Die Torspieler- bzw. Torwarttechniken mit meinen Videos lernen

 

Ich habe immer wieder Rückfragen und Kommentaren zu meinen Videos. Auf diese möchte ich gerne eingehen.

Zum Verständnis dieser Videos solltet ihr euch klar machen, wer die Zielgruppe ist. Meine Zielgruppe hier sind nicht die Profis und die Torspieler- und Torwarttrainer. Unter diesen habe ich zwar auch wirklich hochklassige Leser und Fans. Aber diese Menschen können sich aus wirklich sehr guten anderen Quellen informieren.

Meine Zielgruppe sind zu allererst Torspieler, Keeper, Torhüter, Torwarte. Das Informationsbedürfnis dieser Gruppe ist anders, als das von 0-8-15-Fußballern. Wir sind speziell, anders und für außenstehende manchmal ein bisschen komisch.

Daneben versuche ich auch die Trainer des Breitensports abzuholen und denen zu zeigen, worauf sie bei der Arbeit mit Ihrem Torspieler achten müssen. Im Breitensport ist der Torspielertrainer die absolute Ausnahme.

Für die angehenden oder sich selbst entwickelnden Nummer einsen und die Trainer, die keinen Torspielertrainer haben, habe ich Video-Tutorials gemacht. Weitere sind geplant. Hier geht es mir darum, den Torleuten, die keinen Torspielertrainer haben, zu zeigen, wie sie sich entwickeln können und was sie dazu tun müssen. Es geht um die Basics.

Die Torwarttechnik die die jungen Tormänner und Torfrauen als erstes lernen müssen, ist zum das Fangen. Wer nicht fangen kann, wird im Tor untergehen. Das Video dazu heißt “Zentrale Bälle auf den Mann”. Bevor ich erkläre, was ihr daraus lernt, schaut euch das Video doch noch einmal an (und gebt einen Daumen nach oben).

Ihr habt im Video eine pädagogische Reihe gesehen. Diese ist aufgebaut vom Einfachen hin zum Schwierigeren. Vom Bekannten hin zum Unbekannten. Wenn jetzt ein Jugendtrainer mit seiner E-Jugend (U11) trainiert, kann er zum Beispiel vor dem Training 30 Minuten mit allen seinen Torspielern arbeiten. Das sind in der Altersklassen noch viele.

In den ersten Trainingseinheiten beginnt er mit dem Fangen unter der Brusthöhe. Dazu erklärt er die Technik und lässt die Kinder durch wiederholen üben. Das kann man zunächst als 15 minütigen Technikeinheit machen. Danach macht man 15 Minuten ein Spiel, wo der Ball gefangen werden muss.

Diese Einheit wiederholt der Trainer immer wieder, bis die Kinder die Basics beherrschen. Parallel dazu kann man anfangen, den Ball zu greifen, zu heben und zu halten, um den Schritt zum Fangen des Balls über der Brust vorzubereiten.

Der nächste Schritt ist dabei immer der nächst schwierigere:

  • Fangen unter der Brusthöhe
  • Fangen unter der Brusthöhe mit Auftaktschritt
  • Ball greifen, heben, halten
  • Fangen über der Brusthöhe
  • Fangen über der Brusthöhe mit Auftaktschritt

Innerhalb der Einheiten wird die Schussgeschwindigkeit gesteigert. Schießen heißt hier, entweder schießt ein Kind oder der Trainer wirft den Ball. Die Kinder haben nichts davon, wenn die Schüsse nicht altersgerecht kommen.

Bis die Einheit “Zentrale Bälle auf den Man” in dem Beispiel 30 Minuten Sondertraining für alle potentiellen Torspieler einer Mannschaft der E-Jugend (U11) gelernt ist, muss der Trainer mindestens 10 Einheiten planen.

Erst wenn das relativ sicher gekonnt wird, kann der nächste Schritt gemacht werden.

Ich hoffe, ich konnte eure Fragen dazu klären. Wenn nicht, meldet ihr euch einfach bei mir!

 

Eine Bitte noch an euch: Bitte abonniert auch meinen Youtube-Kanal und gebt den Videos einen Daumen hoch. Hier der Link zu torspielertraining.de. Danke.

