Warum du individuelle Spieler brauchst und wie du das im Training umsetzt

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Die Trainingseinheit ist elementarer Baustein im Trainingsplan des Trainers für den Athleten. In der Einheit kann der Trainer mit dem Sportler oder den Sportlern daran arbeiten, gewisse Ziele zu erreichen. Im Fußball wird das aber noch viel zu wenig genutzt um den Einzelnen zu fördern. Es wird oft viel zu sehr darauf geachtet, dass die Mannschaft funktioniert. Jeder einzelne Spieler wird als ein Mitglied der Mannschaft betrachtet und bekommt seine Rolle in der Mannschaft und seine Aufgaben auf dem Platz. Das ist natürlich gut so und alle 11 Spieler sollen Freunde sein bzw. mannschaftsdienlich spielen.

Eigene Stärken der Spieler werden da oft außen vor gelassen oder stark eingegrenzt. Wenn ein Spieler zum Beispiel über ein sehr starkes 1gegen1-Durchsetzungsvermögen verfügt, warum sollte man das dann nicht fördern und fordern? Das Ganze ist im Mannschaftstraining schwerer umzusetzen als im Torspielertraining. Das liegt daran, dass man Trainingsschwerpunkte braucht um fokussiert trainieren zu können. Als einziger Trainer kann man aber nicht 11 verschiedene Übungen für 11 Spieler beaufsichtigen. Der Trainer und der Verein benötigen also die nötigen Mittel.

Als Torspielertrainer ist das bedeutend einfacher. Es gibt viel weniger Spieler, auf die eingegangen werden muss. Also gibt es auch weniger Trainingsschwerpunkte, die man ins Training einbauen muss. Das würde bedeuten, dass es viel mehr individuell spielende Torspieler in den Top-Ligen geben müsste. Individualität sieht man aber wenig. Viel mehr sieht man den Cut zwischen den Generationen.

Wie kann man jetzt aber das Training für den Torspieler so gestalten, dass auf die einzelnen Stärken eingegangen wird, die den Spielstil prägen?

Zuerst muss man diese Stärken erkennen und rausfiltern. Das kann der Trainer im 4-Augengespräch mit dem Torspieler ganz einfach herausfinden. Was ist deine größte Stärke? Was fällt dir am leichtesten? Was ist die Komponente, die dein Spiel am meisten prägt? Was würde dir am meisten weh tun, wenn man es dir im Spiel verbietet? Das sind Fragen, die in so einem Gespräch fallen können. Antworten können ganz allgemein Athletik oder Torverteidigung sein. Es geht aber auch spezifischer wie zum Beispiel meine Fußabwehr oder meine seitlichen Abschläge.

Wenn der Torwarttrainer diese Stärken rausgefiltert hat, kann man im Training darauf eingehen. Ich mach das so, dass ich in das Training rein gehe und 2 bis 3 Übungen vor dem Training entwickle. Wenn ich bei der Durchführung der Übungen merke hier und da tauchen noch verstärkte Schwächen auf variiere ich die Übungen so, dass ich darauf eingehen kann und diese Schwäche verbessern kann. Andersherum gilt das natürlich auch: Wenn ich eine Stärke finde, wird darauf natürlich auch eingegangen.

Das bedeutet, dass ich keinen festen Rahmen habe und so flexibel bin. So kann ich zu jeder Zeit auf meinen Sportler eingehen und ihn individuell unterstützen. Die Aufgabe des Trainers bezogen auf den Spieler ist meiner Meinung nach die Hinführung, Begleitung und Unterstützung zum eigenen Spielstil. Das gilt für jeden Feldspieler, aber auch für jeden Tormann. Man kann diesen Grundsatz aber auch auf die ganze Mannschaft übertragen: Der Trainier versucht die einzelnen Spieler zu einer Einheit zu vereinen und ihnen genau so viel Freiheit zu geben, dass jeder seinen Spielstil mannschaftsdienlich und erfolgsorientiert ausleben kann.

Aber warum ist Individualismus so wichtig im Fußball?

Das Problem von einheitlichen Systemen und Gleichheit ist, dass sie berechenbar sind. Bei guter Spielanalyse kann man ohne Probleme erkennen wie sich jeder Spieler verhält und verhalten wird. Das ist natürlich schlecht, denn die Spielweise ist nicht unbesiegbar und irgendwann findet ein Trainer die taktische Schwachstelle um gegen diese Mannschaft zu spielen und am Ende gewinnt jeder gegen diese Mannschaft. Dies konnten wir in der WM in Russland sehr gut beobachten.

Wenn man aber variabel aufgestellt ist und unterschiedliche Spielertypen im Team hat, ist man nicht oder weniger berechenbar. Man kann das Spielsystem auf seine Spieler anpassen und trotzdem variieren. Damit weiß der Gegner nie genau was auf ihn zukommt. Der einzelne Spieler unterscheidet sich von dem anderen, so dass es kein festes Muster gibt. Im Spiel folgen dann unerwartete Aktionen, die keiner kommen sehen hat. Das führt zur Torgefährlichkeit und taktischer Unordnung beim Gegner.

