Warum ist der Torwart immer ein bisschen komisch?

 

Im Fußball ist der Torhüter eine sehr wichtige Persönlichkeit auf dem Platz. Er sollte eine Führungsperson sein. Wenn es drauf ankommt, soll er keine Gegentore kassieren. Aber auch neben dem Platz soll er eine Führungsrolle übernehmen.

Weiterhin machen die Regeln den Keeper zu einem Einzelkämpfer im Team. Er ist etwas besonderes. Es heißt aber, dass auch neben dem Platz der Torwart eine besondere Persönlichkeit ist. Das wird bestätigt durch Türhüter wie Oliver Kahn. Einer von vielen, bei dem sich die Öffentlichkeit gefragt hat: Hat der noch alle Tassen im Schrank?

Nun fragen sich gerade die Torfrauen und Tormänner: Warum sind die Torleute alle ein bisschen verrückt.

Die Ursachen dazu findet man im Spiel.

Der Torspieler ist eine Führungsperson. Das heißt, er muss sich gegenüber der kompletten Mannschaft durchsetzen können. Das fordert eine gewisse Schlagfertigkeit und Intelligenz, aber auch eine gewisse Arroganz und Ignoranz gegenüber anderen Meinungen.

Die Position im Tor ist die komplexeste. Es gibt ja auch den Spruch: “Je weiter der Spieler vom Tor entfernt ist, desto dümmer ist er.” Das muss selbstverständlich nicht immer gelten. Es gibt sicher auch hoch intelligente Stürmer und Mittelfeldspieler. Auch hier erfordert das Spiel eine hohe Intelligenz.

Jeder Fehler den der Keeper macht kann man zählen. Beim Stürmer werden die Erfolge gezählt. Deshalb dürfen sich Torspieler sich nicht zu viel Gedanken machen, was andere über die Nummer 1 denken. Die Torhüter und Torhüterinnen müssen sich über die Konsequenzen ihres Handelns in sehr distanzierter Form bewusst sein. Im Tor spielt man eben anders, als man sich hinterher analysiert.

Außerdem machen Torspieler und Torspielerin alles, um das Team im Spiel zu halten. Das heißt, kein Gegentor zu bekommen. Dazu gehört auch, dass ein Torwart sich aus nächster Nähe voll abschießen lässt. Wer beim Fußball im Tor spielt, darf also gar keine Angst vor dem Ball haben. Das ist eine Sache, an denen die meisten Feldspieler verzweifeln. Feldspieler haben in der Regel schon Angst, wenn sie sich in die Mauer stellen sollen.

Als Torspieler bzw. Torspielerin ist man der letzte Fels in der Brandung. Man ist manchmal ganz einsam auf dem Platz und oft der Depp der Nation und manchmal auch der Held der Helden.

Das fordert einen ganz speziellen Charakter.

Um Torwart zu werden gehört eben nicht nur ein bisschen Technik dazu. Im Gegenteil man muss intelligent und clever sein, man muss emotional, abgeklärt und rational sein, man muss sich mutig dem Gegner entgegenstellen. Kurz: Man muss anders sein. Ohne ein bisschen Fanatismus geht Torspieler oder Torspielerin sein eben nicht.




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Warum haben viele Keeper neonfarbene Trikots?

 

Nicht selten sieht man in den europäischen Top-Ligen Keeper mit Augenkrebs verursachenden Trikotfarben. Das hat dann zur Folge, dass alle kleinen Torspieler eine neue Lieblingsfarbe haben, die bei den Eltern bleibende Sehschäden verursachen. Oft wissen aber beide nicht, warum diese Farbe gewählt wird.

Die meisten „Top-Trainer“ in der Kreisliga glauben, dass die helle Neonsignalfarbe der Ablenkung des Stürmers bewirkt. Damit liegen sie gar nicht soweit daneben.

Der eigentliche Grund ist der:

Die Signalfarbe fällt im Tor auf. Der Stürmer, der in einer Drucksituation einfach schießt und das Tor vielleicht nur im Augenwinkel sieht, registriert das neonfarbene Trikot.

Das spricht jetzt sein Unterbewusstsein an. Der Schütze schieß in der Regel dahin, wo er seine Konzentrtion drauf lenkt. Automatisch zielt der Stürmer unterbewusst auf das neonfarbene Trikot. Alles ist dem Keeper lieber als ein Gegentor, also lässt sich der Torhüter abschießen.