 

Hier alle Videos, die ich bisher gemacht habe:

Viel Spaß beim trainieren.




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Kaderplanung im Kinderfußball: Der Unterschied zwischen Mädchen und Jungs

 

Viele Vereine stellen sich erst gar nicht die Frage, ob es einen Unterschied gibt oder nicht, und trennen Jungs und Mädchen direkt von Anfang an in zwei unterschiedlichen Mannschaften auf. Die Folgen sind meist überfüllte Jungsmannschaften und spärlich besetzte Mädchenmannschaften. Aber so muss das nicht laufen. Hier ein paar aufgelistete Argumente für eine heterogene Mannschaft.

Auf der einen Seite werden die Mädchen mit den gleichen Chancen ausgestattet wie die Jungs. Das ist auf dem Weg zum weiblichen Fußballprofi eine Menge wert. Ein wichtiger Grund an dem schlechteren Leistungsniveau im Frauenfußball ist ja auch die ungerechte Förderung von Mädchen. In den hören Spielklassen der Frauenmannschaften ist man viel erfolgreicher, wenn man auf gemischte Kindermannschaften setzt, da die Frauen eine bessere fußballerische Ausbildung genossen haben.

Die Kaderplanung in der Jugend wird wesentlich vereinfacht. Man hat mehr Kinder und kann diese leistungsgerechter in verschiedene Mannschaften aufteilen. Im Idealfall spielen die etwas besseren in einer etwas höheren Liga und die etwas schlechteren in einer etwas schlechteren Liga. So geht man auf die Bedürfnisse möglichst vieler Kinder ein und fördert sie ganz individuell. Man holt die Kinder quasi an ihren Leistungsstand ab.

Ein etwas sport-theoretisches Argument wäre die Leistungsfähigkeit beziehungsweise die Belastbarkeit. In jungen Jahren erkennt man noch keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Erst ab ungefähr zehn Jahren kann man eine Gabelung der Kurve erkennen. Das bedeutet, dass es rational betrachtet keinen Grund für eine Trennung von Jungs und Mädchen unter zehn Jahren gibt. Im Gegenteil – motivierte Spielerinnen erhöhen bis mindestens zur U11, vielleicht auch bis zur U13 das Leistungsniveau der Mannschaften und die Trainingserfolge.

Ich habe ja bereits in einem Artikel probiert zu erklären, warum der Frauenfußball sich deutlich von dem Männerfußball differenziert. (siehe Frauenfußball) In der Jugend ab der erkennt man da natürlich auch schon erste Differenzen. Das sorgt für eine gewisse Vielseitigkeit im Kader. Klar kann man diese leichten Unterschiede in der Frühphase des ausgereiften Frauenfußballs schlechter als der Jungenfußball bewerten. Das ist aber nicht meine Meinung. Technisch gesehen kann es nur an der Ausbildung liegen, dass Frauen schlechtere Techniken haben als Männer. Gleiches gilt für Taktik und Spielniveau. Das einzige wo sich Männer und Frauen wirklich unterscheiden sind körperliche Faktoren und die treten erst ab der Pubertät ein. Das ist das Alter an dem die Mannschaften überwiegend getrennte Wege gehen sollten.




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Wie organisiert der Torwart seine Abwehr?

 

Eine gut organisierte Abwehr, die optimal steht, kann viele Torschüsse verhindern. Nach meinem Verständnis bedeutet jeder Torschuss, dass der Torspieler im Voraus einen Fehler bei der Organisation der Abwehr gemacht hat. Torwart und Abwehr sind eine organisatorische Einheit.

Damit die Mannschaft beziehungsweise die Abwehr auch das umsetzt was man sagt, muss man eine glaubwürdige Autorität sein.

Der Torwart sollte, wenn er es kann, nicht irgendwas sagen, sondern gezielte Anweisungen geben.

Die wichtigste Bedingung ist aber, dass der Torspieler zumindest ein bisschen taktisch klug ist und das Spiel antizipieren bzw. lesen kann.

Die meisten Torchancen entstehen durch falsches Verschieben der Abwehr. Dem kann man einfach vorbeugen, wenn vom Torspieler die richtigen Weisungen kommen. Dazu muss er aber verstehen, wie das Verschieben funktioniert.