Share Button

Die 6 wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für die Erstellung eines Trainingsplan mit Beispiel

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ich wurde gefragt, wie mache ich mir einen Trainingsplan? Wie kann ich mich vorbereiten? Dazu sind folgende Beiträge bis jetzt erschienen:

  1. Wie erstelle ich einen Trainingsplan?
  2. Die 6 wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für die Erstellung eines Trainingsplan mit Beispiel
  3. Das erste Modul: Trainingsprogramm Ausdauer
  4. Das zweite Modul: Trainingsprogramm Beweglichkeit
  5. Das dritte Modul: Trainingsprogramm Schnelligkeit
  6. Das vierte Modul: Trainingsprogramm Kraft
  7. Das fünfte Modul: Trainingsprogramm Koordination

 

Immer wieder erreichen mich Anfragen wie: Theo hast du Anregungen für einen Vorbereitungstrainingsplan? Hast du Ideen für meine trainingsfreie Zeit? Kann ich was selber machen? Also bin ich hergegangen und habe einen vierwöchigen Trainingsplan geschrieben, der individuell anwendbar ist und für den man nichts braucht außer sich selbst, eine gute Portion Motivation und ca. 2 Stunden Zeit zum Trainieren pro Tag.

Der Trainingsplan ist so konzipiert, dass der Sportler seine Kondition verbessern kann. Die Kondition besteht aus Schnelligkeit, Beweglichkeit, Kraft Ausdauer und Koordination. Das sind die grundlegenden Fähigkeiten, die man für jede Sportart braucht. Jede Sportart fordert eine oder mehrere Komponenten sehr speziell. Sprint zum Beispiel zielt nur auf Schnelligkeit ab, während Koordination und Beweglichkeit vor allem beim Turnen gebraucht werden. Je komplexer der Sport ist, desto mehr von diesen grundlegenden Leistungsfaktoren werden beansprucht. Fußball ist ein sehr komplexer Sport, weshalb sehr viele konditionelle Fähigkeiten beansprucht werden. Diese werden in der Regel in der Vorbereitung trainiert. Vor allem im oberen Leistungsende bedeutet das eine sehr unbequeme Zeit. Die intensive Vorbereitung wird gemacht, weil die Belastung im Athletikeinheiten, wie Konditionstraining neuerdings genannt wird, während der Saison nur sehr begrenzt durchgeführt werden können. Das liegt an der hohen Belastung und der langen Regeneration danach. Nicht umsonst ist die Vorbereitung eine sehr unbeliebte Phase in der Saison.

Wie kann man jetzt möglichst eng und kompakt sehr viel an seiner Kondition arbeiten?

Bei dem Erstellen des Trainingsplans muss man auf verschieden Modelle Rücksicht nehmen.

  • Das Modelle der Superkompensation besagt, dass nach einer Belastung erst die Erholung und dann die Verbesserung folgt. Ist die Pause zu lang oder zu kurz geht man in die Richtung von Übertraining
  • Qualitätsgesetz: Die Grundlage von allem Training. Spezifische Reize bewirken spezifische Anpassungen. Das bedeutet das Reiz und Trainingswirkung zusammenhängt. Wenn man schneller auf den ersten 20 Metern werden will muss man Sprinten und nicht einen Marathon laufen.
  • Das Reizschwellengesetz besagt, dass die Trainingswirkung nur dann ausgelöst, wenn eine individuelle Reizschwelle überschritten wird. Man wird kein Schrank, weil man ein Mal im Fitnessstudio war.
  • Verlauf der Leistungsentwicklung: Bei hohem Leistungsniveau muss man mehr machen um weniger zu bewirken.
  • Anpassungsfestigkeit: Ein langfristig aufgebautes Leistungsniveau ist stabiler als ein kurzfristig aufgebautes.
  • Trainierbarkeit und Leistungsfähigkeit ist abhängig von Alter und Geschlecht.

So habe ich meinen Trainingsplan aufgebaut:

Zur optimalen Umsetzung der oben genannten Modelle und Gesetze habe ich je zwei konditionelle Fähigkeiten zu einer Einheit zusammengefasst. Das bedeutet, dass man an jedem Tag eine Einheit hat, in der man je zwei Konditionsfähigkeiten trainiert. Hier der Plan für die Einheiten:

 Training-Schwerpunkt 1Training-Schwerpunkt 2
MontagAusdauerBeweglichkeit
DienstagKraftSchnelligkeit
MittwochAusdauerBeweglichkeit
DonnerstagKraftSchnelligkeit
FreitagAusdauerBeweglichkeit
SamstagKraftSchnelligkeit
SonntagKoordination Regeneration

