Trainingsmethoden: Sensomotorisches Training

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Dieses Video vom Fitnessprofessor handelt vom sensomotorischen Training.




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Trainingsmethoden: Exzentrisches Training

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Exzentrisch kann mehr Kraft aufgebaut werden als konzentrisch. Wer das beim Training ausnutzt, kann ganz großen Nutzen daraus ziehen. Ob zum Muskelwachstum oder zur Rehabilitation. Was exzentrisches Training überhaupt ist und wie das geht, erfahrt Ihr in diesem Video vom Fitnessprofessor.




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Wie wichtig ist spielnahes Training für den Torspieler?

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Spielnahes Training ist eine Sache für sich. Manche Trainer sagen, dass ist gut, manche sagen es ist schlecht. Es wird viel darüber gestritten und diskutiert. Zuerst sollte man die Argumente für und gegen Spielnahes Training erörtern.

Vorteile:

Durch eine hohe Komplexität und ein großes Entscheidungsspektrum wird die Wahrnehmung und Verarbeitung einer gewissen Situationen geschult. Außerdem beschleunigt sich der Entscheidungsfindungsprozess, also die Zeit bis der Torhüter eine Entscheidung trifft. Im Optimalfall steigert sich auch die Entscheidungsqualität, also die Effizienz des Torspielers in der Torverteidigung.

Nachteile:

Der Wert bei spielnahem Training liegt darauf Bälle zu halten. Egal wie. Die Qualität wird dabei vernachlässigt. Dementsprechend vermittelt ein spielnahes Training den Keepern keine richtige Torwarttechnik, mit der man die Bälle effektiver halten kann sondern eine praktische Art Bälle zu halten, bei der oft der Aufwand zu groß ist für das was bei der Aktion raus kommt und die Verletzungsgefahr auch nicht unterschätzt werden darf.

Man sieht also, dass spielnahes Training wie alle anderen Trainingsmethoden Vor- und Nachteile hat. Jetzt geht es darum, einen Kompromiss zu finden.

Ich denke, dass jeder Torwarttrainer in jungen Jahren (U11) bei dem Torspieler den Schwerpunkt ganz klar auf die Technik setzen sollte. Erst wenn die Technik sitzt und vielseitig anwendbar ist, kann man den Schwerpunkt ändern. Natürlich sollte man nicht nach Schablonen trainieren, sondern in den Übungen immer wieder was verändern und neue Reize setzen. Aber im Großen und Ganzen sollte es immer um ein effektives Bälle halten gehen.

In den älteren Jahrgängen (U13) kann man den Schwerpunkt dann verschieben. Allerdings würde ich immer ein bisschen Techniktraining machen. Ansonsten verlernen die Torspieler eventuell den Bewegungsablauf. Aufgrund der geringen Komplexität und oft geringen Intensität ist es sehr gut für das Aufwärmen vor einer Einheit geeignet. Anschließend kann man dann ein spielnahes Training mit steigender Komplexität folgen lassen. Das sollte man aber nur bei älteren und fortgeschrittenen Jahrgängen (ab U13 bis U15 nach Fähigkeit der Keeper) machen.

Diesen Kompromiss kann man Eingehen und dieser Kompromiss ist auch gut für die Torspieler. Man kann die jeweiligen Vor- und Nachteile der Trainingsmethoden miteinander verbinden und den maximalen Nutzen für die einzigen Torspieler ziehen.




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Nach welchem Konzept muss man einen Torspieler, Keeper bzw. Torwart ausbilden?

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Diese Frage stellt sich gerade sehr intensiv auch der DFB und das ist auch gut und richtig so. Es hängt viel von der Ausbildungsphilosophie ab. Bis vor kurzem waren die Nachwuchsleistungszentren (kurz NLZ) auf sich allein gestellt, was das Konzept und die Philosophie in der Torspielerausbildung angeht. Deshalb waren und sind manche Vereine auch erfolgreicher als andere bezogen auf erfolgreich Profikeeper.