Die folgende Erläuterung ist eine taktische Reduzierung auf die Abwehrkette. Das lässt sich beispielsweise auch auf eine Viererkette im Mittelfeld anwenden.

Dieses Verschieben der Abwehr basiert auf einem einfachen Prinzip aus der Mathematik. Die Abwehrkette muss eine möglichst maximalgroße Fläche abdecken und dabei die Abstände zwischen den einzelnen Verteidigern möglichst eng halten.

Dazu gibt es zwei Grundsituationen.

  1. Der Ballbesitzende dribbelt über außen in Richtung Tor.
  2. Der Ballbesitzende dribbelt vom Zentrum aus auf das Tor zu.

 

zu 1.

Wenn die erste Grundsituation zutrifft, muss die Abwehrkette in Form einer Banane zum Ballführenden hin verschieben. Dabei ist der ballentfernte Innenverteidiger der Spieler, der am tiefsten steht, um die Staffelung zu gewährleisten.

 

zu 2.

Bei der zweiten Grundsituation geht der ballnähere Innenverteidiger dem Gegenspieler entgegen und bildet so ein Dreieck mit dem anderen Innenverteidiger und dem Außenverteidiger. Diese rücken enger zusammen.

 

Warum bildet man immer ein Dreieck beziehungsweise ein halbes Dreieck an der Grundlinie?

Im Fall des Falls, wenn der vordere Spieler überspielt wird, können die hinteren Spieler noch eingreifen und gegebenenfalls auch Doppeln.

Man geht also kein Risiko ein. Das ganze System ist darauf ausgelegt, so viel Platz wie möglich abzudecken und dabei noch eine hohe Kompaktheit zu erreichen.

Es gibt Kommandos, die beim organisierten Verschieben der Viererkette helfen:

  • Zur Korrektur der Abstände: Name „enger“/„breiter“
  • Zur Korrektur der Staffelung: Name und „fallen“/„raus“
  • Zur Korrektur der Höhe der Viererkette: „fallen“/„raus“
  • Zur Korrektur der Verschiebung der Viererkette: „rechts“/„links“

Weisungen, die an alle Spieler gegeben werden, müssen sehr lautstark formuliert werden.




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Konzentrationstraining

 

Wie kann man seine Konzentration über 90 Minuten aufrecht und auf das Spiel fokussiert ich erhaltenen?

Diese Frage ist einfach beantwortet. Man konzentriert sich auf seine Aufgaben und das Spiel. Das klingt banal, ist es aber nicht wirklich.

Wenn der Torwart zum Beispiel die Konzentration auf die Abwehrorganisation richtet, ist er gezwungen dem Spiel zu folgen. Die immer neuen Spielsituationen fordern ständiges Mitdenken und Coachen der Abwehr. Da kann man sich keine Auszeit nehmen. Vor allem bei besseren Gegnern muss man immer bei 120% Konzentration sein.

Das Aufrecht erhalten der Konzentration ist dann Ausdauersache.

Das ist nicht so einfach und für viele Anfänger zu viel verlangt. Wie kann man jetzt seine Konzentration beziehungsweise die Ausdauer für Konzentration trainieren?

Das kann man schon im Alltag machen. Die Schule ist das beste Konzentrationstraining überhaupt. Vor allem bei langweiligen Stunden, wo es extrem schwer ist sich zu konzentrieren kann man die Konzentrationsausdauer super trainieren. Das ist zwar sehr ermüdend. Es hilft aber. Schule ist hat also einen Zweck und ist dafür da zu lernen: Konzentration. Diese Trainingsmöglichkeit hat mir geholfen. Es wirkt sich auf die Konzentration in langweiligen Spielen positiv aus und nebenbei werden die Schul-Noten etwas besser.

Einer weitere sehr effektive Übungsmöglichkeit im Alltag, vor allem in den Regenerationsphasen ist das Lesen. Wer sehr viele Bücher liest, lernt dadurch nicht nur die deutsche Sprache und Grammatik, sondern viel mehr kann man sich besser und länger konzentrieren. Das ist eine Möglichkeit die meiner Meinung nach sehr unterschätzt wird. Ich persönlich lese sehr viel und sehr gerne. Die Folge ist, meiner Meinung nach, eine ausgeprägte Konzentrationsfähigkeit.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Konzentrationsausdauer im Training zu trainieren. Hier trainiert man mental durchgehend auf sehr hohem Niveau.  Das heißt, dass die Übungsformen sehr komplex und das Gehirn ständig gefordert ist. Zwischen durch kann man kurze Regenerationsübungen machen.  Sehr effektiv sind koordinative Übungen am Ende einer anstrengenden Einheit. Das sind Übungen, die den Geist je nach Komplexität beanspruchen.