Die enge Trainingsabfolge begründet sich auf dem Prinzip der unvollständigen Erholung, nach der eine erhöhte Superkompensation stattfindet und dem Prinzip der wechselnden Belastungen. Dadurch, dass sich die Belastungen ändern kann man zwei Fähigkeiten parallel trainieren, da sich die Systeme nicht in den Weg kommen. Am Sonntag ist Ruhephase, in der der Athlet Koordination trainieren kann. Das ist relativ „anspruchslos“ im Gegensatz zu den anderen konditionellen Fähigkeiten. Außerdem sollte man aktiv regenerieren, also zum Beispiel auslaufen, Blackrole-Übungen, Sauna, Massagen etc. Der Trainingsplan ist natürlich verallgemeinert und vereinfacht. Das ganze ist ohne individuellen Bezug, der vom Athleten und seinem Trainer erst hergestellt werden muss. Sprich: Halte ich so eine Woche überhaupt einmal durch? Wie lange mache ich das? Welche Mittel habe ich? Wie kann ich das umsetzten? Passt das Training zu meinem Athleten. Diesen Trainingsplan muss man natürlich noch mit Übungen füllen. Hier ist es wichtig ebenfalls auf die Gesetzmäßigkeiten und Prinzipien zu achten. Man sollte zum Beispiel von Einheit zu Einheit eine Steigerung durch Wiederholung, Dauer, Satzzahl, etc. erzielen.

Der nächste Artikel kommt zur Gestaltung der Übungen.

Share Button

Wie erstelle ich einen Trainingsplan?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ich wurde gefragt, wie mache ich mir einen Trainingsplan? Wie kann ich mich vorbereiten? Dazu sind folgende Beiträge bis jetzt erschienen:

  1. Wie erstelle ich einen Trainingsplan?
  2. Die 6 wichtigsten Gesetzmäßigkeiten für die Erstellung eines Trainingsplan mit Beispiel
  3. Das erste Modul: Trainingsprogramm Ausdauer
  4. Das zweite Modul: Trainingsprogramm Beweglichkeit
  5. Das dritte Modul: Trainingsprogramm Schnelligkeit
  6. Das vierte Modul: Trainingsprogramm Kraft
  7. Das fünfte Modul: Trainingsprogramm Koordination

 

Viele Trainer und Torwarttrainer wissen nicht, wie sie ihre Torspieler langfristig aufbauen können. Eine langfristige Planung im Training ist sehr wichtig. Man kann sich das wie im Schach vorstellen. Wenn man nur einen einzelnen Zug weiter denkt wird man verlieren. Im Trainingsalltag würde man dann einen Torspieler verlieren, weil er oder sie keine Lust mehr hat oder das Training zu einseitig ist. Deshalb sollte jeder Torspielertrainer einen ungefähren Trainingsplan im Kopf haben, an dem man sich orientieren kann. Vielen Trainern ist das auch klar, aber wie man zu diesem Trainingsplan kommt wissen die wenigsten. Deshalb probiere ich das ganze hier an einem Beispiel zu verdeutlichen.

Der Torspieler ist 15 Jahre, 175 cm groß und 70 kg schwer. Das sind Angaben über Vorraussetzungen. Sie können wichtig für den Spielstil sein, müssen sie aber nicht. Über seine Fähigkeiten sagen mir diese Daten nämlich erst mal nichts. Sein Leistungsstand im Bereich Athletik kann man leicht über Messwerte bestimmen. Wie schnell ist er auf 20 Meter? Wie hoch springt er? Im technischen und koordinativen Bereich wird es dann schon schwerer. Hier gilt vor allem Meinungen zusammentragen, diese dann gewichten (Aussage an der Qualifikation der Person messen) und zur Kenntnis nehmen. Wiederholen sich viele Themen kann man das ganz klar als Defizit einordnen.

Man kann aber auch auf den klassischen Wegen probieren herauszufinden, was die Schwachpunkte meiner Torspieler sind. Damit sind gemeint Trainingsanalysen, Spielanalysen und das Gespräch mit dem Torspieler selbst. In all diesen Bereichen kann man herausfinden was der Torspieler wo die Defizite liegen und was man trainieren muss und kann.

Wenn man die Schwächen und Stärken rausgekriegt hat, kann man überlegen, wie man diese Schwächen verkleinern oder beseitigen kann. Kann man die Schwäche nur durch Wiederholung im Trainingsalltag reduzieren wie zum Beispiel Technik? Braucht es spielerische Einheiten, um die Anwendung in spielnahen Situationen zu trainieren? Reicht eventuell eine Auffrischungseinheit oder muss der Torspieler die Einheit konstant über mehrere Wochen machen?

Angenommen, unser Torspieler hat technische Probleme im fußballerischen Bereich und Probleme die gute Torwarttechnik im Spiel anzuwenden. Fußballtechnik kann man nur durch Wiederholung trainieren. Das heißt man gibt dem Torspieler eventuell die Aufgabe zu Hause gegen eine Wand zu spielen und an der Wand Übungen zu machen, die seine Technik verbessern. Das Ganze überprüft man dann im Training in dem man im Aufwärmen oder im Cool-down genau diese Technik fordert oder trainiert. Im Hauptteil fokussiert man sich dann über mehrere Wochen auf das Anwenden von Torwarttechnik. Man sollte trotzdem zum Reinkommen ein Torwarttechniktraining vor den eigentlichen Hauptteil machen.