Auch in den unteren Spielklassen stellt man sich die Frage nach einem guten Konzept für die Torspieler. Soll ich mehr auf die Athletik achten oder doch eher die Technik bevorzugen. Das sind alles Fragen, die man sich bei einer guten Philosophie stellen muss. Wo liegen die Schwerpunkte. Gibt es überhaupt Schwerpunkte oder trainiere ich von allem ein bisschen?

Als Beispiel für ein Konzept gibt es das Entscheidungstraining. Das ist aus meiner Perspektive aber nur ein Trend. Zuerst macht man stures Techniktraining und stellt später fest, das die Spieler sich nicht mehr richtig und effektiv entscheiden können und strukturiert dann das Trainingskonzept. Logisch, dass man so nie an den perfekten Keeper ran kommt und nie ran kommen kann. Wenn man den Fokus nur auf ein Teilgebiet des Fußballspiels legt, ist es klar, dass wo anders Schwächen auftreten müssen.

Mein Ansatz ist deshalb ein anderer.  Ich geh individueller an die Sache Torspielertraining ran.

Das Prinzip, dass ich am geeignetsten für eine umfassende Top-Ausbildung finde, ist die Engpass-konzentrierte-Strategie (kurz EKS).

Die EKS ist ein Konzept das man nur individuell und auf jeden Torspieler einzeln anwenden kann. Für eine erfolgreiche Ausbildung ist die EKS die beste, da man bei jedem Keeper individuell auf die Schwächen eingeht, diese behandelt, bis sie keine Schwäche mehr ist und sich dann den nächsten Schwerpunkt setzt. Die Trainingsschwerpunkte sind also dynamisch und hängen stark vom einzelnen Keeper ab. Man erkennt Engpässe, die einen daran hindern optimal zu spielen und trainiert diese, bis das Thema keine Schwäche mehr ist. Das ganze muss natürlich altersgerecht sein und einem Leitfaden folgen aber dazu komme ich noch.

Ein vereinfachtes Beispiel für eine Anwendung der EKS wäre ein Torspieler, der torwarttechnisch sehr gut ist, aber mit dem Ball nicht so gut umgehen kann. Der Trainer erkennt diesen Engpass in dem Spiel seines Torwarts und probiert diesen zu beheben. Nach zwei Wochen intensivem Training der Fußballtechnik folgt eine weitere Schwächen-Analyse, die sagt, dass die Athletik während der Themenwochen in den Hintergrund geraten ist. Dann muss ein Themenwechsel zur Athletik folgen.

So verbessert sich der Keeper kontinuierlich und auf einem breiten Fähigkeitsspektrum.

Allerdings muss man noch eine Schwäche oder einen Engpass definieren. Ich sehe eine Schwäche als eine Einschränkung für den Torspieler seinen eigenen Stil zu spielen. Wenn ein Keeper alles über technische Feinheiten löst, ist Athletik also nicht unbedingt eine Schwäche. Das ist ein wichtiges Detail, da von den Trainern oft nach dem gesamten Fähigkeitsspektrum bewertet wird, ob ein Keeper gut ist oder nicht. Das ist aber wieder zu einseitig, weil jemadnen, der alles perfekt kann, gibt es nicht. Sicher ist es wichtig für ein NLZ einen Gesamtüberblick von einem Torspieler zu haben, der eventuell ein Kandidat für einen Wechsel wäre, aber man muss diese Bewertung unter der Schablone des Individuums und des praktischen Nutzens für den Verein legen.

Wenn ein Keeper technisch sowohl mit dem Fuß, als auch mit der Hand stark ist, sollte man nicht sagen: Der hat keine Athletik, denn nehmen wir nicht. Man muss sehen: Aha der nutzt seine Stärken so gut in seiner Spielweise, das die fehlende Athletik gar nicht auffällt.

Man darf mich jetzt nicht falsch verstehen. Natürlich ist es für den technisch starken Keeper ein Vorteil wenn er auch athletisch gut ist, aber es ist bis zu einem gewissen Niveau noch kein Nachteil und damit kein Engpass.

Damit kommen wir auch schon zum nächsten wichtigen Thema. Das dynamische Anforderungsprofil durch die Entwicklung der Feldspieler mit dem Alter und der Spielklasse kann man nur durch eine dynamische Ausbildungsphilosophie ausgleichen.