Spielnah ist das auch, wenn nach anstrengenden Einheiten die Konzentration gefordert wird. Es gibt Spiele, in denen man 89 Minuten nichts machen muss. Aber in der 90. muss man voll da sein. Und es gibt Spiele, da muss man in 1. Minute genau so konzentriert sein, wie in der 90.

Worauf Trainer immer achten sollten, der Torspieler sollte möglichst früh beginnen, mindestens die Verteidigung zu coachen. Natürlich kann ein Kind das am Anfang noch nicht. Da erzählt es eben dummes Zeug. Zunächst muss man lernen zu sprechen und zeitgleich das Spiel zu antizipieren. Je mehr das geübt wird, um so besser wird der Torspieler. Coacht der Torspieler ist er gezwungen, sich über das ganze Spiel zu konzentrieren.




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Gibt es einen perfekten Körperbau für einen Torspieler?

 

Viele Trainer haben ein Bild von einem Torspieler. Wer nicht so aussieht, trotzdem aber im Tor spielen will bekommt nicht gerade gute Karten mit auf den Weg.

Das ist auch völlig in Ordnung solche Vorurteile zu haben, da die meisten Trainer eben keine Vorstellung von den Aufgaben des Torspielers haben. Die Frage ist ob das auch zielführend ist auf diese Vorurteile zu vertrauen.

Der Körperbau ist zum großen Teil von den erblichen Bausteinen abhängig. Er kann aber durch Muskel- oder Fettzuwachs individuell gestaltete werden. Je nachdem wie die Belastung Tag für Tag aussieht, passt sich der Köper an die Bedingungen an.

Wenn man sich zum Beispiel Sprinter ansieht, erkennt man ganz klar einen deutlichen Unterschied zu einem Kugelstoßer. Während der Sprinter meist Hühnerbeine mit ausgeprägten Schultern hat, besitzt ein Kugelstoßer eine große Masse mit extremer Ganzkörpermuskulatur.
Man erkennt, dass sich der Körper auf die unterschiedlichen Anforderungen mit speziellen Anpassungen reagiert.

Nun gibt es unterschiedliche Torspielertypen mit unterschiedlichen Spielstilen.

  • Es gibt den altmodischen sicheren Torwart.
  • Es gibt den modernen sicheren Torspieler.
  • Es gibt auch den modernen risikofreudigen Torspieler.

Die Spielweise in den Typen unterscheidet sich ebenfalls zwischen den einzelnen Keepern. Daraus folgen unendlich viele Spielertypen.

Und daraus kann man ableiten, dass es unterschiedliche perfekte Körper für die einzelnen Spielstile gibt. Aber da es unendlich viele Interpretationsmöglichkeiten von der Position Tor gibt, muss es auch unendlich viele perfekte Körper für die Stile geben.

Da ähnlich viele Spielstile unter den Trainern verbreitet sind, gibt es also für jeden Spielstil einen perfekten Torspieler mit einem perfekten Körperbau. Jeder Trainer hat also seinen eigenen perfekten Körper des Torspielers.

Jetzt kommt die Frage auf ob die Vorurteile auch auf den perfekten Körperbau des jeweiligen Spielstils zutrifft.

Diese Frage kann ich nicht zu 100% beantworten. Aber es ist nur logisch das es einige Glückstreffer gibt. Außerdem nehme ich an, dass die Wahrscheinlichkeit auf einen Glückstreffer bei guten Trainern größer wird.

Das Fazit ist also nicht immer nur äußerlich bleiben. Der Charakter beziehungsweise das Können ist das was zählt. In jedem Fall sind Körpergröße und schlacksige Bewegungslegastenie keine finalen Kriterien für den perfekten Körperbau des Torspielers.




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Wie macht man sein Training effizient?