Jetzt hat man das ungefähre Schema für die nächsten Wochen Training. Das Ganze wird solange umgesetzt, bis man die Defizite so weit reduziert, dass sie entweder zur Stärke wurden oder sie sich nicht mehr negativ auf die Spielweise auswirkt. Das heißt im Umkehrschluss, dass der Trainingsplan nicht fest steht und nicht am Anfang des Jahres geplant wird. Man muss nach jeder Einheit analysieren ob sich der Torspieler verbessert hat.

Dieses Beispiel hatte zwei Trainingsschwerpunkte parallel in einem Trainingsplan enthalten. Für den Anfang reicht es aber völlig nur einen Schwerpunkt auszuwählen und sich auf diesen für die nächsten Wochen zu konzentrieren.

Share Button

⚽️Mit diesen vier Grundlagen baust du eine Trainingseinheit auf⚽

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Ein elementarer Baustein für die Weiterentwicklung des Spiels und die eigene Verbesserung ist für jeden Spieler das Training. Je hochwertiger und je öfter das Training ist, um so besser.

Im Training bestimmt der Trainer was gemacht wird. Da das Training aber nicht für ihn ist, wäre es nur fair, wenn der einzelne Spieler einen Einfluss auf die Trainingsinhalte hätte. Das ist aber nur sehr selten der Fall. Mitsprache der Spieler ist auf jeden Fall wichtig. Nicht im Sinne von: Macht mal, was ihr wollt, sondern: Ihr könnt das nicht, also machen wir das. Das bedeute der Spieler hat für die Trainingsgestaltung kein direktes Mitspracherecht.

Der Trainer baut das Training orientiert an den Stärken und Schwächen seiner Spieler auf. Für ein gutes Training muss sich der Trainer also bewusst machen, was sind die Schwächen und vor allem was sind die Stärken seiner Spieler.

Wenn man jetzt den Schwerpunkt des Trainings gesetzt hat und weiß, was man machen will, fehlt noch die Struktur des Trainings mit entsprechenden und guten Übungen. Zur Struktur muss sich der Trainer bewusst machen, es geht in der Regel vom Einfachen zum Schweren. Dieser pädagogischen Leitlinie sollte man sich immer bewusst sein. Sie muss sich quer durch die Trainingsgestaltung ziehen.

Dieser Grundsatz zeigt sich dann auch in der Planung oder Umsetzung vom großen Ganzen zum kleinen Detail. Das heißt von der Trainingseinheit zur Übung. Die Spieler müssen technisch und mit dem Kopf erst mal in die Übung bzw. das Training reinkommen. Sie haben sich bis eben wahrscheinlich mit völlig anderen Sachen beschäftigt und jetzt sollen sie Fußball spielen.

Der zweite wichtige Grundsatz ist, dass das Lernen vom Bekannten zum Unbekannten geht. Es ist wie in der Schule. Wer den Basis-Stoff nicht versteht, kann das darauf Aufbauende auch nicht verstehen. Das Konzept des Lernens vom Bekannten zum Unbekannten wird auch in der Planung der Einheit bis hinunter zur einzelnen Übung umzusetzt.

Der Aufbau einer Trainingseinehit ist wahrscheinlich jedem bekannt: Aufwärmen, Hauptteil, Schluss. Beim Aufwärmen werden Ausblicke auf den Hauptteil gegeben. Es wird sich allgemein und sportartspezifisch erwärmt. Das Aufwärmen ist wichtig, da es die Muskelspannung erhöht, die koordinativen Fähigkeiten auffrischt, grundlegende Techniken wiederholt, der Kreislauf wird hochgefahren und die Energiegewinnung ankurbelt. Insgesamt sinkt die Aufwärmung die Gefahr von Verletzungen.

Im Hauptteil wird der Schwerpunkt intensiv bearbeitet. Das ist in der Regel der anstrengendste und anspruchsvollste Teil im Training. Hier wird geübt, gelernt und vertieft.

Der Schluss ist das Cool-Down. Man soll nicht von höchster Belastung auf null gehen. Für diese Zwischenphase gibt es den Schluss. Hier kann man auch sehr intellektuell anspruchsvolle Übungen machen oder den Körper auf eine andere Weise beanspruchen.

Aus Sicht der Sporttheoretie gibt es noch das Belastungsgefüge. Das Belastungsgefüge ist ein dynamisches Gleichgewicht zwischen Intensität, Dauer, Umfang und Dichte.
Die Intensität ist der Anstrengungsgrad. Sie wird oft in Prozent von der maximalen Intensität angegeben (altenativ Maximalgewicht, maximale Schnelligkeit, …).
Die Dauer ist die zeitliche Begrenzung von Belastungen. Wie lange tritt die Belastung auf und wie lange geht die Einheit?
Der Umfang ist die Summe aller einzelnen Reize oder Belastungen. Das heißt zum Beispiel, wie oft mache ich eine Übung?
Die Dichte ist wie in der Physik auch das Verhältnis von Reiz oder Belastung und Pause.

Es gibt auch hier ein paar Grundsätze. Je intensiver ein Training, desto geringer sollte die Dauer und der Umfang sein. Es verhält sich also umgekehrt proportional. Das ist wichtig einzuhalten, da man sonst seine Spieler überlastet.