Das ist die Psychologie hinter der oft geschmacklos gewählten Trikotfarbe des Keepers.

Klar kann man argumentieren, dass eine solche Situation, gemeint ist eine 1gegen1 Situation oder ähnliches aus relativ kurzer Distanz, im Spiel nur recht selten vorkommt. Allerdings werden diese Situationen mit steigender Spielklasse häufiger, da die Defensive besser funktioniert und der Stürmer effektiv weniger Zeit hat über das genaue Ziel seines Schusses nach zu denken. Es wird also mehr aus Instinkt und Intuition geschossen. Und die Psychologie wirkt nicht nur im 1 vs. 1 sondern auch bei Fernschüssen.

Gerade bei Kindern ist es meist so, dass sie nicht bewusst schießen. Sie denken nicht vor jedem Schuss daran, wo der Ball jetzt gleich einschlägt.

Gerade in den Extremen der Alters- und Spielklassen lohnen sich solche extravaganten Trikotfarben für den Torhüter also. Den wenn so eine Situation im Spiel drei mal vorkommt, sind davon vielleicht zwei Bälle auf den Mann und einer in unmittelbarer Umgebung geschossen.

Allerdings gilt das Gleiche auch für die Mitspieler. Das bedeutet, dass je weiter der Torspieler offensiv spielt oder je mehr der Torspieler in das Spiel eingebunden ist, um so weniger geeignet sind die Augenkrebsfarben für das Outfit des Torspielers.




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Körpersprache und Ausstrahlung

 

Für die Mannschaft macht es einen großen Unterschied ob der Keeper selbstbewusst ist oder schüchtern, ob er ruhig oder aufgeregt gar nervös ist und ob er das auch ausstrahlt oder nicht.

Mannschaften spielen mit manchen Torleuten besser als mit anderen. Das hat seine psychologischen Gründe.

Wenn der Torspieler hinten ständig nervös rumläuft und eine unsichere, also in sich zusammenfallende Körperhaltung hat ist das in Sprache übersetzt ein Misstrauen an die Abwehr. Der Torspieler vertraut der Abwehr nicht zu 100%. Das macht natürlich auch die Abwehr unsicher und schon passieren Fehler, die so sonst nicht passieren. Das wird sich dann auch auf die gegnerische Mannschaft auswirken.

Wenn der Torwart nicht selbstbewusst ist, vermittelt er der eigenen Mannschaft Misstrauen in seine eigenen Fähigkeiten. Während jetzt also die eigene Mannschaft zunehmend unsicherer wird, gewinnt die gegnerische Mannschaft zunehmend an Selbstvertrauen. Die denken sich dann: Der Keeper ist von denen schlecht, weil der vertraut nicht mal sich selbst, also muss es ja leichter sein Tor zu schießen.

Ein Kreislauf, der die eigene Mannschaft kaputt machen kann. Ist der Keeper selbstsicher und harmoniert mit seiner Mannschaft, strahlt das bis nach vorne aus. Mittelfeldspieler und Stürmer haben weniger Angst vor dem Verteidigungsfall. Damit arbeiten sie besser nach vorne und schießen mehr Tore.

Der Tormann sollte außerdem eine Führungspersönlichkeiten sein. Dazu ist es obligatorisch, eine Autorität zu haben und zu sein. Das kann man nicht erreichen, wenn man kein Selbstbewusstsein ausstrahlt. Man ist dazu gezwungen Stärke aus zu strahlen.

Das Ausstrahlen kann man zum einen durch Mimik machen. Allerdings erkennt der Stürmer dann meist nicht den Unterschied zwischen einem selbstbewusstem Lächeln und einem hyperaktivem Fratzen schneiden.

Also muss man es irgendwie anders lösen. Die Körperhaltung bietet sich da an. Man kann auch am anderen Ende des Stadions noch sehen, ob der Torwart da steht wie eine Autorität oder ob er da im Boden versinken will vor Schüchternheit.

Man erreicht eine starke Körperhaltung durch eine hohe Körperspannung. Wenn der Oberkörper gerade ist und der Keeper im Tor steht wie der Fels in der Brandung.

Das Gegenteil wäre ein zusammengesunkener Torwart der Angst hat.