 

Das Training und das Niveau hängen von der Gestaltung des Trainings ab. Das wird zum einen durch den Trainer und vor allem auch durch die Spieler bestimmt.

Der Trainer hat die Entscheidungsgewalt bezüglich der Belastungskomponenten (siehe hierzu Trainingstheorie oder Trainingsplan) und des Inhalts. Er kann das Niveau durch gute und zielführende Übungen und durch sinnvolles Coaching zusätzlich anheben.

Allerdings kann der Trainer hier nur ein begrenzt hohes Niveau erreichen, wenn die Spieler nicht mitmachen.

Wenn man selber besser werden will, muss man also mitmachen. Dazu gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Der Spieler denkt sich in ein Spiel. Das zwingt ihn dazu immer 100 Prozent oder mehr zu geben. So kann man dem Trainer in die Karten spielen und sich extrem verbessern. Hier macht man aber trotzdem nur so viel wie man muss.
  2. Der Spieler geht bewusst immer an seine Leistungsgrenze. Das ist die Möglichkeit um ganz nach oben zu kommen. Die Schnelligkeitsübungen macht man so schnell man kann. Die Technikübungen macht man mit 100 prozentiger Konzentration. Die Kraftübungen macht man, bis man nichts mehr machen kann. Die Ausdauersachen macht man bis man keinen Schritt mehr machen kann. Kurz gesagt: Man geht immer an die Schmerzgrenze und macht mehr als alle anderen.

Ein weiterer großer Faktor, der das Trainingsniveau und dessen Effektivität mitbestimmt sind die Mitspieler.

Das gilt für den Torspieler ganz besonders. Es macht ein Unterschied, ob die Spieler bei einer Torschußübung auf Tore gehen oder probieren den Ball in den Winkel zu zirkeln.

Das wirkt sich vor allem aber auf das Trainingsspiel aus. Wenn drei Leute richtig spielen und der Rest probiert zu Tunneln macht das Spiel keinen Sinn. So sinkt das Spielniveau kontinuierlich und die drei Spieler plus die ganze Mannschaft haben nichts vom Training.

Man muss gewinnen wollen. Ohne den absoluten Siegeswillen kann man nicht besser werden, geschweige den, Spiele gegen ähnlich starke Mannschaften gewinnen.

Das hängt sicher auch mit einer Motivation zusammen. Es funktioniert nicht, wenn der Vater will, dass der Sohn mal Bundesliga spielt. Der Sohn muss es wollen. Da kann der Vater drohen mit was er will. Ohne eine intrinsische Motivation geht gar nichts.




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Was ist Talent?

 

Ein Talent ist eine ursprünglich altbabylonisch, später antike griechische Maßeinheit für das Wiegen. Wie viele Worte auch, hat sich aber die Verwendung des Wortes geändert. Heute verwendet man diesen Begriff meist mystifizierend. Gemeint ist damit eine Fähigkeit, die jemandem in die Wiege gelegt wurden.

Meiner Meinung nach gibt es kein Talent, dass den Fußball beeinflusst. Was braucht man, um ein guter Fußballer zu sein?

  • Technisches Können
  • Koordinative Fähigkeiten
  • Athletik
  • Taktisches Verständnis

Diese Faktoren kann trainieren. Hier kann also kein Talent im Sinne einer Fähigkeit, die jemandem mit in die Wiege gelegt wurde, vorliegen. Wenn ein Kommentator mit Fernsehen aber von einem talentierten Spieler spricht, meint er meist diese Grundbausteine des Fußballs.

Wenn aber eine Fähigkeit für alle gleichermaßen durch Training erlernbar ist, kann es kein Talent im Sinne des Wortes sein.

Was man nicht lernen kann und was für den Fußball aber wirklich wichtig ist, sind

  • Körperbau
  • Körpergröße
  • Muskelaufbau
  • Knochenbau
  • Muskel-Knochen-Verhältnis
  • räumliches Sehen
  • räumliches bewegtes Denken
  • gesunde Gelenke

Dies sind Beispiele für in die Wiege gelegte Eigenschaften eines Menschen. Wollen wir das wirklich als Talent bezeichnen. Ich bin der Meinung, das sind Gaben oder wie mein Papa sagt genetische Disposition.