Stilmittel im Training definieren -wer hätte es gedacht- den eigenen Stil. Ich meine damit Eigenheiten, die das Training interessanter machen und die man so vielleicht nicht in einem normalen Training erwartet.

Stilmittel können zum Beispiel extrem kreative Übungen, Spaßeinschübe sein oder auch kreative „Bestrafungen“ für die Verlierer. Stilmittel machen eine Einheit oder eine Übung anspruchsvoller bzw. interessanter und lenken den Fokus damit auf das, was der Trainer trainieren will. Man kann zum Beispiel mit der Variation der Zeit-Größen viel machen. (Zum Beispiel bei Ballgewinn, bleiben 6 Sekunden bis zum Abschluss.)

Ähnlich verändern kann der Trainer die Spielfeldgröße und / oder Form der Tore. Mannschaftseinteilung ist ebenfalls ein klassisches Stilmittel für einzelne Übungen.

Stilmittel kann man aber auch auf die komplette Trainingseinheit anwenden. Ein Beispiel für das ist, die Tordifferenz des letzten Pflichtspiels wird in Minuten von der Athletikeinheit abgezogen.

Bei einigen Übungen oder unzureichender Trainingsmotivation kann es auch Sinn machen, vom klassischen Schema „vom Leichten zum Schweren“ abzuweichen und man geht einmal vom Schweren zum Leichten. Auch das ist ein Beispiel für ein Stilmittel.

Das war eine grobe Einführung in den möglichen Aufbau einer Trainingseinheit. Natürlich sollte jeder seinen eigenen Stil finden, aber am Ende sollte sich der Trainer an diese Strukturen halten, da man damit nachweislich die besten Ergebnisse erzielen kann.

Share Button

Trainingsmethoden: Sensomotorisches Training

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Dieses Video vom Fitnessprofessor handelt vom sensomotorischen Training.




Share Button

Trainingsmethoden: Exzentrisches Training

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Exzentrisch kann mehr Kraft aufgebaut werden als konzentrisch. Wer das beim Training ausnutzt, kann ganz großen Nutzen daraus ziehen. Ob zum Muskelwachstum oder zur Rehabilitation. Was exzentrisches Training überhaupt ist und wie das geht, erfahrt Ihr in diesem Video vom Fitnessprofessor.




Share Button

Wie wichtig ist spielnahes Training für den Torspieler?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Spielnahes Training ist eine Sache für sich. Manche Trainer sagen, dass ist gut, manche sagen es ist schlecht. Es wird viel darüber gestritten und diskutiert. Zuerst sollte man die Argumente für und gegen Spielnahes Training erörtern.

Vorteile:

Durch eine hohe Komplexität und ein großes Entscheidungsspektrum wird die Wahrnehmung und Verarbeitung einer gewissen Situationen geschult. Außerdem beschleunigt sich der Entscheidungsfindungsprozess, also die Zeit bis der Torhüter eine Entscheidung trifft. Im Optimalfall steigert sich auch die Entscheidungsqualität, also die Effizienz des Torspielers in der Torverteidigung.

Nachteile:

Der Wert bei spielnahem Training liegt darauf Bälle zu halten. Egal wie. Die Qualität wird dabei vernachlässigt. Dementsprechend vermittelt ein spielnahes Training den Keepern keine richtige Torwarttechnik, mit der man die Bälle effektiver halten kann sondern eine praktische Art Bälle zu halten, bei der oft der Aufwand zu groß ist für das was bei der Aktion raus kommt und die Verletzungsgefahr auch nicht unterschätzt werden darf.

Man sieht also, dass spielnahes Training wie alle anderen Trainingsmethoden Vor- und Nachteile hat. Jetzt geht es darum, einen Kompromiss zu finden.

Ich denke, dass jeder Torwarttrainer in jungen Jahren (U11) bei dem Torspieler den Schwerpunkt ganz klar auf die Technik setzen sollte. Erst wenn die Technik sitzt und vielseitig anwendbar ist, kann man den Schwerpunkt ändern. Natürlich sollte man nicht nach Schablonen trainieren, sondern in den Übungen immer wieder was verändern und neue Reize setzen. Aber im Großen und Ganzen sollte es immer um ein effektives Bälle halten gehen.

In den älteren Jahrgängen (U13) kann man den Schwerpunkt dann verschieben. Allerdings würde ich immer ein bisschen Techniktraining machen. Ansonsten verlernen die Torspieler eventuell den Bewegungsablauf. Aufgrund der geringen Komplexität und oft geringen Intensität ist es sehr gut für das Aufwärmen vor einer Einheit geeignet. Anschließend kann man dann ein spielnahes Training mit steigender Komplexität folgen lassen. Das sollte man aber nur bei älteren und fortgeschrittenen Jahrgängen (ab U13 bis U15 nach Fähigkeit der Keeper) machen.

Diesen Kompromiss kann man Eingehen und dieser Kompromiss ist auch gut für die Torspieler. Man kann die jeweiligen Vor- und Nachteile der Trainingsmethoden miteinander verbinden und den maximalen Nutzen für die einzigen Torspieler ziehen.




Share Button

Nach welchem Konzept muss man einen Torspieler, Keeper bzw. Torwart ausbilden?