Die Ausstrahlung ist also auch ein wichtiger Grund für eine stabile Körperhaltung und eine gute Rumpfstabilität. Das kannst du auch in der Schule üben, zum Beispiel dadurch, dass du gerade und aufrecht sitzt und Selbstbewusstsein ausstrahlst.




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Mach dein Ding

 

Und heute wieder das Thema Motivation: Motivation gibt es internistisch, das heißt aus einem selbst heraus, und extrinsisch, das heißt durch jemand anderen. Auf Dauer funktioniert Motivation nur, wenn du selbst es willst. Niemand macht etwas auf Dauer für andere.

Das man nicht auf Dauer nur für andere etwas macht, gilt natürlich ganz besonders für ein Hobby wie Fußball. Es wird niemandem auf Dauer gelingen, motiviert Fußball zu spielen, weil man damit Papa oder Mama eine Freude macht. Wer das also nur deshalb macht, hat immer ein Motivationsproblem. Der will das ja nicht selbst.

Wenn du nicht selbst Fußball spielen willst, ist es besser, sich etwas Anderes zu suchen. Was das ist, ist egal. Es kann auch Fußball in einer anderen Mannschaft sein, die nur just for fun spielt.

Hier noch einmal die Erklärung von Udo Lindenberg zu dem Thema: Mein Dein.

Liedtext Mein Ding

Als ich noch ein junger Mann war
saß ich locker irgendwann da
auf der Wiese vor’m Hotel Kempinski
Trommelstöcke in der Tasche
in der Hand ne Cognacflasche
und ‘n Autogramm von Klaus Kinski
Ich guckte hoch aufs weiße Schloss
oder malochen bei Blohm & Voss
Nee irgendwie, das war doch klar
irgendwann da wohn ich da
In der Präsidentensuite
wos nicht reinregnet und nicht zieht
und was bestell ich dann?
Dosenbier und Kaviar
 
Und ich mach mein Ding
egal was die anderen sagen
Ich geh meinen Weg
ob gerade ob schräg, das ist egal
ich mach mein Ding
egal was die anderen labern
Was die Schwachmaten einem so raten
das ist egal

ich mach mein Ding…

Und jetzt kommst du aus der Provinz

und wenn auch jeder sagt du spinnst
du wirst es genauso bringen
machst auf die charmante Art
mal elastisch
manchmal hart
manchmal musst du das Glück auch zwingen…
Später spricht dann Wilhelm Wieben
er ist sich immer treu geblieben
die Mode kam die Mode geht

man war immer noch der King.

Ja du machst dein Ding

Egal was die ander’n sagen
Du gehst deinen Weg
Ob geradeaus schräg
Das is doch egal
Du machst dein Ding
Egal was die ander’n labern
Was die Schwachmaten einem so raten

das ist egal

Und dann bist du dir immer treu geblieben

Und Roomservice wird mit U und H geschrieben

Und ich mach mein Ding

Egal was die ander’n labern
Was die Schwachmaten einem so raten
das ist egal
Ja ich mach mein Ding
Egal was die ander’n labern
Was die Schwachmaten einem so raten
das ist egal
Ich mach mein Ding!




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Mindset

 

Hier eine gute Zusammenfassung zum Thema Motivation und Mindset.

Christoph Daum “Wenn der Kopf richtig funktioniert, ist er wie das dritte Bein.”




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Fragen an TorspielerTheo: Motivation

 

Häufig erreicht mich die Frage: Ich kann mich nicht mehr für Fußball motivieren. Was soll ich tun?

Hier dazu meine Meinung in ganz kurzer Form. Dazu zunächst ein kleiner Ausflug in die Theorie.

Motivation gibt es in zwei Arten.

  • intrinsische Motivation und
  • extrinsische Motivation

Intrinsische Motivation ist dabei eine Motivation aus sich selbst heraus. Man macht etwas, weil man Bock darauf hat. Nur bei diese Motivationsart kann man seine maximale Leistung abrufen.

Extrinsische Motivation ist eine Motivation von außen. Man macht etwas, weil die Eltern oder wer auch immer Bock darauf haben, dass man das macht.

 

Man spielt nur guten Fußball um Spaß zu haben. Umgekehrt wenn man Spaß haben will spielt man guten Fußball.

Ist diese Aussage nicht zutreffend sollte man sich die Frage stellen, warum man fußballerisch da steht wo man steht. Wollte das zum Beispiel der Vater oder ich. Dies ist eine Frage, die sehr wichtig ist. Wenn andere wolle, dass ich etwas tue, werde ich früher oder später mit Motivationsproblemen zu kämpfen haben.