Wenn Kinder in eine höher Spielklasse wechseln, in der sie ihr Spiel anpassen müssen, müssen sie auch entsprechend ihrem Anforderungsprofil trainieren.

Im Fußball gibt es für den Torspieler verschiedene Fähigkeitsbereiche, die er abdecken muss um gut zu sein:

  • Torverteidigung
  • Raumverteidigung
  • Spieleröffnung
  • Taktik (Antizipation)
  • Entscheidungseffizienz (Schnelligkeit und Qualität)
  • Führung
  • Athletik
  • Psychische Fähigkeiten (Konzentrationsfähigkeit, Verhalten nach Fehlern)
  • kognitive Fähigkeiten (wie schnell erfasse ich was passiert, Lernfähigkeit)

Man sieht also, dass das Fähigkeitsspektrum im Tor relativ weit gefächert ist. Ich will mir auch nicht anmaßen, alle Dinge genannt und abschließend behandelt zu haben. Ich denke aber, das gesagte reicht, um zu erkennen, dass die Fähigkeitsbereiche nicht mit einem statischen Trainingskonzept abgedeckt werden können.

Beispiel Entscheidungstraining. Aus meiner Perspektive ist das nur ein spannender Trend einer Philosophie, die voran gegangen ist und diesen Bereich nicht abdeckte. Was folgt ist eine logischerweise erhöhte Fehlerquote in diesem Bereich. Die Antwort darauf kann aber nicht sein, dass man jetzt sagt: Darauf muss der Schwerpunkt liegen. In zwei drei Jahren würde sich der Schwerpunkt wieder verschieben, weil die Keeper dann die meisten Fehler zum Beispiel in der Raumverteidigung oder Technik machen.

Man sieht das sich die statische Ausbildungsphilosophie in einem Kreislauf befindet, in dem sie nur in Ausnahmefällen einen perfekten Torspieler hervorbringen kann. Die EKS dagegen ist eine dynamische Ausbildung und könnte mit ziemlicher Sicherheit den einen oder anderen nächsten Welttorhüter hervorbringen.




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Asymmetrische Übungen

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Auf dem Mercedes-Benz Junior Cup in Sindelfingen habe ich mir angesehen, wie sich die Torspieler auf das Spiel vorbereiten. Dabei ist mir bei den Torspielern, die sich ohne Torspielertrainer aufgewärmt haben, aufgefallen, dass diese gar nicht auf die Grundsymmetrie achten. Am extremsten waren dabei die beiden Torspieler des 1. FC Kölns, die nur die starke Seite aufgewärmt und konditioniert haben. Die anwesenden Torwarttrainer haben bei ihren Schützlingen ganz offensichtlich auf beidseitiges Aufwärmen geachtet. Dort wurde symmetrisch gearbeitet.

Grundsätzlich gibt es symmetrische und unsymmetrische Übungen. Beispiele für asymmetrische Übungen sind:

  • Sitesteps
  • Siteseps überkreuzt
  • Einen Arm kreisen
  • Technik mit nur einem Bein oder Arm (Abschlag, Abstoß, Abwurf, …)
  • Technik auf nur eine Seite

Was sind eigentlich asymmetrische Übungen?

Mit asymmertrischen oder unsymmetrischen Übungen meint man Übungen die sich auf eine Seite konzentriert. Der Körper ist muskeltechnisch spiegelverkehrt aufgebaut. Wenn man nur die eine Seite trainiert führt das zu einem Defizit in der anderen Seite.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung der Verletzungsgefahr wäre eine Verletzung in der Oberschenkelrückseite. Eine typische Fußballerverletzung. Es gibt einen aktiven Muskel, den Agonist und einen gegenspielenden Muskel, den Antagonist bei jeder Bewegung. Bei einem Schuss zum Beispiel ist der aktive Muskel der Quadrizeps an der Vorderseite. Der Gegenspieler ist der Antagonist auf der Rückseite. Beim Schuss kontrahiert der Quadrizeps und verursacht so ein vorschnellen des Beines. Wenn die Bewegung ausgeführt wurde muss der Körper den Impulses des Beines irgendwie bremsen. Das macht er in dem der Gegenspieler angespannt wird. In dem Fall die Rückseite.

