Torspieler- / Torwart-Übungen für Fortgeschrittene: Torraumverteidigung

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Sebastian Mundruc, Björn Röhrer und TorspielerTheo haben zusammen bei Eintracht Braunschweig Übungen für Fortgeschrittene aufgezeichnet. Uns hat die gemeinsame Arbeit riesen Spaß gemacht und ich denke, das war nicht das letzte Video, das wir zusammen gemacht haben.

Fortgeschritten ist hier auch wirklich so gemeint. Diese Übungen eignen sich nicht, um die Grundtechniken zu erlernen. Das Erlernen einiger der genutzten Techniken habe ich schon im Video gezeigt. Dies sind

Wie diese Videos zu verstehen sind, erkläre ich im Beitrag Die Torspieler- bzw. Torwarttechniken mit meinen Videos lernen.

Was noch fehlt, ist ein Didaktik-Video zum Flanken abfangen. Mal sehen, mit wem ich das zusammen mache.

Hier das Video mit Übungen zur Torraumverteidigung.




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Flatterbälle – Ein echtes physikalisches Problem für den Torwart

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Je älter die Kinder werden, desto härter werden auch die Schüsse. Da haben die Eltern natürlich berechtigte Sorge. Man lernt mit der Zeit dem Ball, für den Torwart besonders eklige Eigenschaften zu geben. Diese sollen dem Keeper erschweren, eine klare Flugbahn zu erkennen und so häufiger den Weg ins Tor finden.

Flatterball ist ein Effekt der auf dem Material des Balls, der Schußgeschwindigkeit der Rotation des Balles zurück zuführen ist. Solche Bälle sind meist relativ schwer einzuschätzen. Es ist ein scheinbares physikalisches Wunder. Das glaubt man zumindest, wenn man gegen Experten ihres Fachs im Tor steht. Der Ball fliegt nicht mehr gerade sondern eiert auf einer nicht geraden, aber auch nicht auf einer gebogenen Bahn. Er bewegt sich in unvorraussehbaren Bahnen tendenziell hin und her.

Wie funktioniert ein Flatterball?

Solche Bälle werden meist mit großer Kraft und anspruchsvoller Technik geschossen. Die große Kraft ist eigentlich auch schon ein Schlüssel zur Erklärung. Der Fuß trifft den Ball. Auf Grund des Schusses wird der Ball eingebeutlt. Stellt euch das wie eine Feder vor. Der Ball verformt sich also. Die Impulswellen, die der Fuß in den Ball gesendet hat verformt den Ball und der Luftdruck im Ball zwingt ihn dazu, in seine Ausgangsform zurück zu müssen. Dadurch läuft eine Schwingung über die Oberfläche des Balls, die den Ball zu einer Form ändert, die scheinbar ein drehendes Ei ist. Physikalisch sagt man dazu Eigenschwingung oder Resonanzschwingung.

Allein durch diesen Eigenschwingungseffekt scheint der Ball zu flattern. Er eiert scheinbar hin und her. Für den Torwart ist dies aber nur ein optischer Effekt. Dieser Effekt gleicht sich aus. Lässt sich der Keeper nicht vom geeier des Balls verrückt machen, dann kann dieser Effekt leicht kompensiert werden.

Jetzt gilt aber nicht der einfache Zusammenhang, je stärker der Schuß um so stärker der Eigenschwingungseffekt. Für jede Kombination von Ballblase und Überleder gibt es eine eigene Schußgeschwindigkeit, die zu diesen Eigenschwingungen führen.

Wie kann der Flatterball sich hin und her bewegen?

Auf Grund der Eigenschwingung des Balls, ändert der Ball jetzt aber nicht seine Flugbahn. Durch die Oberflächenbewegung verändert sich auch der Luftstrom um den Ball. Das heißt, das der Ball durch den Tragflügeleffekt abgelenkt wird. Durch die Verformung des Balls, nimmt dieser immer wieder entfernt die Form eines Tragflügels eines Flugzeugs an. Damit wirkt auf den Ball auf einer Seite eine Druckkraft (Überdruckseite) und auf der anderen Seite ein Zugkraft (Unterdruckseite). Diese Kräfte wirken in der gleichen Richtung und ziehen den Ball hin und her.

Es macht also für einige Flankenübungen durchaus Sinn, sich Bälle zuzulegen, die der Schütze für gewöhnlich zum Schwingen bringt. Man beobachtet bei einigen Aktionen auch bei Topleuten, dass diese neben den Ball greifen. Neben den Ball greifen bedeutet fehlendes 3D Sehen oder falsches einschätzen der Flugbahn.