Das Problem mit der Bezeichnung Talent ist, dass es Trainer im Bereich der Kinder- und Jugendmannschaften gibt, die glauben ernsthaft, sie können einen Fußballer aus 80 Metern erkennen. Was sie gut finden, hat Talent. Die anderen werden rausgemobbt.

Bei Kindern kann man noch nicht sagen, ob die mit 17 schlank oder dick sind. Man weiß bei einem 7 Jahre alten Kind nicht, ob es räumllich denken kann oder nicht. Kinder in dem Alter können das alle nicht. Man kann nur mit Spielen wie zum Beispiel Jägerball (siehe hier) heraus finden, ob das Kind räumlich sehen kann. Wenn es das nicht kann, sollte man dieses Kind nicht im Tor spielen lassen. Und man weiß, dass ein Kind nicht Fußball spielen kann, wenn der Arzt das auf Grund seiner medizinischen Diagnose festgestellt hat.

Kann man Talent im Profi-Fußball sehen? Beziehungsweise wo findet man Talent im Fußball?

Meiner Meinung nach wird der Konkurrenzkampf im Profisport nicht durch Talent sondern durch Training entschieden. Der, der am fleißigsten trainiert, dem wird Talent zugesprochen. Diese Spieler heißen dann zum Beispiel Ronaldo, Messi oder Bale. Die trainieren einfach nur viel und haben den passenden Körper dafür.

Im Profi-Bereich spielt Talent meiner Meinung nach also keine Rolle. Aber um aber Profi zu werden braucht man die oben genannten Talente. Ich denke, bei den angeborenen Eigenschaften spielen schon kleinste Unterschiede eine gewisse Rolle. Um Profi zu werden, braucht man diese Gaben (Körpergröße, Muskel-Knochen-Verhältnis, räumliches Sehen, räumliches bewegtes Denken und so weiter) obligatorisch. Diese Gaben führen aber nicht unbedingt dazu, dass man Profi wird.

Die eigentlichen Talente, die man braucht um Profi zu werden, sind Fleiß, Disziplin und das Streben nach dem Besseren. Das sind die eigentlichen Eigenschaften, die einen Profi hervorbringen können. Um es dann tatsächlich zu schaffen kommt noch eine weitere Größe hinzu, die der Nachwuchsprofi leider nicht beeinflussen kann: Das Glück.

Erfolg im Fußball ist also das Zusammentreffen von viel Fleiß, strenger Diziplin, starkem Streben nach dem Besseren und viel Glück.




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Fragen an TorspielerTheo

 

Frage: Wieso kann ich nach der Verletzung nicht mehr richtig schießen?

Hatte vor meine Verletzung beim Fußball Mega gute Schüsse und sehr präzise. Ich habe mir einen Muskelfaserriss zugezogen und hatte 4 Wochen Pause nach drei Wochen ging es mit den Schmerzen und war ab und zu bisschen kicken und meine Schüsse waren noch gut. Eine Woche später war ich wieder schießen NACH DER HEILUNG und treffe nicht mal mehr das Tor. Woran kann es liegen. Ich meine die Schüsse können sich doch nicht so sehr verschlechtern. Vielleicht hätte ich einen schlechten Tag.

Antwort: Natürlich kannst du einen schlechten Tag gehabt haben, warst nicht ausgeschlafen oder as auch immer. Vielleicht hilft dir aber der Hintergrund, weshalb Fußballer gerade in den jungen Jahren plötzlich schlecht werden.

Es gibt so etwas wie ein “muskuläres Gedächtnis”. Bei einem seitlichen Abschlag des Torspielers ist das zum Beispiel extrem wichtig, weshalb die Torspieler vor jedem Spiel seitliche Abschläge machen müssen. Sonst gehen die Bälle im Spiel sonst wo hin. Das hast du sicher schon einmal gesehen.

Diese “muskuläres Gedächtnis” ist durch die Verletzung irritiert. Die Irritation hast du durch das Kicken mit Schmerzen noch verstärkt. Der Muskel versucht die Schmerzen zu vermeiden und geht in den Schonbetrieb.

Jetzt musst du das “muskuläres Gedächtnis” neu konditionieren. Trainiere und irgend wann funktioniert es wieder. Das ist nicht ungewöhnlich.