Wenn jetzt die Vorderseite so stark ausgeprägt ist, dass die Rückseite den Impuls nicht mehr stoppen kann tritt ein häufiges Verletzungsproblem in Folge von Asymmetrie auf.

Das Gleiche passiert auch bei koordinativen Übungen. Wenn die linke Gehirnhälfte besser ausgebildet und vernetzt ist als die andere wird das ein Problem. Der gesamte Körper wirkt unkontrolliert schlaksig und unkoordiniert. Der Athlet kann auf der einen Seite koordinativ auf dem höchsten Level sein, wird aber nie so gesehen. Das hat natürlich noch andere Nachteile. In einer Spielsportart wie Fußball kommt der Ball halt mal auf die schwache Seite. Dann hat man verloren.

Für jeden Athleten ist die symmetrische Entwicklung der Muskulatur wichtig. Asymetrische Muskulaturen führen zu Verspannungen, reduzieren langfristig das Leistungsvermögen und provozieren Verletzungen. Viele Rückensmerzen im Alter gehen auf Asymmetrien in der Muskulatur und wahrscheinlich auch in der Gehirnvernetzung zurück.

Auf der anderen Seite verbessert sich die Koordinationsfähigkeit und Gleichgewichtsempfinden, wenn man viele asymmetrische Übungen in sein Trainingsplan mit einbaut. Kurz gesagt: asymmetrische Übungen muss man richtig betreiben, um daraus einen Nutzen ziehen zu können.

Als Grundregel kann gelten:

Jede asymmetrische Übung ist gleich oft auf jeder Seite durchzuführen.

Dabei hat der Athlet ein Problem. Direkt vor dem Wettkampf wird er auf seiner starken Seite das „muskuläre Gedächnis“ aktivieren wollen. Damit wird diese Seite wieder übertrainiert. Ich empfehle dafür ein Kompensationstraining, bei dem die schwache Seite verstärkt trainiert wird. Man kann auch auf eine verstärkte Aktivität auf der schwachen Seite während des frühen Aufwärmens achten.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass es auch Aufgabe des Trainers ist, darauf zu achten, dass seine Schützlinge beidseitig trainieren. Das muss den Kindern und Jugendlichen erklärt werden. Da die Torspieler oft auf sich selbst gestellt sind, müssen diese mehr Eigenverantwortung übernehmen. Das geht aber nur, wenn ihnen die Zusammenhänge vom Trainer erklärt werden.




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Das Abschlussspiel

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Das Ende eines intensiven und guten Trainings ist oft ein Abschlussspiel. Es ist der Lichtblick vieler Spieler. Einfach nur kicken, während der Trainer irgendwas rein brüllt oder coacht. Es muß Spaß machen und sollte vom Wille geprägt sein zu gewinnen. Verbinden kann man das mit einer lustigen Bestrafung für das Verlierer-Team. Einfluss kann man als Trainer auch auf das Spiel nehmen, in dem man bestimmte Sachen vorgibt.

Spielfeld

Das Spielfeld kann man in der Größe bestimmen. Je kleiner das Spielfeld, desto schneller wird das Spiel, da die Mannschaften weniger Platz haben.

Wenn man das Spielfeld größer macht, wird es laufintensiver und langsamer.

Die Form des Spielfeldes kann auch ausschlaggebend sein. Wenn das Feld zum Beispiel sehr lang und schmal ist, simuliert das, dass Kombinationsspiel über das Zentrum.
Wenn das Feld sehr breit ist, provoziert man das Flankenspiel.

Zonen in denen Spieler nicht angegriffen werden dürfen oder niemand rein darf sind auch sehr gute Hilfsmittel für ein gelungenes Abschlussspiel. Das gilt auch für Zonen in die nur gewisse Spieler rein dürfen oder Zonen, die die Spieler nicht verlassen dürfen.