Wie erklärt man aber dann, dass der Flatterball seine Flugbahn zufällig verändert?

Damit der Ball zum richtigen Flatterball wird, muss zu dem Eigenschwingverhalten eine Rotation kommen. Der Ball muss also so geschnitten werden, dass er einen Spin mitbekommt. Laufen jetzt Spin des Balls und Laufrichtung der Verformungswelle nicht in einer Ebene, das ist in der Regel der Fall, kann der Ball nicht mehr gleichmäßig rotieren. Das fordert der Drehimpulserhaltungssatz so.

Wenn der Ball aber nicht gleichmäßig rotiert, zieht der Tragflügeleffekt in irgendwelchen Richtungen. Da der Tragflügeleffekt aber auch immer wieder zu und abnimmt, macht der Ball wirkliche Sprünge in irgend eine Richtung. Er bewegt sich also vollkommen zufällig und ist nicht einschätzbar.

Wie verteidigt der Torwart Flatterbälle?

Das ist wohl die wichtigste Frage, die ein Keeper sich stellen kann. Ein Flatterball ist in jedem Fall sehr gefährlich für den Torwart. Wichtig ist auf jeden Fall den Ball ständig im Auge zu behalten und zu beobachten. Antizipieren bringt hier kaum etwas, da der Ball nur sehr schwer und kompliziert berechnet werden kann. Ein Flatterball hat einen sehr breiten Einschussbereich. Es ist also wichtig, die Entscheidungen so spät wie möglich zu treffen. Das bedeutet möglichst lange stehen und den Ball fokussieren. Erst wenn der Ball in unmittelbarer Reichweite zum Torwart ist, wird auf den Ball gegangen. Dann kann es immer noch sein, dass der Ball im letzten Augenblick anders reagiert.

Mit Flatterbällen kann der Torwart nur verlieren. Relative einfach aussehende Bälle werden unhaltbar. Damit ist der Keeper immer der Verlierer. Jetzt könnte man meinen, die Bälle werden einfach weggefaustet. Das wird häufiger schief gehen, als der Versuch den Ball mit Fangen oder Überheben zu klären. Dadurch, dass der Ball verformt ist, wird er nie richtig getroffen. Wird er aber falsch getroffen, wird er durch seine Drehbewegung irgendwo hinspringen. Ein sicheres Klären ist somit nicht möglich und der Nachschuss bekommt den Spin des Flatterballs mit.




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U 21: Deutschland, deine Nachwuchs-Torhüter

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Torwart Übungen: 1 gegen 1 Entscheidungstraining

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Sebastian Mundruc veröffentlicht auf Facebook immer wieder gute kleine Videos. Eine Übung ist 1 gegen 1 Entscheidungstraining. Entscheidungen effizient zu treffen ist im modernen Fußball längst Voraussetzung! Weniger angesagte Bälle spielen und mehr die Fähigkeiten der Wahrnehmung ansprechen!!!
Mit diesem Video fangen wir jetzt einmal auf Torspielertraining an. Wenn es Euch gefällt, wollen wir dazu mehr machen. Also bitte viele Kommentare zu dem Beitrag.

 




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Video von flachen Flatterbällen

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In diesem Video werden flache, “unmögliche” Flatterbälle gezeigt. Das Video ist aus der Sicht vom Tor besonders interessant, da man die Schußtechnik im Vorfeld sieht und daraus dann ableiten kann, dass der Ball vor dem Tor beginnt zu flattern. Im richtigen Spiel sieht man diese Bälle relativ selten.




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1 gegen 1: Bälle ins Gesicht

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Heute ein Video von Steffen Reichel. Einige von euch kennen Steffen sicher von seinem virtuellen Torwarttraining. Aus unseren Diskussionen wisst ihr, dass Steffen und ich selten einer Meinung sind. Heute ein wirklich guter Beitrag von Steffen zum Thema 1 gegen 1 – Wie mit Bällen ins Gesicht umgehen? Darin erklärt er alles, was zu dem Thema wichtig ist. Das Video ist deshalb sehenswert und sollte von euch einen Daumen nach oben bekommen.

Bei der 1 vs. 1 Technik und seinen Ausführungen dazu habe ich natürlich eine andere Auffassung. Diese seht ihr in meinem Video 1 gegen 1: Der Block.