Übrigens bei Kindern, die gerade schnell wachsen, kommt das auch so vor. Wenn du gerade wächst, kommt es zu den gleichen Irritationen der Muskulatur. Da gilt der einfache Grundsatz weiter trainieren. Insgesamt fängt man ja nicht bei 0 wieder an. Es geht nur darum, den Muskel die wenig verändertem Abläufe lernen zu lassen. Das ist nach wenigen Trainings wieder wie es mal war.




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Worauf muss man achten, wenn man mit Kindern Torspielertraining macht?

 

Die Kinder müssen Spaß haben.

Ohne Spaß geht bei den Kindern gar nichts. Nicht nur deshalb sollte man diesen bei Kindern besonders fördern. Die Kinder spielen normalerweise aus Spaß Fußball, an der Bewegung und im Tor. Wenn man ihnen den Spaß nimmt, machen die Kleinen es nicht mehr, weil sie es wollen. Das hat mit der Motivation zutun.

Es gibt zwei grundsätzliche Motivationsarten. Die intrinsisch und extrinsische Motivation. Die intrinsische Motivation bedeutet, aus sich selbst heraus motiviert. Man macht etwas, weil man es selbst machen will.

Die extrinsische Motivation ist also eine Motivation von außen.

Logischerweise ist die Motivation von innen besser für eine gute Leistung und die einzige Motivation, um die Kinder bei der Stange zu halten.

Das bedeutet, dass wenn Kinder zum Fußball direkt oder indirekt genötigt werden, spielen sie automatisch schlechter. Man kann dies oft bei Kindern beobachten, bei denen sich Mama oder Papa verwirklichen. Beide stehen dann mit Bier und Zigarette am Spielfeldrand und brüllen das Kind an, dass dann “ja so talentiert ist”.

Das führt zur Frustration des Kindes und wirkt sich dann auch auf die Mannschaft aus. Die Motivation und Freude nehmen ab.

Fehlende Freude am Fußball führt dann auch dazu, dass die Kinder nichts im Training lernen. Um zu lernen muss man lernen wollen. Das wird man nicht, wenn man kein Spaß an der Sache hat und sich über die eigene Verbesserung freuen kann.

Optimale Technik und perfekte Durchführung

Im goldenen Lernalter kann sehr viel sehr schnell gelernt werden. Wenn der Bewegungsablauf falsch gelernt wird, dauert es sehr lange den wieder zu korrigieren, da dieser zu sehr verinnerlicht wurde und eventuell schon zum Reflex wurde.

Das bedeutet, dass man gerade bei Kindern auf die richtige Ausführung achtet. Es macht zum Beispiel bei 10 Jahre alten Kindern keinen Sinn, Mauer- und Konterfußball zu spielen. Die Kinder lernen dabei das holzen und das Ball weghauen. Sie lernen dabei nichts über Taktik oder Technik. Ich habe viele Väter am Spielfeldrand gesehen, die der Meinung waren, Fußball ist das Spiel, bei dem die anderen den Ball haben. Das ist Quatsch!

In Zukunft werden mehr Torspieler und weniger Torhüter benötigt. Wann sollen die Kinder lernen, als Torspieler zu spielen, wenn nicht bei den Bambinis bsi zur D-Jugend. Ich habe in den unteren Spielklassen viele Torhüter gesehen, die nicht im Ansatz Torwarttechniken beherrschten. Von ihrem Tor haben sie sich aber auch keine 2 Meter entfernt. Die nennen sich dann “gelernter Torwart”. Walter sagt zu solchen Menschen auch schon mal, “Fußball ist nicht seine Sportart”

 

Keine Angst vorm Hechten oder vorm Ball

Wenn man Angst vor dem Ball oder Hechten hat kann man nicht ins Tor gehen. Das soll heißen, dass diese Ängste den Kindern so früh wie möglich genommen werden müssen. Es gibt gesundheitliche Einschränkungen, die das Spielen im Tor für Kinder frustrierend machen. Dazu gehören Fehlsichtigkeiten. Wer nicht 3D-sehen kann, hat im Tor immer Angst.

Man nimmt den geeigneten Kindern Angst durch frühe koordinative Übungen, durch die die Kinder sich an das Fallen und Abrollen beziehungsweise den Ball gewöhnen können.