Zeit

Die Zeit kann man kurz oder lang vorgeben. Wenn man sich auf eine kurze Zeit festlegt wird das Spiel schnörkellos. Die Mannschaft, die in der kürzesten Zeit die meisten Tore macht gewinnt. Wenn man den Mannschaften mehr Zeit gibt, wird das Spiel wieder intensiver.

Mit der Zeit kann man noch andere coole Dinge machen.

Zum Beispiel Basketballregeln in den Fußball einfließen lassen. Die Mannschaften haben 20 Sekunden für ihren Angriff oder Ballgewinn nach sieben Sekunden Gegenpressing zählt wie ein Tor.

Zusatzregel

Mit Zusatzregeln kann man ebenfalls gute Sachen machen. Wenn Kopfballtore doppelt zählen, provoziert das Flanken. Abschlüsse aus einer Zone zählen 3fach, provozieren vielleicht Fernschüsse. Das kommt natürlich auf den Ort der Zone im Spielfeld an. Doppelpässe zählen als Tor, provoziert ein aggressives Angriffspressing und ein ausgeprägtes Passspiel auf der anderen Seite.

Man sieht also, dass man mit Zusatzregeln das Spiel kontrollieren und bestimmte Trainingsschwerpunkte setzen kann.

Mannschaften

Defensive gegen offensive ist wohl die bekannteste Mannschaftsaufteilung. Die technisch guten gegen die körperlich Guten eine andere. Diese Mannschaftsaufteilungen trainieren den Umgang mit Stärken des Gegners. Wenn die technisch guten zum Beispiel den Ball so laufen lassen, das körperlich Guten ihren Vorteil nicht nutzen können, spielen sie ihre Vorteile optimal aus und lassen dem Gegner keine Chance seine Vorteile auszuspielen. Wenn die körperlich Guten aber nah an den Spielern sind, haben die technisch Guten Probleme ihre Stärke auzuspielen.

Ein ähnliches Beispiel wäre groß gegen klein.

Tore

Die Form und Größe der Tore macht auch viel aus. Man kann zum Beispiel eine Touchdown- Zone als Tor verwenden. Besonders kleine oder besonders große Tore trainieren die Zielgenauigkeit der Spieler oder die Torwarttechnik des Torspielers trainieren.

Man kann also sehr große Kontrolle über das Trainingsspiel erreichen. Mann muss sich aber im Klaren sein, was man erreichen will und welchen Triningszweck das Spiel hat.




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Was trinkt man warum im Training?

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Trinken ist sehr wichtig. Der Körper braucht die Flüssigkeitszufuhr. Ohne Flüssigkeitszufuhr würde nach kurzer Zeit das Leistungsniveau einbrechen. Aber warum eigentlich?

Während des Sports unter hoher Belastung schwitzt der Körper 1-2 Liter pro Stunde. Dabei spielt die Intensität, die Genetik des Sportlers, das Trainingsniveau und die Umgebungsbedingungen eine Rolle. Mit den Umgebungsbedingungen sind äußere Bedingungen wie Temperatur und Luftfeuchtigkeit gemeint.

Der Körper schwitzt um zu kühlen. Durch die Kontraktionen im Muskel wird nicht nur Bewegungsenergie sondern auch Wärme erzeugt. Das erhöht dann die Temperatur im ganzen Organismus. Dagegen muss der Körper vorgehen, um sich vor dem Überhitzen zu schützen. Also schwitzt der Körper, da durch das Verdunsten des Schweisses dem Körper Wärme entzogen wird. (Die Flüssigkeit verbraucht viel Energie in dem sie verdampft. Diese Wärmeenergie kommt vom Körper.)

Den Verdampfungprozess sieht man auch, wenn man verschwitzt in der Kälte trainiert. Hier fangen die Sportler an zu dampfen. Diese erhöhte Temperatur erinnert während des Sports teilweise an Fieber, ist in dem Fall aber natürlich nicht bedenklich.

Bei hoher Luftfeuchtigkeit und hohen Temperaturen schwitzt man mehr. Eine Beobachtung, die unter Sportlern weit verbreitet ist. Natürlich ist das auch so. Aber warum?