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Diese Frage stellt sich gerade sehr intensiv auch der DFB und das ist auch gut und richtig so. Es hängt viel von der Ausbildungsphilosophie ab. Bis vor kurzem waren die Nachwuchsleistungszentren (kurz NLZ) auf sich allein gestellt, was das Konzept und die Philosophie in der Torspielerausbildung angeht. Deshalb waren und sind manche Vereine auch erfolgreicher als andere bezogen auf erfolgreich Profikeeper.

Auch in den unteren Spielklassen stellt man sich die Frage nach einem guten Konzept für die Torspieler. Soll ich mehr auf die Athletik achten oder doch eher die Technik bevorzugen. Das sind alles Fragen, die man sich bei einer guten Philosophie stellen muss. Wo liegen die Schwerpunkte. Gibt es überhaupt Schwerpunkte oder trainiere ich von allem ein bisschen?

Als Beispiel für ein Konzept gibt es das Entscheidungstraining. Das ist aus meiner Perspektive aber nur ein Trend. Zuerst macht man stures Techniktraining und stellt später fest, das die Spieler sich nicht mehr richtig und effektiv entscheiden können und strukturiert dann das Trainingskonzept. Logisch, dass man so nie an den perfekten Keeper ran kommt und nie ran kommen kann. Wenn man den Fokus nur auf ein Teilgebiet des Fußballspiels legt, ist es klar, dass wo anders Schwächen auftreten müssen.

Mein Ansatz ist deshalb ein anderer.  Ich geh individueller an die Sache Torspielertraining ran.

Das Prinzip, dass ich am geeignetsten für eine umfassende Top-Ausbildung finde, ist die Engpass-konzentrierte-Strategie (kurz EKS).

Die EKS ist ein Konzept das man nur individuell und auf jeden Torspieler einzeln anwenden kann. Für eine erfolgreiche Ausbildung ist die EKS die beste, da man bei jedem Keeper individuell auf die Schwächen eingeht, diese behandelt, bis sie keine Schwäche mehr ist und sich dann den nächsten Schwerpunkt setzt. Die Trainingsschwerpunkte sind also dynamisch und hängen stark vom einzelnen Keeper ab. Man erkennt Engpässe, die einen daran hindern optimal zu spielen und trainiert diese, bis das Thema keine Schwäche mehr ist. Das ganze muss natürlich altersgerecht sein und einem Leitfaden folgen aber dazu komme ich noch.

Ein vereinfachtes Beispiel für eine Anwendung der EKS wäre ein Torspieler, der torwarttechnisch sehr gut ist, aber mit dem Ball nicht so gut umgehen kann. Der Trainer erkennt diesen Engpass in dem Spiel seines Torwarts und probiert diesen zu beheben. Nach zwei Wochen intensivem Training der Fußballtechnik folgt eine weitere Schwächen-Analyse, die sagt, dass die Athletik während der Themenwochen in den Hintergrund geraten ist. Dann muss ein Themenwechsel zur Athletik folgen.

So verbessert sich der Keeper kontinuierlich und auf einem breiten Fähigkeitsspektrum.

Allerdings muss man noch eine Schwäche oder einen Engpass definieren. Ich sehe eine Schwäche als eine Einschränkung für den Torspieler seinen eigenen Stil zu spielen. Wenn ein Keeper alles über technische Feinheiten löst, ist Athletik also nicht unbedingt eine Schwäche. Das ist ein wichtiges Detail, da von den Trainern oft nach dem gesamten Fähigkeitsspektrum bewertet wird, ob ein Keeper gut ist oder nicht. Das ist aber wieder zu einseitig, weil jemadnen, der alles perfekt kann, gibt es nicht. Sicher ist es wichtig für ein NLZ einen Gesamtüberblick von einem Torspieler zu haben, der eventuell ein Kandidat für einen Wechsel wäre, aber man muss diese Bewertung unter der Schablone des Individuums und des praktischen Nutzens für den Verein legen.

Wenn ein Keeper technisch sowohl mit dem Fuß, als auch mit der Hand stark ist, sollte man nicht sagen: Der hat keine Athletik, denn nehmen wir nicht. Man muss sehen: Aha der nutzt seine Stärken so gut in seiner Spielweise, das die fehlende Athletik gar nicht auffällt.

Man darf mich jetzt nicht falsch verstehen. Natürlich ist es für den technisch starken Keeper ein Vorteil wenn er auch athletisch gut ist, aber es ist bis zu einem gewissen Niveau noch kein Nachteil und damit kein Engpass.

Damit kommen wir auch schon zum nächsten wichtigen Thema. Das dynamische Anforderungsprofil durch die Entwicklung der Feldspieler mit dem Alter und der Spielklasse kann man nur durch eine dynamische Ausbildungsphilosophie ausgleichen.

Wenn Kinder in eine höher Spielklasse wechseln, in der sie ihr Spiel anpassen müssen, müssen sie auch entsprechend ihrem Anforderungsprofil trainieren.