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Die Torspieler- bzw. Torwarttechniken mit meinen Videos lernen

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Ich habe immer wieder Rückfragen und Kommentaren zu meinen Videos. Auf diese möchte ich gerne eingehen.

Zum Verständnis dieser Videos solltet ihr euch klar machen, wer die Zielgruppe ist. Meine Zielgruppe hier sind nicht die Profis und die Torspieler- und Torwarttrainer. Unter diesen habe ich zwar auch wirklich hochklassige Leser und Fans. Aber diese Menschen können sich aus wirklich sehr guten anderen Quellen informieren.

Meine Zielgruppe sind zu allererst Torspieler, Keeper, Torhüter, Torwarte. Das Informationsbedürfnis dieser Gruppe ist anders, als das von 0-8-15-Fußballern. Wir sind speziell, anders und für außenstehende manchmal ein bisschen komisch.

Daneben versuche ich auch die Trainer des Breitensports abzuholen und denen zu zeigen, worauf sie bei der Arbeit mit Ihrem Torspieler achten müssen. Im Breitensport ist der Torspielertrainer die absolute Ausnahme.

Für die angehenden oder sich selbst entwickelnden Nummer einsen und die Trainer, die keinen Torspielertrainer haben, habe ich Video-Tutorials gemacht. Weitere sind geplant. Hier geht es mir darum, den Torleuten, die keinen Torspielertrainer haben, zu zeigen, wie sie sich entwickeln können und was sie dazu tun müssen. Es geht um die Basics.

Die Torwarttechnik die die jungen Tormänner und Torfrauen als erstes lernen müssen, ist zum das Fangen. Wer nicht fangen kann, wird im Tor untergehen. Das Video dazu heißt “Zentrale Bälle auf den Mann”. Bevor ich erkläre, was ihr daraus lernt, schaut euch das Video doch noch einmal an (und gebt einen Daumen nach oben).

Ihr habt im Video eine pädagogische Reihe gesehen. Diese ist aufgebaut vom Einfachen hin zum Schwierigeren. Vom Bekannten hin zum Unbekannten. Wenn jetzt ein Jugendtrainer mit seiner E-Jugend (U11) trainiert, kann er zum Beispiel vor dem Training 30 Minuten mit allen seinen Torspielern arbeiten. Das sind in der Altersklassen noch viele.

In den ersten Trainingseinheiten beginnt er mit dem Fangen unter der Brusthöhe. Dazu erklärt er die Technik und lässt die Kinder durch wiederholen üben. Das kann man zunächst als 15 minütigen Technikeinheit machen. Danach macht man 15 Minuten ein Spiel, wo der Ball gefangen werden muss.

Diese Einheit wiederholt der Trainer immer wieder, bis die Kinder die Basics beherrschen. Parallel dazu kann man anfangen, den Ball zu greifen, zu heben und zu halten, um den Schritt zum Fangen des Balls über der Brust vorzubereiten.

Der nächste Schritt ist dabei immer der nächst schwierigere:

  • Fangen unter der Brusthöhe
  • Fangen unter der Brusthöhe mit Auftaktschritt
  • Ball greifen, heben, halten
  • Fangen über der Brusthöhe
  • Fangen über der Brusthöhe mit Auftaktschritt

Innerhalb der Einheiten wird die Schussgeschwindigkeit gesteigert. Schießen heißt hier, entweder schießt ein Kind oder der Trainer wirft den Ball. Die Kinder haben nichts davon, wenn die Schüsse nicht altersgerecht kommen.

Bis die Einheit “Zentrale Bälle auf den Man” in dem Beispiel 30 Minuten Sondertraining für alle potentiellen Torspieler einer Mannschaft der E-Jugend (U11) gelernt ist, muss der Trainer mindestens 10 Einheiten planen.

Erst wenn das relativ sicher gekonnt wird, kann der nächste Schritt gemacht werden.

Ich hoffe, ich konnte eure Fragen dazu klären. Wenn nicht, meldet ihr euch einfach bei mir!

 

Eine Bitte noch an euch: Bitte abonniert auch meinen Youtube-Kanal und gebt den Videos einen Daumen hoch. Hier der Link zu torspielertraining.de. Danke.

 

Hier alle Videos, die ich bisher gemacht habe:

Viel Spaß beim trainieren.




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Wie organisiert der Torwart seine Abwehr?