Wieder muss man die Frage in der Physik suchen. Wenn es um den Körper kalt ist hilft das beim Kühlen, da die kalte Luft die Wärme leichter aufnimmt. Das haben wir einem Grundsatz der Energie zu verdanken: Energieniveaus wollen immer auf das gleiche Level. Das heißt wir haben auf der einen Seite die kalte Luft und auf der anderen Seite den warmen Körper. Beide wollen sich gegenseitig ausgleichen bis sie gleich warm sind.

Bei warmer Luft muss der Körper mehr kühlen, weil das Temperaturlevel auf beiden Seiten höher ist. Wenn sich also die Luft und der Körper auf einem Energieniveau befindet, funktioniert der Kühlprozess von oben nicht mehr. Der Organismus muss also einen anderen Prozess finden, um die Temperatur auszugleichen. Das macht er in dem er besonders viel durch Verdunstung kühlt beziehungsweise besonders stark schwitzt.

Wenn jetzt die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist, fühlt sich das Ganze sehr drückend oder schwül an. Die Luft ist schon sehr feucht. Warum sollte sie also noch mehr aufnehmen? Dementsprechend ist es schwerer für den Körper durch Schweiß zu kühlen, da die Luft weniger Feuchtigkeit aufnimmt. Also schwitzt er besonders viel weil: Viel ist viel und helfen tut’s auch ein bisschen.

Durch dieses Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit an seine Umgebung. Ohne Trinken würde er dehydrieren. Das heißt ihm würde das Wasser ausgehen was er zum Leben braucht.
Die Zellen würden dehydrieren und langsam werden alle Aktivitäten im Körper eingestellt.

Das heißt viel trinken. Man sollte im Training zwischen 1 und 3 Liter trinken. Je nach Intensität und wie doll man geschwitzt hat. Das was raus geht muss auch wieder rein. Aber wie?

Es gibt eine Gruppe Menschen, die der Meinung sind es müssten isotonische Getränke, Antikoagulanzien, Antihypertensiva oder sonstige teure Getränke sein, die sportliche Leistung versprechen. Das sind alles Begriffe, die keiner kennen muss, weil das ist alles Quatsch und braucht kein Mensch. Ich trinke zum Training Wasser. Wichtig ist, das Wasser darf nicht zu kalt sein, sonst wird der Körper durch das trinken irritiert. Die Folgen sind Leistungsverlust und Magenverstimmung.

Wenn das Training sehr intensiv ist, mache ich Brausetabletten mit Magnesium und Calcium rein. Der Rest, den der Körper für Sport braucht nehme ich durch gesunde Ernährung vor und nach der Belastung ein. Dazu gibt es ja schon einen Artikel Ernährung des Torwarts an und vor Spieltagen.




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Arten der Energiebereitstellung im Training

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Heute wird es mal wieder etwas sporttheoretischer. Es geht um die Frage wo die Energie herkommt, die der Muskel für die einzelnen Bewegungen braucht. Das ist eine Frage die elementar für die Sporttheorie ist, da neben dem Aufbau des Muskels alles auf diesen Fragen aufbaut. Der Aufbau des Muskels ist eher Biologisch während die Energiegewinnung eher chemisch zu betrachten ist.

Die erste Art der Energiegewinnung ist die anaerob-alaktazide Methode. Das bedeutet ohne Sauerstoff und Laktat. Hinter einem sehr kompliziertem Namen steckt ein weniger kompliziertes Verfahren. Es gibt Kreatinphosphat und Adenosintriphosphat. Wir kürzen die beiden Phosphat jetzt mal mit KP und ATP ab. Das ist einfacher.

Um Energie zu gewinnen zerfällt das ATP, dass schon im Muskel, genauer gesagt in den Mitochondrien, vorhanden ist in Adenosintriphosphat und ein Restphosphat. Bei diesem Prozess wird Energie frei. Um ATP und ADP wieder zu ATP zu machen braucht man KP. Das Kreatin sorgt dafür, dass diese Rückreaktion abläuft.