Im Fußball gibt es für den Torspieler verschiedene Fähigkeitsbereiche, die er abdecken muss um gut zu sein:

  • Torverteidigung
  • Raumverteidigung
  • Spieleröffnung
  • Taktik (Antizipation)
  • Entscheidungseffizienz (Schnelligkeit und Qualität)
  • Führung
  • Athletik
  • Psychische Fähigkeiten (Konzentrationsfähigkeit, Verhalten nach Fehlern)
  • kognitive Fähigkeiten (wie schnell erfasse ich was passiert, Lernfähigkeit)

Man sieht also, dass das Fähigkeitsspektrum im Tor relativ weit gefächert ist. Ich will mir auch nicht anmaßen, alle Dinge genannt und abschließend behandelt zu haben. Ich denke aber, das gesagte reicht, um zu erkennen, dass die Fähigkeitsbereiche nicht mit einem statischen Trainingskonzept abgedeckt werden können.

Beispiel Entscheidungstraining. Aus meiner Perspektive ist das nur ein spannender Trend einer Philosophie, die voran gegangen ist und diesen Bereich nicht abdeckte. Was folgt ist eine logischerweise erhöhte Fehlerquote in diesem Bereich. Die Antwort darauf kann aber nicht sein, dass man jetzt sagt: Darauf muss der Schwerpunkt liegen. In zwei drei Jahren würde sich der Schwerpunkt wieder verschieben, weil die Keeper dann die meisten Fehler zum Beispiel in der Raumverteidigung oder Technik machen.

Man sieht das sich die statische Ausbildungsphilosophie in einem Kreislauf befindet, in dem sie nur in Ausnahmefällen einen perfekten Torspieler hervorbringen kann. Die EKS dagegen ist eine dynamische Ausbildung und könnte mit ziemlicher Sicherheit den einen oder anderen nächsten Welttorhüter hervorbringen.




Share Button

Asymmetrische Übungen

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Auf dem Mercedes-Benz Junior Cup in Sindelfingen habe ich mir angesehen, wie sich die Torspieler auf das Spiel vorbereiten. Dabei ist mir bei den Torspielern, die sich ohne Torspielertrainer aufgewärmt haben, aufgefallen, dass diese gar nicht auf die Grundsymmetrie achten. Am extremsten waren dabei die beiden Torspieler des 1. FC Kölns, die nur die starke Seite aufgewärmt und konditioniert haben. Die anwesenden Torwarttrainer haben bei ihren Schützlingen ganz offensichtlich auf beidseitiges Aufwärmen geachtet. Dort wurde symmetrisch gearbeitet.

Grundsätzlich gibt es symmetrische und unsymmetrische Übungen. Beispiele für asymmetrische Übungen sind:

  • Sitesteps
  • Siteseps überkreuzt
  • Einen Arm kreisen
  • Technik mit nur einem Bein oder Arm (Abschlag, Abstoß, Abwurf, …)
  • Technik auf nur eine Seite

Was sind eigentlich asymmetrische Übungen?

Mit asymmertrischen oder unsymmetrischen Übungen meint man Übungen die sich auf eine Seite konzentriert. Der Körper ist muskeltechnisch spiegelverkehrt aufgebaut. Wenn man nur die eine Seite trainiert führt das zu einem Defizit in der anderen Seite.

Ein Beispiel zur Verdeutlichung der Verletzungsgefahr wäre eine Verletzung in der Oberschenkelrückseite. Eine typische Fußballerverletzung. Es gibt einen aktiven Muskel, den Agonist und einen gegenspielenden Muskel, den Antagonist bei jeder Bewegung. Bei einem Schuss zum Beispiel ist der aktive Muskel der Quadrizeps an der Vorderseite. Der Gegenspieler ist der Antagonist auf der Rückseite. Beim Schuss kontrahiert der Quadrizeps und verursacht so ein vorschnellen des Beines. Wenn die Bewegung ausgeführt wurde muss der Körper den Impulses des Beines irgendwie bremsen. Das macht er in dem der Gegenspieler angespannt wird. In dem Fall die Rückseite.

Wenn jetzt die Vorderseite so stark ausgeprägt ist, dass die Rückseite den Impuls nicht mehr stoppen kann tritt ein häufiges Verletzungsproblem in Folge von Asymmetrie auf.

Das Gleiche passiert auch bei koordinativen Übungen. Wenn die linke Gehirnhälfte besser ausgebildet und vernetzt ist als die andere wird das ein Problem. Der gesamte Körper wirkt unkontrolliert schlaksig und unkoordiniert. Der Athlet kann auf der einen Seite koordinativ auf dem höchsten Level sein, wird aber nie so gesehen. Das hat natürlich noch andere Nachteile. In einer Spielsportart wie Fußball kommt der Ball halt mal auf die schwache Seite. Dann hat man verloren.

Für jeden Athleten ist die symmetrische Entwicklung der Muskulatur wichtig. Asymetrische Muskulaturen führen zu Verspannungen, reduzieren langfristig das Leistungsvermögen und provozieren Verletzungen. Viele Rückensmerzen im Alter gehen auf Asymmetrien in der Muskulatur und wahrscheinlich auch in der Gehirnvernetzung zurück.

