifft.

Diese Frage kann ich nicht zu 100% beantworten. Aber es ist nur logisch das es einige Glückstreffer gibt. Außerdem nehme ich an, dass die Wahrscheinlichkeit auf einen Glückstreffer bei guten Trainern größer wird.

Das Fazit ist also nicht immer nur äußerlich bleiben. Der Charakter beziehungsweise das Können ist das was zählt. In jedem Fall sind Körpergröße und schlacksige Bewegungslegastenie keine finalen Kriterien für den perfekten Körperbau des Torspielers.




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Kampfsport im Fußball

 

Fußball ist vom Typ her eine Ballsportart. Was viele vergessen ist der zweite Teil der Eingruppierung. Fußball ist nämlich auch eine Kampfsportart.

Aber was hat Fußball mit Kampfsport zu tun?
Wenn man sich zur Aufklärung dieser Frage die Spielweise von Island bei der EM als Beispiel ansieht, kann man den Kampfsport ganz deutlich erkennen.

Das ist normalerweise eine erkennbare Regel im Fußball: Die bessere Mannschaft hat den Ball und die schlechtere Mannschaft muss kämpfen.

Ein anderes Beispiel wäre ein jüngerer Jahrgang, der gegen einen älteren spielen muss. Die Jüngeren müssen den Ball laufen lassen, weil sie körperlich im direkten Kampf meist unterlegen sind. Nur durch Kampfsport können sie also nicht gewinnen. Das heißt der jüngere Jahrgang muss sich mehr auf den Ball konzentrieren, während die älteren auch über den Kampfsport, das heißt den Körpereinsatz, das Spiel gewinnen können.

Die Folge ist logisch. Normalerweise gewinnt die ältere Mannschaft, weil sie eben auf der körperlichen, kampfsportlichen und in der Regel auch auf der ballsportlichen Seite besser ist.

Wenn also eine leistungsorientierte Mannschaft gegen eine ältere Hobby-Mannschaft spielt müssen die Jüngeren das Spiel über die Technik machen.

Die Spieler werden aufgrund von mangelndem Können die Betonung nicht auf die Ballorientierung legen. Das hat zur Folge, dass diese Spieler öfter foulen. Dafür ist die Laufleistung der Kampfsportler dann auch deutlich höher. Dieser Spielertyp ist besser bekannt unter dem Namen der Abräumer, meist heimisch vor der eigenen Abwehr.

So einen Spieler braucht jede Mannschaft. Er macht die Laufwege, vor denen sich die “Stars” und möchtegerne Stars der Mannschaft drücken. Der Abräumer gibt der Mannschaft hinter den Kulissen Stabilität. Er ist sozusagen der bühnenbildhaltende Angestellte des Theaters.

Bei Real macht das Casemiro, bei Chelsea Kanté. Beides Spieler von ungemeinem Wert für ihre Mannschaft.

Wichtig ist, es ist nicht obligatorisch als Abräumer auch eine schlechte Technik zu haben. Es ist nur so, dass schlechtere Spieler mehr durch den Kampfsport auffallen.

Ist der Torwart bzw. Torspieler Kampfsportler oder Ballsportler? Der echte Torwart ist aus meiner Position Kampfsportler. Hierzu wieder ein Beispiel:

Oliver Kahn, der legendäre Titan.

Oliver Kahn hat Flanken abgefangen, da wurden andere Kick-Boxer neidisch.
Kahn wäre vermutlich auch in der MMA äußerst erfolgreich gewesen.

Anders sieht die Situation beim Torspieler aus. Natürlich braucht der moderne Torspieler auch Bestandteile aus dem Kampfsport, da sich im Vergleich zu Oliver Kahn der Aufgabenbereich rund um das Tor ja nicht verändert hat.

Der Torspieler ist aber hauptsächlich ein Ballsportler, da neben den torspezifischen Aufgaben auch die feldspielerspezifischen Aufgaben eine wichtige Rolle spielen. Spielaufbau ist eben zu allererst Intelegenz und Technik. Folglich ist der Spielaufbau meist sehr ballbetont.




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Was ist Talent?