Diese Art der Energiegewinnung wird vom Körper bei den ersten Sekunden benutzt. Sie ist nämlich sofort verfügbar, ist dafür aber auch, in Abhängigkeit zur Größe des KP-Speichers umso schneller ausgeschöpft.

Die darauf folgende Energieherstellungsmethode des Körpers ist die anaerob-laktazide Art. Hier wird Glucose abgebaut. Das allerdings nicht vollständig, weshalb Milchsäure oder Laktat entsteht. eigentlich ist das ein ähnlicher Prozess wie oben genannt, mit dem Unterschied, dass das ATP hier von einem Glucose Molekül kommt. Ein Molekül spendet 2 ATP Teilchen. Durch die Übersäuerung des Blutes mit Milchsäure kann der Körper nur ca 30 Sekunden unterstützen. Die typische Disziplin wäre der 400 Meter Sprint.

Als letzten Weg nutzt der Körper die aerob-alaktazide Energiegewinnung. Das bedeutet mit Sauerstoff und ohne Laktat.

Da muss man aber zwei Arten unterscheiden. Hier wird Energie durch den vollständigen Abbau von Glucose, also Kohlenhydraten, mit Sauerstoff produziert. Hier werden aus einem Glucose bis zu 38 ATP Moleküle. Im Vergleich zur obigen Variante ohne Sauerstoff ist das viel produktiver. Für Belastungen von bis zu ein einhalb Stunden sind die Kohlenhydrate zu ständig. Das hängt wieder vom Speicher ab.

Wenn Glukose aufgebraucht wurde können auch Fettsäuren verbrannt werden. Diese Variante kann über mehrere Tage benutzt werden, da die Fettspeicher nahe zu unermesslich sind.




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Kaderplanung im Kinderfußball: Der Unterschied zwischen Mädchen und Jungs

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Viele Vereine stellen sich erst gar nicht die Frage, ob es einen Unterschied gibt oder nicht, und trennen Jungs und Mädchen direkt von Anfang an in zwei unterschiedlichen Mannschaften auf. Die Folgen sind meist überfüllte Jungsmannschaften und spärlich besetzte Mädchenmannschaften. Aber so muss das nicht laufen. Hier ein paar aufgelistete Argumente für eine heterogene Mannschaft.

Auf der einen Seite werden die Mädchen mit den gleichen Chancen ausgestattet wie die Jungs. Das ist auf dem Weg zum weiblichen Fußballprofi eine Menge wert. Ein wichtiger Grund an dem schlechteren Leistungsniveau im Frauenfußball ist ja auch die ungerechte Förderung von Mädchen. In den hören Spielklassen der Frauenmannschaften ist man viel erfolgreicher, wenn man auf gemischte Kindermannschaften setzt, da die Frauen eine bessere fußballerische Ausbildung genossen haben.

Die Kaderplanung in der Jugend wird wesentlich vereinfacht. Man hat mehr Kinder und kann diese leistungsgerechter in verschiedene Mannschaften aufteilen. Im Idealfall spielen die etwas besseren in einer etwas höheren Liga und die etwas schlechteren in einer etwas schlechteren Liga. So geht man auf die Bedürfnisse möglichst vieler Kinder ein und fördert sie ganz individuell. Man holt die Kinder quasi an ihren Leistungsstand ab.

Ein etwas sport-theoretisches Argument wäre die Leistungsfähigkeit beziehungsweise die Belastbarkeit. In jungen Jahren erkennt man noch keinen wesentlichen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Erst ab ungefähr zehn Jahren kann man eine Gabelung der Kurve erkennen. Das bedeutet, dass es rational betrachtet keinen Grund für eine Trennung von Jungs und Mädchen unter zehn Jahren gibt. Im Gegenteil – motivierte Spielerinnen erhöhen bis mindestens zur U11, vielleicht auch bis zur U13 das Leistungsniveau der Mannschaften und die Trainingserfolge.