Auf der anderen Seite verbessert sich die Koordinationsfähigkeit und Gleichgewichtsempfinden, wenn man viele asymmetrische Übungen in sein Trainingsplan mit einbaut. Kurz gesagt: asymmetrische Übungen muss man richtig betreiben, um daraus einen Nutzen ziehen zu können.

Als Grundregel kann gelten:

Jede asymmetrische Übung ist gleich oft auf jeder Seite durchzuführen.

Dabei hat der Athlet ein Problem. Direkt vor dem Wettkampf wird er auf seiner starken Seite das „muskuläre Gedächnis“ aktivieren wollen. Damit wird diese Seite wieder übertrainiert. Ich empfehle dafür ein Kompensationstraining, bei dem die schwache Seite verstärkt trainiert wird. Man kann auch auf eine verstärkte Aktivität auf der schwachen Seite während des frühen Aufwärmens achten.

Insgesamt bin ich der Meinung, dass es auch Aufgabe des Trainers ist, darauf zu achten, dass seine Schützlinge beidseitig trainieren. Das muss den Kindern und Jugendlichen erklärt werden. Da die Torspieler oft auf sich selbst gestellt sind, müssen diese mehr Eigenverantwortung übernehmen. Das geht aber nur, wenn ihnen die Zusammenhänge vom Trainer erklärt werden.




Share Button

Das Abschlussspiel

Bitte bewerte diesen Beitrag!
Share Button

Das Ende eines intensiven und guten Trainings ist oft ein Abschlussspiel. Es ist der Lichtblick vieler Spieler. Einfach nur kicken, während der Trainer irgendwas rein brüllt oder coacht. Es muß Spaß machen und sollte vom Wille geprägt sein zu gewinnen. Verbinden kann man das mit einer lustigen Bestrafung für das Verlierer-Team. Einfluss kann man als Trainer auch auf das Spiel nehmen, in dem man bestimmte Sachen vorgibt.

Spielfeld

Das Spielfeld kann man in der Größe bestimmen. Je kleiner das Spielfeld, desto schneller wird das Spiel, da die Mannschaften weniger Platz haben.

Wenn man das Spielfeld größer macht, wird es laufintensiver und langsamer.

Die Form des Spielfeldes kann auch ausschlaggebend sein. Wenn das Feld zum Beispiel sehr lang und schmal ist, simuliert das, dass Kombinationsspiel über das Zentrum.
Wenn das Feld sehr breit ist, provoziert man das Flankenspiel.

Zonen in denen Spieler nicht angegriffen werden dürfen oder niemand rein darf sind auch sehr gute Hilfsmittel für ein gelungenes Abschlussspiel. Das gilt auch für Zonen in die nur gewisse Spieler rein dürfen oder Zonen, die die Spieler nicht verlassen dürfen.

Zeit

Die Zeit kann man kurz oder lang vorgeben. Wenn man sich auf eine kurze Zeit festlegt wird das Spiel schnörkellos. Die Mannschaft, die in der kürzesten Zeit die meisten Tore macht gewinnt. Wenn man den Mannschaften mehr Zeit gibt, wird das Spiel wieder intensiver.

Mit der Zeit kann man noch andere coole Dinge machen.

Zum Beispiel Basketballregeln in den Fußball einfließen lassen. Die Mannschaften haben 20 Sekunden für ihren Angriff oder Ballgewinn nach sieben Sekunden Gegenpressing zählt wie ein Tor.

Zusatzregel

Mit Zusatzregeln kann man ebenfalls gute Sachen machen. Wenn Kopfballtore doppelt zählen, provoziert das Flanken. Abschlüsse aus einer Zone zählen 3fach, provozieren vielleicht Fernschüsse. Das kommt natürlich auf den Ort der Zone im Spielfeld an. Doppelpässe zählen als Tor, provoziert ein aggressives Angriffspressing und ein ausgeprägtes Passspiel auf der anderen Seite.

Man sieht also, dass man mit Zusatzregeln das Spiel kontrollieren und bestimmte Trainingsschwerpunkte setzen kann.

Mannschaften

Defensive gegen offensive ist wohl die bekannteste Mannschaftsaufteilung. Die technisch guten gegen die körperlich Guten eine andere. Diese Mannschaftsaufteilungen trainieren den Umgang mit Stärken des Gegners. Wenn die technisch guten zum Beispiel den Ball so laufen lassen, das körperlich Guten ihren Vorteil nicht nutzen können, spielen sie ihre Vorteile optimal aus und lassen dem Gegner keine Chance seine Vorteile auszuspielen. Wenn die körperlich Guten aber nah an den Spielern sind, haben die technisch Guten Probleme ihre Stärke auzuspielen.

Ein ähnliches Beispiel wäre groß gegen klein.

Tore

Die Form und Größe der Tore macht auch viel aus. Man kann zum Beispiel eine Touchdown- Zone als Tor verwenden. Besonders kleine oder besonders große Tore trainieren die Zielgenauigkeit der Spieler oder die Torwarttechnik des Torspielers trainieren.

Man kann also sehr große Kontrolle über das Trainingsspiel erreichen. Mann muss sich aber im Klaren sein, was man erreichen will und welchen Triningszweck das Spiel hat.




Share Button