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Eine gut organisierte Abwehr, die optimal steht, kann viele Torschüsse verhindern. Nach meinem Verständnis bedeutet jeder Torschuss, dass der Torspieler im Voraus einen Fehler bei der Organisation der Abwehr gemacht hat. Torwart und Abwehr sind eine organisatorische Einheit.

Damit die Mannschaft beziehungsweise die Abwehr auch das umsetzt was man sagt, muss man eine glaubwürdige Autorität sein.

Der Torwart sollte, wenn er es kann, nicht irgendwas sagen, sondern gezielte Anweisungen geben.

Die wichtigste Bedingung ist aber, dass der Torspieler zumindest ein bisschen taktisch klug ist und das Spiel antizipieren bzw. lesen kann.

Die meisten Torchancen entstehen durch falsches Verschieben der Abwehr. Dem kann man einfach vorbeugen, wenn vom Torspieler die richtigen Weisungen kommen. Dazu muss er aber verstehen, wie das Verschieben funktioniert.

Die folgende Erläuterung ist eine taktische Reduzierung auf die Abwehrkette. Das lässt sich beispielsweise auch auf eine Viererkette im Mittelfeld anwenden.

Dieses Verschieben der Abwehr basiert auf einem einfachen Prinzip aus der Mathematik. Die Abwehrkette muss eine möglichst maximalgroße Fläche abdecken und dabei die Abstände zwischen den einzelnen Verteidigern möglichst eng halten.

Dazu gibt es zwei Grundsituationen.

  1. Der Ballbesitzende dribbelt über außen in Richtung Tor.
  2. Der Ballbesitzende dribbelt vom Zentrum aus auf das Tor zu.

 

zu 1.

Wenn die erste Grundsituation zutrifft, muss die Abwehrkette in Form einer Banane zum Ballführenden hin verschieben. Dabei ist der ballentfernte Innenverteidiger der Spieler, der am tiefsten steht, um die Staffelung zu gewährleisten.

 

zu 2.

Bei der zweiten Grundsituation geht der ballnähere Innenverteidiger dem Gegenspieler entgegen und bildet so ein Dreieck mit dem anderen Innenverteidiger und dem Außenverteidiger. Diese rücken enger zusammen.

 

Warum bildet man immer ein Dreieck beziehungsweise ein halbes Dreieck an der Grundlinie?

Im Fall des Falls, wenn der vordere Spieler überspielt wird, können die hinteren Spieler noch eingreifen und gegebenenfalls auch Doppeln.

Man geht also kein Risiko ein. Das ganze System ist darauf ausgelegt, so viel Platz wie möglich abzudecken und dabei noch eine hohe Kompaktheit zu erreichen.

Es gibt Kommandos, die beim organisierten Verschieben der Viererkette helfen:

  • Zur Korrektur der Abstände: Name „enger“/„breiter“
  • Zur Korrektur der Staffelung: Name und „fallen“/„raus“
  • Zur Korrektur der Höhe der Viererkette: „fallen“/„raus“
  • Zur Korrektur der Verschiebung der Viererkette: „rechts“/„links“

Weisungen, die an alle Spieler gegeben werden, müssen sehr lautstark formuliert werden.




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Der perfekte lange Ball

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Das Video ist auf Englisch, was aber kein Problem sein sollte. Man kann trotzdem klar erkennen worauf der Keeper im Video wert legt.

Für mich ist es ein gut erklärtes und schlüssiges Video beziehungsweise Tutorial. Allerdings fehlt mir ein bisschen die Physik hinter dem ganzen Bewegungsablauf.

Neben bei bemerkt muss man sagen, dass es mehrere Techniken gibt, die von unterschiedlichen Torspielern praktiziert werden. Jeder Torwart hat seine eigene Methode und Technik mit der er den besten langen Ball schlagen kann.

Die Kriterien eines langen Balls durch den Torspieler sind dabei relativ logisch. Der Ball muss ankommen und durch den Mitspieler leicht zu verarbeiten sein. Er darf nicht so lange in der Luft sein, dass dem Gegner wenig Zeit bleibt, um den langen Ball zu zustellen. Der Ball muss taktisch clever und für den Mitspieler logisch nachvollziehbar gespielt sein.




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Erhechten flacher Bälle

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Hier noch einmal ein Video zum Erhechten von flachen Bällen durch den Torwart. Mir gefällt der Abdruck und die zu flache Flugkurve nicht. Eine gute Veranschaulichung finde ich das von ihm 3-Hände-System genannte Fangen.




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