Wenn man die Frage beantwortet, immer noch Fußball spielt, weil es Spaß macht, ist das sehr gut. Das bedeutet das man zumindest bis vor kurzem Spaß am Fußball hatte.

Ist der Spaß verklungen kann das viele unterschiedliche Gründe haben. Wenn man wieder Fußball mit Spaß spielen will, muss man diese Gründe aus der Welt schaffen.

Das heißt, liegt es am Trainer, den Mitspielern oder am Verein, guckt man das man die Mannschaft oder den Verein wechselt. Das dauert zwar. Aber es ist dann unausweichlich. Der Trainer oder ungeliebte Mitspieler gehen ja vielleicht auch von alleine. Dann kann man das Problem auch aussitzen.

Wenn man keinen Spaß mehr am Fußball hat -unabhängig von irgendwelchen Gründen- muss man eben nochmal bei Null anfangen. Also erinnert man sich daran, wie man zum Sport gekommen ist. Vielleicht das man mal im Stadion oder hat mit Freunden gekickt hat. Diese Freude kann man dann probieren wieder auferstehen zu lassen. Man spielt ein bisschen Fußball mit Kumpels oder man geht ins Stadion. Man beschäftigt sich also mit Fußball just for fun.

Wenn man danach immer noch keine Lust mehr auf Fußball hat, kann man sich Gedanken um einen Sportartenwechsel machen. Mitunter ist Fußball eben doch das Falsche.

Aber man muss sich auch bewusst machen, wenn man Spaß am Fußball hat, ist es naheliegend, dass man keine Lust auf zum Beispiel Ausdauertraining hat. Macht man dies aber nicht, wird man schlechter und das wirkt sich auf den Spaßfaktor negativ aus.

Hier muss man sich bewusst machen, dass man das braucht um besser zu werden.

Wenn man nicht der Beste werden will, hindert niemand einem daran, nicht mit zu laufen. Mit den Konsequenzen muss man halt dann selbst leben. Man spielt nicht und wenn dann nur für 10 Minuten, weil man danach nicht mehr kann.




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Was ist Talent?

 

Ein Talent ist eine ursprünglich altbabylonisch, später antike griechische Maßeinheit für das Wiegen. Wie viele Worte auch, hat sich aber die Verwendung des Wortes geändert. Heute verwendet man diesen Begriff meist mystifizierend. Gemeint ist damit eine Fähigkeit, die jemandem in die Wiege gelegt wurden.

Meiner Meinung nach gibt es kein Talent, dass den Fußball beeinflusst. Was braucht man, um ein guter Fußballer zu sein?

  • Technisches Können
  • Koordinative Fähigkeiten
  • Athletik
  • Taktisches Verständnis

Diese Faktoren kann trainieren. Hier kann also kein Talent im Sinne einer Fähigkeit, die jemandem mit in die Wiege gelegt wurde, vorliegen. Wenn ein Kommentator mit Fernsehen aber von einem talentierten Spieler spricht, meint er meist diese Grundbausteine des Fußballs.

Wenn aber eine Fähigkeit für alle gleichermaßen durch Training erlernbar ist, kann es kein Talent im Sinne des Wortes sein.

Was man nicht lernen kann und was für den Fußball aber wirklich wichtig ist, sind

  • Körperbau
  • Körpergröße
  • Muskelaufbau
  • Knochenbau
  • Muskel-Knochen-Verhältnis
  • räumliches Sehen
  • räumliches bewegtes Denken
  • gesunde Gelenke

Dies sind Beispiele für in die Wiege gelegte Eigenschaften eines Menschen. Wollen wir das wirklich als Talent bezeichnen. Ich bin der Meinung, das sind Gaben oder wie mein Papa sagt genetische Disposition.

Das Problem mit der Bezeichnung Talent ist, dass es Trainer im Bereich der Kinder- und Jugendmannschaften gibt, die glauben ernsthaft, sie können einen Fußballer aus 80 Metern erkennen. Was sie gut finden, hat Talent. Die anderen werden rausgemobbt.