In jedem Fall muss das Training schmerzfrei ablaufen. Schmerzfreies Lernen ist hier sehr wichtig. Man muss auf die Kinder eingehen. Schmerzen bedeutet immer falsche Technik oder gesundheitliche Schwierigkeiten. Hat ein Kind Schmerzen und dem Arzt fallen im Rahmen der Vorsorgeuntersuchungen keine gesundheitlichen Probleme auf, muss der Trainer sein Training hinterfragen und anpassen.

 

Persönlichkeitsbildung

Fußball ist ein Mannschaftssport. Im Team kann man soziale Kompetenzen für das Leben lernen oder eben auch nicht. Für den Umgang mit den Kindern ist Ehrlichkeit extrem wichtig. Das bedeutet auch, dass man unschöne Wahrheiten klar und frühzeitig kommuniziert und zu seiner Position steht.

Klar zu kommunizieren bedeutet aber nicht, dem Kind die Tür vor der Nase zuzuschlagen, sondern ihm die Probleme und die Lösungsansätze aufzuzeigen.

Ich persönlich bin schon der Meinung, dass man den Mannschaftsclown auf die Bank setzen kann. Der spielt dann eben nicht. Es hat aber einen Grund, warum der Mannschaftsclown Clown ist. In der Regel ist das Unsicherheit und Angst vor Fehlern. Wenn man also jemanden nicht spielen lässt, bedeutet das, dass man sich mehr mit ihm beschäftigt, um ihn wieder an die Mannschaft heran zu führen.

Gute Trainer sind Respektpersonen und gute Freunde. Man kann die Rollen auch auf Trainer und Co-Trainer aufteilen. Wichtig ist, dass der Trainer das Training und seine Kinder ernst nimmt. Das ist eine Voraussetzung dafür, dass die Kinder lernen wollen und Fußball als eine wichtige Sache kennen lernen.




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1 gegen 1: Der Block

 

1 gegen 1 oder 1:1 oder 1 vs. 1 ist der Zweikampf zwischen Stürmer und Torwart. Zweikampf erfordert Mut und Können. Ein echter Torwart zeigt sich im 1 gegen 1.

Im Bereich 1 gegen 1 gibt es einige technische Fähigkeiten die intensiv trainiert werden müssen. Dieses Video zeigt das Erlernen des Blockstellens. In der didaktischen Kette des Videos wird zunächst der seitliche Block entwickelt und dann der frontale Block erlernt. Prinzipiell sind frontaler Block und seitlicher Block aber unabhängig.

Das Blockstellen gehört zu den fortgeschrittenen Techniken des Torwarts. Zur vollständigen Ausbildung des Keepers gehört es mit dazu. Diese Technik ist das, wofür die Stuttgarter Torwartschule einen internationalen Ruf genießt. Wer in Stuttgart ausgebildet wurde, hat das 1 gegen 1 von der Pike auf gelernt.

Ein guter Torwarttrainer bzw. Torspielertrainer sieht, ob jemand in Stuttgart gelernt hat oder nicht. Damit sich das ändert, gibt es dieses Video. Gerne machen wir hierzu auch Trainerfortbildungen.

Man kann die Technik des Blockstellens mit Kindern ab ca. 10 Jahren beginnen. Das Programm, dass das Video zeigt, nimmt dann 1 bis 2 Jahre in Anspruch. Dann können die Kinder diese Technik auch im Spiel anwenden, ohne drüber nachdenken zu müssen.

Was mir wichtig hierbei ist:

  • Die Kinder bzw. die Torhüter dürfen keine Angst haben. Sie müssen die Technik und den Zweikampf langsam erlernen. Im Training dürfen keine Verletzungen und Schmerzen auftreten.
  • Bei Schüssen im Training altersgerecht schießen.
  • Wenn der Schütze nachsetzt, bitte nicht nach dem Torspieler oder der Torspielerin treten.
  • Schüsse ins Gesicht immer vermeiden.
  • Den Torhütern unbedingt vermitteln, dass Angst weh tut und Mut Verletzungen vermeidet. Dazu muss der Trainer bzw. der Stürmer immer zurück ziehen, wenn er seinen Torspieler verletzen könnte.




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