 

Ein Talent ist eine ursprünglich altbabylonisch, später antike griechische Maßeinheit für das Wiegen. Wie viele Worte auch, hat sich aber die Verwendung des Wortes geändert. Heute verwendet man diesen Begriff meist mystifizierend. Gemeint ist damit eine Fähigkeit, die jemandem in die Wiege gelegt wurden.

Meiner Meinung nach gibt es kein Talent, dass den Fußball beeinflusst. Was braucht man, um ein guter Fußballer zu sein?

  • Technisches Können
  • Koordinative Fähigkeiten
  • Athletik
  • Taktisches Verständnis

Diese Faktoren kann trainieren. Hier kann also kein Talent im Sinne einer Fähigkeit, die jemandem mit in die Wiege gelegt wurde, vorliegen. Wenn ein Kommentator mit Fernsehen aber von einem talentierten Spieler spricht, meint er meist diese Grundbausteine des Fußballs.

Wenn aber eine Fähigkeit für alle gleichermaßen durch Training erlernbar ist, kann es kein Talent im Sinne des Wortes sein.

Was man nicht lernen kann und was für den Fußball aber wirklich wichtig ist, sind

  • Körperbau
  • Körpergröße
  • Muskelaufbau
  • Knochenbau
  • Muskel-Knochen-Verhältnis
  • räumliches Sehen
  • räumliches bewegtes Denken
  • gesunde Gelenke

Dies sind Beispiele für in die Wiege gelegte Eigenschaften eines Menschen. Wollen wir das wirklich als Talent bezeichnen. Ich bin der Meinung, das sind Gaben oder wie mein Papa sagt genetische Disposition.

Das Problem mit der Bezeichnung Talent ist, dass es Trainer im Bereich der Kinder- und Jugendmannschaften gibt, die glauben ernsthaft, sie können einen Fußballer aus 80 Metern erkennen. Was sie gut finden, hat Talent. Die anderen werden rausgemobbt.

Bei Kindern kann man noch nicht sagen, ob die mit 17 schlank oder dick sind. Man weiß bei einem 7 Jahre alten Kind nicht, ob es räumllich denken kann oder nicht. Kinder in dem Alter können das alle nicht. Man kann nur mit Spielen wie zum Beispiel Jägerball (siehe hier) heraus finden, ob das Kind räumlich sehen kann. Wenn es das nicht kann, sollte man dieses Kind nicht im Tor spielen lassen. Und man weiß, dass ein Kind nicht Fußball spielen kann, wenn der Arzt das auf Grund seiner medizinischen Diagnose festgestellt hat.

Kann man Talent im Profi-Fußball sehen? Beziehungsweise wo findet man Talent im Fußball?

Meiner Meinung nach wird der Konkurrenzkampf im Profisport nicht durch Talent sondern durch Training entschieden. Der, der am fleißigsten trainiert, dem wird Talent zugesprochen. Diese Spieler heißen dann zum Beispiel Ronaldo, Messi oder Bale. Die trainieren einfach nur viel und haben den passenden Körper dafür.

Im Profi-Bereich spielt Talent meiner Meinung nach also keine Rolle. Aber um aber Profi zu werden braucht man die oben genannten Talente. Ich denke, bei den angeborenen Eigenschaften spielen schon kleinste Unterschiede eine gewisse Rolle. Um Profi zu werden, braucht man diese Gaben (Körpergröße, Muskel-Knochen-Verhältnis, räumliches Sehen, räumliches bewegtes Denken und so weiter) obligatorisch. Diese Gaben führen aber nicht unbedingt dazu, dass man Profi wird.

Die eigentlichen Talente, die man braucht um Profi zu werden, sind Fleiß, Disziplin und das Streben nach dem Besseren. Das sind die eigentlichen Eigenschaften, die einen Profi hervorbringen können. Um es dann tatsächlich zu schaffen kommt noch eine weitere Größe hinzu, die der Nachwuchsprofi leider nicht beeinflussen kann: Das Glück.

Erfolg im Fußball ist also das Zusammentreffen von viel Fleiß, strenger Diziplin, starkem Streben nach dem Besseren und viel Glück.




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