Bei Kindern kann man noch nicht sagen, ob die mit 17 schlank oder dick sind. Man weiß bei einem 7 Jahre alten Kind nicht, ob es räumllich denken kann oder nicht. Kinder in dem Alter können das alle nicht. Man kann nur mit Spielen wie zum Beispiel Jägerball (siehe hier) heraus finden, ob das Kind räumlich sehen kann. Wenn es das nicht kann, sollte man dieses Kind nicht im Tor spielen lassen. Und man weiß, dass ein Kind nicht Fußball spielen kann, wenn der Arzt das auf Grund seiner medizinischen Diagnose festgestellt hat.

Kann man Talent im Profi-Fußball sehen? Beziehungsweise wo findet man Talent im Fußball?

Meiner Meinung nach wird der Konkurrenzkampf im Profisport nicht durch Talent sondern durch Training entschieden. Der, der am fleißigsten trainiert, dem wird Talent zugesprochen. Diese Spieler heißen dann zum Beispiel Ronaldo, Messi oder Bale. Die trainieren einfach nur viel und haben den passenden Körper dafür.

Im Profi-Bereich spielt Talent meiner Meinung nach also keine Rolle. Aber um aber Profi zu werden braucht man die oben genannten Talente. Ich denke, bei den angeborenen Eigenschaften spielen schon kleinste Unterschiede eine gewisse Rolle. Um Profi zu werden, braucht man diese Gaben (Körpergröße, Muskel-Knochen-Verhältnis, räumliches Sehen, räumliches bewegtes Denken und so weiter) obligatorisch. Diese Gaben führen aber nicht unbedingt dazu, dass man Profi wird.

Die eigentlichen Talente, die man braucht um Profi zu werden, sind Fleiß, Disziplin und das Streben nach dem Besseren. Das sind die eigentlichen Eigenschaften, die einen Profi hervorbringen können. Um es dann tatsächlich zu schaffen kommt noch eine weitere Größe hinzu, die der Nachwuchsprofi leider nicht beeinflussen kann: Das Glück.

Erfolg im Fußball ist also das Zusammentreffen von viel Fleiß, strenger Diziplin, starkem Streben nach dem Besseren und viel Glück.




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Wie erkennt man einen guten Trainer?

 
Bild Fußballtrainer
Fußballtrainer

Ein schlechter Trainern ist ein Trainer, der vom Fach nichts versteh, dieses Wissen nicht rüberbringen kann oder als Mensch nicht glaubwürdig ist. Das kann unterschiedlich Ursachen haben wie zum Beispiel mangelnde Autorität sowie mangelnde Konsequenz und Strenge, so dass die Mannschaft macht was sie will.

Mit schlechten Trainern verbindet man aber auch übermäßig strenge Trainer, weil diese den Spaß der Kinder beim Training nicht wecken, sondern eher das Gegenteil verursachen. Spieler sind frustriert, weil sie nicht spielen, viel zu viele anstrengende Übungen machen und so weiter.

Schlechte Trainer haben immer ein wesentlichen Erkennungspunkt. Wenn man ihnen Fragen stellt, sehen sie dies als ein Angriff auf ihre Autorität und eine Kritik an ihrer Person, was natürlich Quatsch ist.

Aber warum ist das so?

Das Hauptproblem ist, dass diese Trainer es selber nicht besser wissen und sich durch eine Frage in die Enge getrieben fühlen. Dieses Gefühl führt zu Reaktionen wie Verbannung aus dem Kader oder keine Kommunikation mit dem Fragenden. Das sind meine Erfahrungen. Da kann man sicher auch noch etwas aus anderen Erfahrungen ergänzen.

Das sind schlechte Trainer. Aber was ist eine guter Trainer?

Man erkennt gute Trainer im Hobbysport daran, dass sie am am Anfang der Saison mit einem kleinen Kader anfangen der immer größer wird. Warum ist einfach. Das Training macht allen Spaß und das verbreitet sich unter anderen Kindern wie ein Lauffeuer, so dass diese sich auch dazu entschließen mit Fußball anzufangen.

Das ist jetzt ein sehr langfristiger Effekt. Was machen wenn man nur einen sehr kurzen Eindruck vom Trainer bekommen kann zum Beispiel beim Probetraining.

Was ich ganz gerne mache ist, Mannschaftstrainer (feldspielerische Trainer) nach Torwartsachen zu fragen. Bei Torspielertrainer mache ich das ganze noch mal ausführlicher, weil es mir besonders wichtig ist. Ich frage nach taktischen Dingen wie zum Beispiel, was würde er machen beziehungsweise verändern wenn die Startformation der Mannschaft eine Dreierkette hinten vorsieht, die Gegner aber mit einer Viererkette vorne agieren. Andere Fragen sind zum Beispiel Fragen nach der Philosophie des Trainers, die zu Diskussionen führen können.