Ich habe ja bereits in einem Artikel probiert zu erklären, warum der Frauenfußball sich deutlich von dem Männerfußball differenziert. (siehe Frauenfußball) In der Jugend ab der erkennt man da natürlich auch schon erste Differenzen. Das sorgt für eine gewisse Vielseitigkeit im Kader. Klar kann man diese leichten Unterschiede in der Frühphase des ausgereiften Frauenfußballs schlechter als der Jungenfußball bewerten. Das ist aber nicht meine Meinung. Technisch gesehen kann es nur an der Ausbildung liegen, dass Frauen schlechtere Techniken haben als Männer. Gleiches gilt für Taktik und Spielniveau. Das einzige wo sich Männer und Frauen wirklich unterscheiden sind körperliche Faktoren und die treten erst ab der Pubertät ein. Das ist das Alter an dem die Mannschaften überwiegend getrennte Wege gehen sollten.




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Nutzung von äußeren Bedingungen im Training

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Training ist lernen, wiederholen und verbessern. Die Trainingsformen können mehr oder weniger komplex sein, als die im Spiel der Fall ist.

Bei der Kombination der unterschiedlichen Trainingsstile sollte bei einer mittelfristigen Trainingsphase von allem ein bisschen dabei sein. Es gilt der Grundsatz, je weiter der Torspieler in seiner Ausbildung fortgeschritten ist, um so wichtiger werden komplexe Trainingsformen. In der Umkehrung kann man auch sagen, je geringer der Ausbildungsstand ist, um so wichtiger ist die Fokussierung auf einfache Trainingsformen.

Gerade bei wenig ausgebildeten Torhütern ist es wichtig, dass der Tormann bzw. die Torfrau die Technik korrekt erlernt. Dafür ist eine hohe Zahl an Wiederholungen mit ständiger Korrektur notwendig. Auf zahlreichen Facebook-Videos sieht man hoch komplexe Übungsabläufe von Torleuten, die die Grundtechniken gar nicht richtig beherrschen. Bevor aber die Grundtechniken nicht beherrscht werden, ist ein weitergehendes Training nur bedingt zielführend. Komplexere Trainingsreize kann man aber in Maßen durch aus setzen. Hier sind weniger komplexe und detailorientierte Übungen Hauptschwerpunkt im Training.

Ist der Torspieler weiter gereift, muss die Komplexität gesteigert werden. Äußere Einflüsse wie Wetter können einen Bewegungsablauf begünstigen oder erschweren. Beides kann man für einen Trainingseffekt nutzen.

Ein Beispiel dafür außerhalb des Fußballs wäre der Sprint. Bergauf oder ein nasser Untergrund sind hinderlich für einen Lauf mit Bestzeit. Wo hingegen eine leicht federnde Laufbahn für eine Bestleistung sprechen. Ich denke dieses Beispiel, dass wahrscheinlich jeder schon mal erlebt hat, bestätigt diese These.

Wind kann bei der Technikentwicklung sehr stören. Beim Training von räumlichen Denken und Reaktion ist Wind beispielsweise förderlich.

Kann man diese Annahme auch auf den Fußball und besonders auf das Torwarttraining übertragen?

Nach meinem Erfahrungen ist das möglich.

Eine blendende Sonne oder extreme Windverhältnisse sind für ein Reflextraining optimal. Die Sonne blendet und schränkt so auf natürliche Weise das Sehvermögen des Keepers ein. Das sollte man allerdings nicht zu sehr aus provozieren, da es auch bleibende Sehschwächen verursachen kann.

Extremer Wind verfälscht die Flugkurve des Balls. Der Ball bricht sozusagen die physikalischen Gesetze. Das sorgt für eine Unberechenbarkeit der Flugkurve.

Auch hier heißt es nicht übertreiben, da bei solchen Übungen die Finger sehr gefährdet sind.

Regen oder Trockenheit beeinflussen den Grip der Handschuhe und den Ball. Diese Gegebenheiten eignen sich um Fangsicherheit und Stabilität zu trainieren.

Die Größe des Balls und der Luftdruck im Ball können Fanghaltung verbessern. Für die Entwicklung von fußballtechnischen Fähigkeiten sollte man eher einen leichteren und kleineren Ball nehmen. Die Leichtigkeit ist schonend für Gelenke und der geringe Umfang ist technisch anspruchsvoller.




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