Bei den Antworten ist es im Jugendbereich gar nicht so wichtig, was der Trainer sagt. Viel wichtiger ist, wie er auf das Gespräch eingeht. Führt er mit euch ein Gespräch und akzeptiert euch, spricht das für ihn. Führt er das Gespräch von oben herab, ist es ein schlechter Trainer.

Was als Antworten natürlich nicht geht, ist alles, was den Eindruck vermittelt, der Trainer genießt seine Machtposition oder der Trainer meint, die Mannschaft muss gequält werden.

Fragen nach zu Torwartaufgaben sind auch immer gut. In der Regel verstehen Feldspielertrainer nichts von Torspielern. Wenn der Trainer sagt, dass er von Torspielern nichts versteht, ist er in der Regel schon sehr gut. Ich habe einen Trainer, der hat als Profi in europäischen Wettbewerben gespielt. Wenn es etwas zu Torspieleraufgaben Fragen gibt, geht er zum Torspielertrainer oder fragt mich, wie man eine Situation besser lösen könnte. Das ist bis in die Topligen so. Zum Beispiel auch ein Klopp sagt, vom Torwart verstehe ich nichts. Da gibt es Fachleute für.

Beim Training kann man ganz einfach erkennen ob das Training gut ist oder nicht:

  • Ihr werdet gefordert und müsst an eure Grenzen gehen (wenn man nicht gefordert wird, kann das auch an der Mannschaft liegen)
  • Ihr seid immer motiviert.
  • Ihr verbessert euch.
  • Und ihr lernt ständig etwas dazu.

Wenn alle Faktoren zutreffen habt ihr einen guten Trainer.




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Was ist der Unterschied zwischen einem Traum und einem Ziel?

 

Am Fußballplatz hört man oft von Kindern, dass deren Traum ist Fußballprofi zu werden. Ziele gibt es in diesem jungen Alter eher selten. Wenn dann in Form von: “Ich will Fußballprofi werden.” Die vielen erfolglosen Erwachsenen am Spielfeldrand belächeln diese Kinder und man versucht den Kleinen ihr Ziel auszureden oder das Ziel zu Kinderträumereien zu machen.

Der Unterschied zwischen den Aussagen “Ich möchte” (Traum und “Ich will” (Ziel) ist offensichtlich. Allerdings erschließt sich die Definition für ein Traum oder ein Ziel noch nicht zu 100 %.

“Der Unterschied zwischen Traum und Ziel ist die Tat.” (Zitat: Verfasser unbekannt)

Mit diesem Satz ist schon vieles gesagt. Aber auch nur wenn man ihn richtig interpretiert.

Ein Traum ist, wie beim Schlafen, meist sehr schön wenn es passiert, aber doch unrealistisch. Ich träume von einem Lottogewinn, wird oft dazu gesagt. Diese Aussage hat den gleichen Wert wie, ich träume davon Fußballprofi zu werden. Man redet von der Zukunft, die man sich erwünscht. Man träumt von einer perfekten Zukunft ohne etwas dafür zu machen.

Bei einem Ziel ist die Aussage realistisch und zumindest teilweise von einem selbst beeinflußbar. Man arbeitet hart und konstruktiv um das Ziel zu erreichen. Um noch einmal die letzten Wörter des Zitats aufzugreifen –“[…]ist die Tat”– man tut etwas für das Ziel.

Der Unterschied zwischen Traum und Ziel ist, wie ob man träumt oder ob man den Traum zum realistischen Ziel macht.

Wenn der Torwart träumt, dass er der Beste ist und dabei lieber vor der Konsole sitzt als zu trainieren, wird das auch immer ein Traum bleiben. Irgendwann glaubt er selbst nicht mehr an eine Umsetzung des Traum in ein Ziel oder in die Realität.

Wenn der Torspieler träumt, dass er der Beste ist und dabei trainiert wird der Traum zu einem Ziel. Wenn er weiter trainiert, wird er immer besser und irgendwann vielleicht auch einmal der Beste. Dann hat er seinen Traum in ein Ziel und dann in die Realität umgewandelt. Der Torspieler hat dafür gearbeitet und gekämpft.

Das Problem bei Zielen kann man vielleicht mit folgenden Zitat beschreiben:
“Wer erfolgreich sein will, muss das Scheitern akzeptieren. Nur wer scheitern kann, kann auch erfolgreich sein.” (Zitat: Verfasser unbekannt)

Viele Menschen haben aber genau vor dem Scheitern Angst. Die Meisten, die hart dafür gearbeitet haben, dass sie Fußball-Profi werden, sind gescheitert. Ein Traum ist eben viel gemütlicher als ein Ziel. Dadurch gibt es in der Regel mehr Träume als Ziele. Aber es geht nichts über das Gefühl eines erreichten Zieles, das schwer zu erreichen war.

“Wer versucht ein Ziel zu erreichen kann scheitern. Wer es nicht versucht, ist schon gescheitert.” (Zitat: Verfasser unbekannt)

Deshalb gibt es eine schöne Definition für Erfolg, die das Scheitern beinhaltet. “Erfolgreich ist ein Mensch, der seinen Zielen näher kommt.” (Zitat: Verfasser unbekannt) Also wer Profi werden wollte und dann “doch nur” Landesliga spielt, ist auf jeden Fall erfolgreicher, als der, der sagt “doch nur”.




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Schlaf für den Torwart

 
Tor (Quelle: http://sportschaeper.de)

In unserer Gesellschaft hält sich das Märchen, dass es Menschen gibt, die mit wenig Schlaf auskommen. Das ist Blödsinn. Erwachsene Menschen müssen 7-8 Stunden jeden Tag schlafen. Bei Kindern geht der Schlafbedarf bis auf 12 Stunden hoch.

Schlaf ist nicht nutzlos. Der Schlaf ist wichtig zur mentalen Regeneration und zum Lernen. Im Schlaf werden die Eindrücke des Tages verarbeitet. Dabei ist der Schlaf vor Mitternacht wohl am wichtigsten.

Wird zu wenig geschlafen erhöht sich die Wahrscheinlichkeit von falschen Entscheidungen und die Reaktionfähigkeit nimmt ab. Beides ist für den Torspieler schlecht. Die Entscheidungsqualität für den Torspieler kann spielentscheidend sein. Das Gleiche gilt für die Reaktionsgeschwindigkeit. Aus diesen Gründen muss ein Torspieler mehr, als andere Mitspieler darauf achten zu schlafen. Da ein guter Schlaf ein Gewohnheitseffekt ist, reicht es auch nicht aus, am Tag vor dem Spiel früh ins Bett zu gehen. Der Tagesrythmus muss sich dann bereits vollständig umgestellt haben. Das heißt, die Schlafvorbereitung auf das Spiel beginnt 3 Tage vor dem Spiel.

Schlafen dient auch der Verarbeitung der Tageseindrücke. Im Schlaf verinnerlicht der Körper, was er den Tag über gelernt hat. Schlaf ist so zu sagen das natürliche Mentaltraining. Damit zum Beispiel ein Techniktraining einen besseren Effekt hat, muss du nach dem Trainingstag früh ins Bett und ausschlafen. Das geht natürlich nicht immer. Dann sollte man einen Tag vorher und einen Tag später versuchen, lange zu schlafen.

Vielen Menschen haben wohl Schlafprobleme. Das kann daran liegen, dass man zu viel nachdenkt. Häufiger sind wohl Lichteinflüsse der Grund. Im Schlafraum sollte es dunkel sein. Wer direkt vor dem Schlafen mit dem Smartphone spielt oder Fernseher sieht kann auch Schlafprobleme haben. Das Licht dieser Geräte ist dem Tageslicht ähnlich und das macht munter. Deshalb vor dem Schlafen nicht zocken und nicht Fernsehen.

Die Wissenschaft hat drei Schlafphasen entdeckt. Der Leichtschlaf, der Tiefschlaf und der Rem-Schlaf. Rem steht in dem Fall für rapid eyes mobement.

Der Tiefschlaf ist dazu da, gelerntes zu sortieren und eventuell in das Langzeitgedächtnis zu verschieben. Ebenfalls wir in dieser Fase der Körper regeneriert

In der Remphase kombiniert das Unterbewusstsein meist in Träumen.

Im Leichtschlaf regeneriert der Körper ebenfalls. Die Gehirnaktivität ist sehr niedrig und die Muskelspannung auch.



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